Hitze

1 July 2008 at 19:14 | In Alltaegliches | 1 Comment

liebe leute,

ist das schoen. das thermometer klettert deutlich ueber 30 grad. der sommer ist ausgebrochen. die sonne scheint von morgens bis abends. nicht in tel aviv. sondern mitten in deutschland. ist es nicht schoen ?

sonnige gruesse,

euer grenzgaenger

Es regnet nicht

19 June 2008 at 19:16 | In Alltaegliches | 1 Comment

es regnet nicht. es schuettet. wie aus eimern. der regen ist nicht zu ueberhoeren. an regenmangel leiden wir in diesem teil der welt wirklich nicht. es ist ein geschenk g”ttes.

Vom Umgang mit Papier

19 June 2008 at 16:58 | In Alltaegliches | No Comments

papier ist eine selbstverstaendlichkeit des alltages geworden. koennt ihr euch einen tag ohne papier vorstellen ? ich nicht !

diese selbstverstaendlichkeit von papier fuehrt aber auch dazu das wir mit unserem papier nicht mehr sorgsam umgehen, das wir papier verschwenden. ich schliesse mich da voll mit ein. die vision des voll digitalisierten, papierlosen, bueros ist auch keine realitaet geworden. ganz im gegenteil: der papierverbrauch steigt und steigt.

dabei waere es einfach papier zu sparen: rueckseiten beschreiben bzw. bedrucken, leere rueckseiten als skizzenblaetter oder notizzettel verwenden, e mails nur dann ausdrucken wenn es wirklich noetig ist, werbung verweigern, kataloge nur bei interesse bestellen. das alles macht keine arbeit, spart aber unmengen an papier ein.

wenn denn papier verwendet werden muss sollte es kein papier aus frischfasern sein. recyclingpapier hat eine genau so gute qualitaet und ist laengst nicht mehr grau. wobei ich mich frage wer eigentlich sagt das papier weiss sein muss.

ich achte beim papierkauf schon lange auf den blauen engel. papier aus frischfasern kommt mir nicht ins haus, alles ist auf recyclingpapier umgestellt.

ist es schwierig ? nein, es ist nicht schwierig. die umstellung ist kinderleicht.

ein problem ist das es wegen der geringen nachfrage immer weniger produkte mit dem blauen engel, immer weniger produkte aus recyclingpapier gibt.

so habe ich aus der not eine tugend gemacht und habe im internet gesucht wo es produkte aus umweltschutzpapier gibt. schliesslich bin ich auf den versandhandel memo gestossen bei dem ich alles bestelle was ich in dieser richtung brauche.

der versand mit memo ist klimaneutral, es muss auch kein verpackungsmuell anfangen der dann wieder entsorgt werden muesste, weil es eine spezielle box gibt. die sachen werden bei der anlieferung zuhause ausgepackt, die postbox nimmt der versandfahrer wieder mit. klasse sache, null verpackungsmuell. es geht doch.

es wird altpapier gesammelt das die container und blauen tonnen platzen. das ist gut so. der beste rohstoff ist allerdings jener der gar nicht anfaellt. das gilt auch fuer den rohstoff der entsorgt werden muss. papier zu sammeln ist gut. aber es ist nur eine halbe sache wenn nicht auch die ergebnisse des sammelns gekauft werden: produkte aus recyclingpapier mit dem blauen engel.

es gibt ja inzwischen massen an oeko,bio und umweltsiegeln. der blaue engel scheint mit das einzig verlaessliche siegel zu sein. die vergabekriterien sind transparent und nachpruefbar.

Schule heute ?

18 June 2008 at 17:44 | In Alltaegliches | No Comments

was ich aus deutschen schulen hoere macht mich immer wieder fassungslos.

nicht nur die voellige ueberforderung des lehrpersonals angesichts der disziplinlosigkeit der schuelerInnen ist ein problem. viele lehrerInnen (auch altgediente) sind der situation in den klassen nicht mehr gewachsen und muessen sich in behandlung begeben.

das nichts ordentliches mehr gelernt wird wenn die haelfte der unterrichtsstunde darauf verwendet werden muss fuer ordnung zu sorgen duerfte klar sein.

auch die qualitaet des unterrichtsstoffes scheint sich nicht mehr an den beduerfnissen der gesellschaft zu orientieren sondern an der faulheit einiger lernunwilliger schuelerInnen.

nein, es war keine gute alte zeit. aber ich bin froh nie auf eine oeffentliche schule gegangen zu sein.

gut, meine schulzeit liegt einige jahrzehnte zurueck. aber als ich in die schule ging war es selbstverstaendlich aufzustehen wenn der lehrer die klasse betrat und es wurde gefordert und gefoerdert. neben dem unterrichtsstoff wurde vor allem disziplin, disziplin, disziplin gelehrt. es wurde gelehrt das man sich eben mehr anstrengen musste wenn man in einer arbeit versagt hatte. das laecherliche weichei verhalten der heutigen paedagogen blieb mir erspart und ich bin dankbar dafuer.

