Bilder aus Tel Aviv

31. Mai 2009

ein paar bilder aus tel aviv gefaellig ? bitte schoen :-)


Ein Kiosk namens Shimon

31. Mai 2009

ich habe in tel aviv auch meinen lieblingskiosk gefunden. mitten auf dem sderot david ben gurion. der kiosk hat nicht nur eine auswahl an dingen des taeglichen bedarfs. der kiosk hat auch einen netten besitzer mit dem namen shimon. ich habe hier ueber shimon und seinen kiosk geschrieben:

ich denke an meinen kleinen kiosk und an shimon der dort schon seit jahren treu seinen dienst versieht und der mir seine lebensgeschichte erzaehlt hat. eine geschichte die mindestens ein buch fuellen wuerde.

ich muss die lebengeschichte von shimon  unbedingt einmal aufschreiben. wenn ich nicht in israel bin halten shimon und ich kontakt per internet. alte freundschaften rosten nicht. erst recht nicht in tel aviv.

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Tel Aviv als Lebensentwurf

31. Mai 2009

fuer mich ist tel aviv nicht nur eine stadt, sondern so etwas wie ein lebensentwurf.

tel aviv ist ein buntes nebeneinander unendlich vieler konzepte, eine mischung vieler nationalitaeten, eine mischung aus saekularen und religioesen, wobei letztere in der minderheit sind.

tel aviv ist das saekulare zentrum israels, ein zentrum der offenen diskussion, der verschiedensten lebensstile.

besonders bewusst wird mir das wenn ich durch die sheinkin street wandere, mich in eines der cafes setze, den trubel um mich herum geniesse.

gerade in der sheinkin street treffen sich vor allem junge leute, die geschaefte sind entsprechend aufgemacht, es ist eine reine erholung. die sheinkin ist immer eine gute adresse fuer einkaeufe jeder art.

wenn ich ein paar schritte gehe – sitze ich auf einer bank in einer der gruenanlagen von tel aviv. welch tolle alleen es in tel aviv gibt, wirklich, die vision von theodor herzl das tel aviv eine “gartenstadt” werden soll hat sich erfuellt.

nicht weit davon entfernt: laerm, trubel, verkehr !

tel aviv ist wirklich eine stadt die niemals schlaeft, ich kann auch morgens um 3 uhr kaffee trinken gehen, es bieten sich genug gelegenheiten. das finde ich toll.

besonders liebe ich die kurzen zeiten vor sonnenaufgang und nach sonnenuntergang.

sonne und vor allem meer – das ist tel aviv !

aber auch das: wer auf der dizengoff street spazieren geht stoesst auf mahnmale. klein zwar, aber fuer das geuebte auge nicht zu uebersehen. diese kleinen mahnmale erinnern an terroranschlaege auf dieser strasse, in der naehe des dizengoff centers.

ein weiteres, groesseres, mahnmal befindet sich an der strandpromenade, auf hoehe des dolphinariums.

schaut euch das alter der opfer an. was soll man dazu schreiben ?

tel aviv auch als stadt die waehrend des golfkrieges 1991 einige scud raeketen abbekommen hat.

und trotzdem: die bewohnerInnen dieser stadt halten durch, lassen sich nicht unterkriegen, lassen sich ihrer lebensfreude nicht berauben.

gibt es ein groesseres kompoliment fuer tel aviv ?

in haifa wird gearbeitet, in jerusalem gebetet, in tel aviv gelebt. so sagt man. was beten angeht habe ich andere erfahrungen gemacht. ich habe die erfahrung gemacht das tel aviv auch schoene synagogen zu bieten hat. das leben in den synagogen ist bunt und froehlich. nicht nur an schabbat. der gegensatz zwischen jerusalem und tel aviv, in der religioesen frage, scheint mir schon sehr konstruiert zu sein. ich habe jedenfalls sehr gute erinnerungen an die gebete in tel aviver synagogen.

der naechste besuch in tel aviv kommt bestimmt. ich weiss das (auch) dort freunde auf mich warten. gibt es einen besseren grund um sich auf den weg nach israel zu machen ?


