Das Singen der Mönche

Was mich (auch) beruhigt, ist der Gesang von Mönchen. Bei diesem Gesang passiert absolut nichts. Nur gesungene Worte. Instrumente sind nicht nötig. Die Seele ist das Instrument. Das Vertrauen auf Gott ist der Verstärker. Ruhige Musik. Mönche. Inzwischen ist das ein Stück weit zum Trend geworden. Ich kenne Gruppen die versuchen sich gemeinschaftlich mit dieser Musik zu entspannen. Mit bringen diese Gruppen nichts. Ich brauche das entsprechende Gebäude. „Meine“ Kirche der Gregorianik ist nicht üppig ausgestaltet. Eher im Gegenteil. Sehr schlicht. Dass einzige was man im Kirchenschiff, wo die Mönche singen, zu sehen bekommt, ist ein schlichtes Holzkreuz. Ohne Zierde. Es gibt keine Kirchenbänke. Man ist gezwungen zu stehen. Ich finde das nicht schlimm. Zu stehen, das ist meine Erfahrung, befördert die Gabe, sich zu konzentrieren. Die Zeit mit den Mönchen, mit deren Gesängen, ist für mich Zeit die Seele aufzutanken. Eine schlichte Kirche mitten im Trubel der grossen Stadt. Ruhe in dieser ruhelosen, oberflächlichen, Zeit. Darum geht es.

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