Normalität ist das hier hier …

15. Juli 2014

10464002_10153367655257316_5059784401152109644_n


Wahnsinn ! SPon schreibt die Wahrheit …

15. Juli 2014

SPIEGEL ONLINE   Nachrichten


“The Bubble” – Tel Aviv

10. Juli 2014

„Die Menschen in Tel Aviv leben nicht länger in einer Blase“. So bringt der israelische Nachrichtensender i24 News die Situation auf den Punkt.

Tel Aviv ist wirklich eine „Bubble“ im positiven, pluralistischen, demokratischen Sinne. Tel Aviv steht für Lebensfreude und Freiheit. Genau deswegen wurde Tel Aviv zum bevorzugten Ziel der islamistischen Hamas Mörder. Die haben nämlich ein Problem mit freiheitlichen Grundwerten, noch dazu wenn diese mit einem säkularen Lebensstil verbunden sind.

Neu ist die konkrete Bedrohung Tel Avivs nicht. Aber bisher hatte die Hamas noch nicht die militärischen Mittel um den Krieg nach Tel Aviv zu tragen. Damit ist jetzt wohl Schluss. Der Westen hat zulange weggesehen als der Iran die Hamas, Gaza, zu einem Ausgangspunkt ihres Terrors gemacht hat. Die verlogenen Unterstützer von Schiffstransporten voller Waffen – aus dem Iran, für Gaza – haben nicht weggeschaut, sondern die jetzige Situation bewusst geschaffen. Das ist Pazifismus in Reinkultur. „Tod den Juden“ ist nicht nur der Schlachtruf der Hamas-Islamisten, sondern auch der Grundtenor linker Friedensfaschisten.

Tel Aviv lebt also nicht mehr in einer Blase, wie zum Beispiel während des Libanon Krieges 2006. Damals war in Tel Aviv kaum etwas vom Krieg im Norden zu spüren. Damals gab es die Debatte ob es moralisch gerechtfertigt ist in Tel Aviv zu feiern, während der restliche Norden des Landes unter Feuer liegt. Ich habe damals gesagt, und sage es auch heute: Es war nicht nur moralisch gerechtfertigt, sondern geradezu geboten, das Leben in den Strassen von Tel Aviv zu feiern, den Lebensstil der „Bubble“ zu leben. Volle Strassencafes als Protest gegen den islamistischen Terror.

Heute sieht die Lage anders aus. Tel Aviv ist mitten im Fadenkreuz der Hamas und ihrer linken Unterstützer in Europa und den USA. Das führt vermutlich zu einem Realitätsschub. Aber die neue Situation wird nicht verhindern das der Inhalt der „Bubble“, die Liberalität, die Säkularität, in Israel, besonders aber in Tel Aviv, überleben werden. Nach dem Ende des Krieges, hoffentlich nach der endgültigen und vollständigen Vernichtung der Hamas, wird Tel Aviv, werden seine liberalen Werte, heller strahlen als jemals zuvor. Die Sonne über Tel Aviv wird nicht untergehen.


Verwundbares Land

9. Juli 2014

2592

Bei Lila habe ich diese Karte gefunden. Sie zeigt wie verwundbar Israel ist. Das Land ist klein. Nicht mal so gross wie Hessen und es fehlt das Hinterland. So können die Raketen der Hamas problemlos bis nach Tel Aviv fliegen, wenn sie nicht vorher vom israelischen System Iron Dome abgefangen werden. Eine Situation die Angst macht. Zumal mit einem Ende des palästinensischen Raketenterrors nicht zu rechnen ist. Israel ist gezwungen seine Militäraktionen auszudehnen. Es geht um das faktische Überleben des Staates. Wieder einmal. Und bestimmt nicht zum letzten Mal. Heute brummt, in Endlosschleife, dieses Lied durch meinen Kopf. Auch das Lied ist immer wieder aktuell. Realität im Staate Israel. Kontinuität. Eine traurige Situation. Auch am heutigen Abend.


Die Offensive kommt

8. Juli 2014

Nun kommt sie also. Die Offensive. Gestern noch diskutiert. Heute so gut wie sicher. Israel wird wieder in den Gazastreifen einmarschieren. Leider ist dieser Schritt bitter notwendig. Anders als durch eine gezielte und kraftvolle Aktion wird sich der Terror aus dem Gazastreifen wohl leider nicht unterbinden lassen.

Netanjahu sagte, dass die Zeit der Hamas abgelaufen ist. „Endlich“ werden die Einwohner von Israels Süden sagen und ich habe vollstes Verständnis dafür.