Huerdenlauf

31. Mai 2009

frau zimtapfel hat einen post geschrieben der mich beeindruckt hat. das kommt oefters vor. ich bin stammleser bei frau zimtapfel. mindestens einmal am online tag bin ich bei frau zimtapfel virtuell zu gast. nordworte – das ist bloggende spitzenklasse !

frau zimtapfel hat einen beitrag mit dem schoenen titel “dankbarkeit” geschrieben. dankbar wofuer ? lest selbst …

Ich bin krank, seit über eineinhalb Jahren schon. Es ist nichts lebensbedrohliches, es zwingt mich nicht einmal zur Bettlägerigkeit, das alles nicht. Es schränkt mich lediglich in vielen Dingen ein, führt dazu, das ich in einigen Bereichen mein Leben nicht so leben kann, wie ich es gern würde. Und macht mir das Leben zur Hölle, seit über eineinhalb Jahren.

(…)

Bei allen kleineren und größeren Katastrophen, die in letzter Zeit so über mich hereinbrechen, dieser Anruf war ein solcher Lichtblick, ein Silberstreif am Horizont, ein Hoffnungsschimmer. Es geht irgendwie weiter. Es muss.

ich kann die worte von frau zimtapfel so gut nachvollziehen. ich kenne das auch. wie oft bin ich mit dem krankenwagen im krankenhaus gelandet bis endlich (als ergebnis eines stationaeren aufenthaltes) ein arzt auf den gedanken kam das etwas mit den nerven nicht stimmen kann. schliesslich wurde mit hilfe des facharztes festgestellt das ich unter panikattacken litt. das was wie ein herzinfarkt oder ein zusammenbruch aussah waren – panikattacken. was hat man mir alles aufgeschrieben an medikamenten ohne die richtige diagnose zu stellen. ich wurde von arzt zu arzt geschickt, es wurde medikament nach medikament getestet, ohne der richtigen diagnose  auf die spur zu kommen. wie oft habe ich in der notfallpraxis gesessen und wurde nach einer kurzen untersuchung wieder nach hause geschickt ? seitdem kann ich den spruch “es wird schon alles gut werden”. nicht mehr ausstehen. nichts wurde gut. es ging mir immer schlechter und ich fuehlte mich nicht ernstgenommen mit meinem problem. diese einschaetzung war wohl nicht ganz falsch. wobei ich ratlosigkeit – gerade auch bei medizinern – absolut akzeptiere. diese ratlosigkeit sollte sich aber nicht hinter falscher selbstsicherheit verstecken.

mir ging es zum schluss wie frau zimtapfel. heute habe ich eine tolle aerztin und bin dort sehr gut aufgehoben. ich kann die dankbarkeit von frau zimtapfel absolut verstehen und teilen.


Kommentieren ueberfluessig !

31. Mai 2009

Wo ist der Aufschrei ?

31. Mai 2009

diese kleine meldung findet sich auf der website der deutschen welle.

Sechs Tote bei Feuergefecht zwischen Palästinenser-Polizei und Hamas

RAMALLAH: Bei schweren Gefechten zwischen palästinensischen Polizisten und Mitgliedern der radikal-islamischen Hamas im Westjordanland sind sechs Menschen getötet worden. Auslöser der Schießerei in der Stadt Kalkilja war offenbar die versuchte Festnahme von zwei gesuchten Hamas-Mitgliedern. Unter den Opfern sind nach Behördenangaben drei Polizisten, die beiden gesuchten Hamas-Kämpfer und ein unbeteiligter Anwohner. Es war einer der schwersten innerpalästinensischen Gewaltakte seit rund zwei Jahren.

(…)

auf der eingangsseite brigt die deutsche welle den sachverhalt auf den punkt.

