diese beiden namen sind wohl vielen synagogenbesuchern bewusst. goldwasser und regev. in vielen synagogen wurde gebetet das sie sicher und lebendig nach hause zurueckkehren. heute sind goldwasser und regev nach hause zurueckgekehrt. in saergen.
ich habe in vielen mails und kommentaren fassungslosigkeit, wut und trauer gelesen. aber auch anteilnahme angesichts des tragischen geschehens. ich schliesse mich an. eigentlich weiss ich gar nicht was ich zum thema schreiben soll. ausser trauer, wut, hilflosen worten.
vielleicht das: ich erinnere mich an die demonstration fuer goldwasser und regev in bruessel. ich denke an die zornigen und traurigen worte von karnit goldwasser. auch die angehoerigen von regev und shalit waren in bruessel. es war eine gute demonstration, ein zeichen der solidaritaet mit israel, auch ein beweis dafuer das es zwar zu wenige, aber doch mehr menschen gibt die sich mit israel solidarisieren als es einem manchmal vorkommt. zum zeitpunkt der demonstration waren goldwasser und regev wohl schon tot. ein schwieriger uebergang. trotzdem versuche ich es. ich denke die demonstration war trotzdem wichtig. um ein kleines licht der hoffnung leuchten zu lassen. es ist selten besser ueberhaupt nichts zu tun.
es stellt sich auch die immer wiederkehrende frage: warum hat g“tt das zugelassen ? warum hat er die gebete seines volkes nicht erhoert ? ich weiss keine antwort. es gibt fragen an denen verzweifeln religioese menschen. wo war g“tt in der stunde der entfuehrung, wo war er in der todesstunde ? was sollen wir daraus lernen ?
ich werde trotzdem weiter beten. ich muss nicht alles verstehen. gewissheit und frieden werden erst kommen wenn der messias auf die erde zurueckkehrt. moege er schnell kommen. moege eliyahu, der vorbote haschems, erscheinen. hoffnung in der dunkelheit.
nicht nur ich bin in meinen gedanken bei den angehoerigen von goldwasser und regev, von shalit und ron arad. sie muessen weiterhin in der finsternis, in der angst, leben. moegen ihre leiden schnell ein ende finden.
ueber die ereignisse bei den „nachbarn“ israels moechte ich mich nicht weiter auslassen. ihr kennt meine meinung dazu. ich muss das nicht wiederholen. ausserdem hat lila sich ausfuehrlich dazu geaeussert und lila ist da sicherlich kompetenter als ich.
was koennen wir tun ? ich weiss es nicht. heute bin ich ratlos. aber ich glaube diese ratlosigkeit teile ich mit vielen anderen menschen.
was macht der grenzgaenger wenn er ratlos ist ? er schlaegt den siddur auf.
Abgelegt unter : ILI














Ich bin auch unendlich traurig. Ich frage mich immer wieder, wie Menschen, hier die Hisbollah-Verbrecher, so ein ekelhaftes Spiel mit toten Menschen treiben können. Zwei Jahre nur Lügen. Ich bin mir aber eines gewiss, dass, auch wenn solche Unmenschen nicht in dieser Welt bestraft werden, in der nächsten aber ganz sicher. Das ist meine Gewissheit und das erhält mich im Leben immer wieder aufrecht.