Israel ist eine Demokratie und eine Demokratie hat die verdammte Pflicht, ihre Bürger vor Terror zu schützen. Das ist sogar die erste Pflicht einer Demokratie. Ohne ein Leben in Sicherheit kann keine Demokratie überleben. Und Israel ist leider die einzige Demokratie im Nahen Osten. Da beisst keine Maus am Pita Brot. Für mehr Demokratie im Nahen Osten würde ich der Maus gerne von meiner Pita abgeben. Aber ich fürchte das wird vorerst nichts.

Trotzdem ist so eine Invasion immer ein zweischneidiges Schwert. Ich denke an die Soldateneltern, die in Israel nur warten können. Warten auf Nachrichten ihrer Söhne und Töchter. Auch nach eigener Erfahrung im Militär schläft es sich nicht besser. Das so eine Invasion auch ein wirtschaftlicher Schaden tritt hinter dieser Tatsache zurück.

Wir können nur beten. Beten für die Menschen im Nahen Osten. Beten für die israelischen Soldaten, die für die Unfähigkeit des Westens, besonders auch der USA, im Umgang mit der Hamas nun einen hohen Preis bezahlen müssen. Immer müssen Menschen für die Unfähigkeit (un)menschlicher Politiker sterben. Es ist zum Kotzen. Ich würde Obama wünschen die Aufgaben eines israelischen Soldaten zu übernehmen. Oder wenigstens einen Besuch bei Soldateneltern zu absolvieren. Obama wird das alles nicht tun, sondern seine politische Förderung der Hamas fortsetzen.

Über die europäische Nahost-Politik, mit der Figur einer Frau Ashton verbunden, schreibe ich nichts weiter. Mir ist schon schlecht und ich habe meine Meinung oft genug bekundet.

catherine-ashton-waehrend-ihres-treffens-mit-praesident-ruhani-

So wird die Geschichte einen weiteren blutigen Gang gehen. Es ist zum Verzweifeln. Zum Verzweifeln.


Bilanz eines Alzheimer Patienten

7. Juli 2014

“Da steht der grosse Mann vor seinem Scherbenhaufen.”

demenz_md_bilderstoeckchen_-_fotolia

 


Es fehlen die Worte

7. Juli 2014

Zu dem was sich gegenwärtig in Israel abspielt, fehlen mir die Worte. Wirklich neu sind die Vorgänge nicht. Immer wieder Raketen und Tote. Aber im Moment scheint wieder eine Eskalation erreicht wie sie seit Jahren nicht mehr da gewesen ist. Es war wohl leider auch zu ruhig im Lande.

Nun also drei ermordete jüdische Teenager, ein ermordeter palästinensischer Teenager, eine junge Frau, die in Afula ermordet wurde. Von ihrem Taxifahrer. Sie war auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch.

Noch eine trauernde Familie.

139945461459570312a_b

Von Shelly Dadon wird in den deutschen Medien nicht berichtet.

334108387

Vielleicht weil sie auf der „falschen“ Seite steht ? Sind palästinensische Tote, umgebracht von Juden, mehr wert als Juden, umgebracht von Palästinensern ? Oder trauen sich deutsche Medien nicht, gegen den Mainstream zu berichten ? Das wäre wahrlich ein trauriges Bild.

Und Raketen, Raketen, Raketen auf Israel.

ynet2

So schlimm war der Beschuss im Süden lange nicht mehr. Und niemand kann sagen ob sich der Beschuss auf den Süden beschränkt. Israel hat 1500 Reservisten einberufen. Was mag es bedeuten ? Eine Invasion in Gaza wäre vorstellbar, vielleicht sogar gerechtfertigt. Aber eine solche Invasion würde Blut kosten. Blut in einem Konflikt in dem schon unendlich viel Blut geflossen ist. Jeder Tote ist einer zuviel. Ich ertrage das Aufrechnen nicht mehr. Das Zählen von „guten“ und „bösen“ Toten. Den Zynismus der Medien. Dieser Konflikt, in dem ich seelisch so verwickelt bin, tut mir weh. Weh im Magen. Weh im Hirn. Eine Selbstverletzung der besonderen Art. Und Ausblenden läuft nicht. Zu sehr verwickelt. Zu viele Erinnerungen. Zu viele Reisen. Zu viele Freunde. Israel wird immer ein Stück meiner zerstörten Seele sein. Jede Meldung schneidet tief ins Fleisch. Schneidet. Und doch kann ich nicht ohne diese Meldungen sein. Zu sehr, Entschuldigung für die Wiederholung, zu sehr ist die emotionale Verwicklung, noch dazu einseitig, da.

Ich denke zurück an den Friedensgipfel bei Papst Franziskus.

Sie pflanzen einen Olivenbaum. Einen Baum pflanzen. Ein Zeichen der Hoffnung.

KNA_140609-93-000029_Peres_Abbas_Olivenbaum_730x_

Hoffnung.

Eine Sekunde lang.

Danach die immer gleiche Realität.

Hat der Terror gesiegt ?


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 47 Followern an