Palästinenser erschießen Palästinenser

ich frage mich warum man diese meldung suchen muss. wo ist die uno ? wo sind die deutschen friedensfreunde ? wo sind die selbsternannten heuchler (sorry: kaempfer) fuer die menschenrechte ?

oder gilt deren angebliche solidaritaet fuer die palaestinenser nur dann wenn gleichzeitig israel verurteilt werden kann ? wenn palaestinenser sich gegenseitig umbringen ist das wahlweise ein ergebnis der israelischen besatzung oder aber die ausuebung des rechtes auf  freie meinungsaeusserung ! oder etwa nicht ?

ich weiss nicht. kann es sein das nur bestimmte meldungen verbreitet werden und die uno und deren handlanger zum handeln motivieren ? ist der tod von menschen nur dann zu bedauern wenn israel auf diesem wege diffamiert werden kann ?

das kann doch nicht sein. die internationale des gutmenschentums muss doch ein saueberes herz haben. oder etwa nicht ?


Cicero Beitrag ueber Tel Aviv

31. Mai 2009

der grenzgaenger meint: sehr lesenswert :-)

(…)

Witze und Träume haben eines gemeinsam: wenn man unvorsichtig ist, gehen sie in Erfüllung. Anders kann man sich die Gründungsgeschichte dieser Stadt nicht erklären. Heute auf den Tag genau vor 100 Jahren wurde Tel Aviv gegründet. Am 11. April 1909 trafen sich einige Dutzend Zionisten in dem von Malaria verseuchten Gebiet nördlich von Jaffa, um das Land in Beschlag zu nehmen. Freilich, sie teilten es nicht nach irgend einem Prinzip auf. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Oder eben doch dem größten aller Zufälle – der Lotterie. Die einzelnen Parzellen Land wurden per Losverfahren zugewiesen, die bereits bestehenden Siedlungen unter dem Namen Tel Aviv – “Hügel des Frühlings” – vereint.

(…)


Gijur FAQ

31. Mai 2009

ich moechte noch einmal auf diesen post zum orthodoxen gijur aufmerksam machen. der post wird staendig aktualisiert und ist immer wieder lesenswert. danke an noa wird fuer ihren einsatz !


Krankenbesuch

31. Mai 2009

der grenzgaenger wird gleich einen krankenbesuch machen. mal sehen ob der grenzgaenger helfen kann. der fall ist schwierig. eine mutter hat einen nervenzusammenbruch bekommen. warum ? ihr sohn ist drogensuechtig. die familie wollte die anzeichen nicht sehen. sie hat sich keine hilfe von aussen geholt. vor lauter scharm und angst. es war wichtiger eine gute familie zu spielen. hauptsache es gibt ein gutes bild fuer die oeffentlichkeit. ist unsere gesellschaft wirklich so verlogen das nur noch der gute schein nach aussen eine rolle spielt ? ich muss leider sagen das sich gerade bei familien, die nach aussen hin voellig ohne konflikte leben, oft vieles im argen liegt. gerade in solchen familien spielen sich oft dramen ab. was fuer eine gesellschaft ist das eigentlich in der man sich dafuer schaemen muss hilfe zu benoetigen ?


Amida

31. Mai 2009

die amida. ich bin manchmal ein langsamer und manchmal ein schneller beter. ganz nach tagesform und auch ganz danach wie mir zumute ist. manchmal brauche ich viel zeit fuer das beten der amida. hier stellt sich die gleiche frage wie im vorigen beitrag. was soll man machen wenn die menschen um einen herum schon mit dem beten fertig sind und der rabbiner schon bei der wiederholung der amida angekommen ist ? ich habe gelernt das man stehen bleiben und weiterlesen soll. es ist wichtig jedes wort der amida bewusst zu beten. wir sollen gebete nicht als wiederholung verstehen. sondern als ein gespraech mit g”tt. manchmal brauchen gespraeche einfach mehr zeit.


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