Der Schrei. Es gibt wohl kaum ein anderes Bild das Angst so deutlich ausdrückt wie dieses. Der Schrei. Es gibt viele Dinge vor denen wir Angst haben können. Angst vor dem Sterben ist wohl eine Angst die von den meisten Menschen geteilt wird. Aber es gibt auch Angst vor dem Tod. Angst vor Umweltzerstörung. Angst vor Radioaktivität. Angst vor Einsamkeit. Angst vor anderen Menschen. Angst verletzt zu werden. Angst um geliebte Menschen. Angst vor materiellen Abstürzen. Angst um den Arbeitsplatz.
Der Schrei. Folgt der Angst die Trauer? Was ist eigentlich Trauer? Wie trauert „man“ eigentlich? Worüber trauern wir? Ich trauere um eine Gesundheit die nicht wiederhergestellt werden kann. Ich trauere um verpasste Möglichkeiten. Ich trauere um eine Gefühlswelt die nicht real ist. Warum ist meine Gefühlswelt nicht real? Weil diese Gefühlswelt hinter Medikamenten versteckt ist. Ich trauere um meine Natürlichkeit. Warum trauere ich um meine Natürlichkeit? Weil meine Natürlichkeit hinter einer Maske des Lächelns versteckt ist. Ich trauere um Erfahrungen die ich nie machen durfte. Ich trauere um Gefühle die ich nie erlebt habe. Ich trauere um Gefühle die ich nie leben durfte. Ich trauere um die Fähigkeit anderen Menschen vollständig zu vertrauen. Warum ist diese Fähigkeit verschüttet? Weil ich zu oft verletzt worden bin und zu viel Angst habe verletzt zu werden. Ich trauere um die Fähigkeit meinen Impulsen zu folgen. Warum kann ich meinen Impulsen nicht folgen? Weil mir mein Verstand im Weg steht. Ich trauere um mein inneres Gleichgewicht. Warum habe ich kein inneres Gleichgewicht? Weil ich zwar arbeiten kann. Aber nicht entspannen. Ich trauere um ein spirituelles Leben. Warum habe ich kein spirituelles Leben? Weil ich Spiritualität nie erlebt habe. Ich trauere um die Fähigkeit mich zu freuen. Kann ich mich eigentlich wirklich freuen? Warum ist in meiner Freude immer auch Traurigkeit?



