Ein Vulkan legt den Flugverkehr in Europa lahm. So etwas hat es praktisch noch nie gegeben. Der gesamte Luftraum über Mitteleuropa ist dicht. Das hat noch kein Terrorist geschafft. Was den Luftraum lahmlegt ist eine Naturkatastrophe. Schlimm für die Reisenden, schlimm für die Fluggesellschaften und die Flughäfen. Auf der anderen Seite könnte uns dieses Ereignis aber auch zum Nachdenken bringen. Viel zu oft glauben wir Menschen allmächtig zu sein und die Natur beherrschen zu können. Ein Vulkan auf Island hat uns gezeigt wie falsch wir mit dieser Annahme liegen. Ob der Vulkanausbruch zu einem Umdenken, zu einem Überdenken, der menschlichen Rolle in der Umwelt führt ? Es wäre wünschenswert. Wildfremde Menschen bilden Fahrgemeinschaften um die ausgefallenen Flugstrecken mit dem Auto zu bewältigen. Bahnfahren ist auf einmal wieder gefragt. Die Bahnen sind ausgebucht und es werden mehr Züge auf die Schiene gesetzt als geplant. Krisen können als auch dazu führen geistige und praktische Potenziale freizulegen. Vorerst, so sagen die Nachrichten, ist mit einer Änderung der Lage nicht zu rechnen. Der Vulkan wird weiter Asche spucken, eher im verstärkten Masse, die Windgeschwindigkeiten werden sich nicht ändern, Europa wird noch länger unter den Wolken des Vulkans liegen. Die gute Nachricht ist allerdings das es trotzdem gutes Wetter in den nächsten Tagen geben soll. Der Frühling fällt nicht aus.



Was mich wirklich fassungslos macht, ist dass die Fluggesellschaften, jetzt versuchen Druck auf die Behörden auszuüben, damit der Luftverkehr so schnell wie möglich wieder freigegeben werden soll. Der Vulkanausbruch ist doch schon für alle schlimm genug. Wird hier die Sicherheit hinter den Kommerz gestellt?