Entwicklungshilfe ?

10 May 2008 at 23:16 | In Gedanken |

wieder eine naturkatastrophe. diesmal in birma. 100.000 tote (wer kann sich diese zahl vorstellen ?) und eine korrupte “regierung” die blind fuer das elend der menschen ist.

hilfstransporte werden aufgehalten. hilfsgueter werden “durchsucht”. in anderen worten: sie werden gepluendert. die beduerftigen erreicht kaum noch etwas an.

dieses problem kennen wir auch aus den palaestinensischen autonomiegebieten: entwicklungshilfe wurde umgeleitet auf das konto von herrn arafat und seiner gefolgschaft. unter anderem wurden damit neun geheimdienste finanziert.

es stellt sich die frage wie verhindert werden kann das mit entwicklungshilfegeldern korrupte, antidemokratische, regime gestuetzt werden.

die allgemeine antwort lautet: die verwendung der entwicklungshilfe muss besser kontrolliert werden. eine gute idee. aber wie funktioniert das in regimen die solche kontrolle mit allen mitteln verhindern wollen ? entfuehrungen von mitgliedern der hilfsorganisationen sind nicht selten.

ein anderes problem mit der entwicklungshilfe ist das eben nicht “hilfe zur selbsthilfe” geleistet wird. die empfaenger von entwicklungshilfe werden von der eigeninitiative entwoehnt. das ist ein nicht untypisches ergebnis staatlicher versorgung ohne gegenleistung. entwicklungsHILFE kann also das gegenteil von hilfe bedeuten.

ist entwicklungshilfe vielleicht auch der versuch das eigene gewissen zu beruhigen ? man ist ja humanitaer und hilft den beduerftigen. ist doch eine schoene sicherheit. solange man nicht naeher hinschaut.

ich bin dafuer den beduerftigen zu helfen, gerade den opfern von naturkatastrophen. die menschen haben die katastrophe die ueber sie kam nicht zu verantworten.

ich befuerchte nur das auch in birma die beduerftigen, die opfer der katastrophe, die letzten in der kette sein werden und nur einen bruchteil der hilfe bekommen.

was tun ? ich habe kein (patent)rezept. was bleibt ist ratlosigkeit.

1 Comment »

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  1. die empfaenger von entwicklungshilfe werden von der eigeninitiative entwoehnt.

    Definitiv. Und das ist einfach das Problem: Ein bißchen Geld hinschicken ist viel einfacher als darauf zu achten, daß das Geld auch sinnvoll und - wie heißt es neuerdings so schön - nachhaltig verwendet wird. Aber das kann im Grunde nur die dortige Regierung leisten, die im Fall Birmas alles andere als gutwillig ist.

    was bleibt ist ratlosigkeit.

    Leider.

    Comment by Thomas — 12 May 2008 #

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