mir blieben alle weichgespuelten 68er paedagogen mit ihrem weltbild erspart. ich durfte nie meine lehrer dutzen. das war ein gutes training fuer die arbeitswelt. jeder ansatz antiautoritaerer erziehung blieb mehr erspart. meine schulerfahrung war autoritaer. das ist gut so. mir scheint ich habe mehr gelertn als viele schuelerInnen heute. es hat nicht nur fuer ein gutes abitur gereicht, es war eine schule fuer das leben.

solche in deutschland kaum noch vorhandenen werte wie disziplin, anstrengung, durchhaltevermoegen, auch solidaritaet in der gruppe wurden mir noch beigebracht. das hat mich gepraegt. es hat mir im berufsleben geholfen und es hilft mir noch heute.

bevor jetzt jemand mit sekundaertugenden kommt: woran liegt es denn das viele jugendliche heute so undiszipliniert und wissensarm sind das sie noch nicht einmal mehr ausgebildet werden koennen ? faulheit wird eingeuebt. besondern in einem staat wie deutschland der faulheit foerdert.

heute scheint in den schulen leistungswillen durch markenterror ersetzt zu werden, der wettbewerb um die besten noten durch den wettbewerb um die angesagtesten marken.

in meiner schule gab es oeffentliche aushaenge der notenspiegel. es gab also einen wettbewerb in diesem bereich. jeder wollte besser sein als der andere ? hat es mir geschadet ? aehnliches durfte ich spaeter im berufsleben mitbekommen. da war es der (firmen/behorden) oeffentliche wettbewerb um quoten und leitzahlen.

schule soll schliesslich auch ein stueck weit lernen fuer das leben, fuer die erfordernisse der berufswelt sein. kein fliessender uebergang zur sozialhilfe.

nein, ich wollte nicht mehr zur schule gehen. um keinen preis. ich wollte kein vom kranken gedankengut der 68ergetraenktes lernumfeld haben. ich wollte nicht in einer institution lernen die nicht fordert weil paedagogen nicht gelernt haben zu fordern. ich wollte in keiner lernfabrik dienst schieben in der vor lauter humanitaet die leistung auf der strecke bleibt. leistung kann auch lust bedeuten. ohne herausforderungen wird das leben langweilig. schule bietet keine herausforderung mehr. schule ist kein ort des lernens mehr sondern ein ort in dem markenterror und oberflaechlichkeit herrscht. man kann den 68ern fuer diese entwicklung nur danken. herzlichen glueckwunsch.

Kollektive Froehlichkeit

12 June 2008 at 7:15 | In Alltaegliches | No Comments

kollektive froehlichkeit schlaegt mich in die flucht. genau so wie kollektive traurigkeit. ich mag keine kollektive. weder (gezwungen) froehliche noch (gezwungen) traurige. lieber fuehre ich ein leben als einzelgaenger. aber als unabhaengiger mensch der keineswegs alleine auf der welt ist. kollektive vermitteln die illusion den menschen alle sorgen abnehmen zu koennen. das ist eine gefaehrliche illusion. der aufprall der realitaet ist hart. manche menschen zerbrechen daran. da ist es mir lieber auf erden alleine zu leben, zwar als mitglied der schul, aber doch alleine und im bewusstsein das niemand mir die lasten abnehmen kann die ich zu tragen habe. dieses leben ist das leben in einer unvollkommenen welt. es bleibt die hoffnung auf den messias, die erloesung, die kommende welt. das ist der sinn des systems von lohn und strafe. lohn und strafe nicht fuer diese welt. lohn und strafe fuer die kommende welt. alleine haschem wird richten. eine beruhigende perspektive. obwohl ich nicht an den alleine guetigen g”tt, schon gar nicht an den lieben g”tt glaube. g”tt ist auch ein richtender, fordernder, zorniger g”tt. es gibt kein menschenwohlgefallen. aber auch kein g”ettliches wohlgefallen. aber g”tt wird ein fairer richter sein. das alleine genuegt. die aussicht auf die kommende welt ist keine erschreckende.

Sonne :-)

5 May 2008 at 16:23 | In Alltaegliches | No Comments

endlich scheint die sonne …  auch wenn das wetter noch nicht warm genug (fuer mich) ist … die sonnenstrahlen machen mich munter … heute habe ich mir mal wieder die zeit zu einem langen spaziergang genommen … das beste: es soll in den naechsten tagen so bleiben … wunderbar !

Krankenhaus

29 April 2008 at 14:41 | In Alltaegliches | No Comments

heute war ich mal wieder im krankenhaus … nur eine routinesache … trotzdem kamen alle boesen erinnerungen wieder hoch … das wird mich wohl nie verlassen … natuerlich sollte ich dankbar dafuer sein das es krankenhaeuser gibt … trotzdem habe ich mich in der langen zeit dort immer ausgeliefert gefuehlt, von den schmerzen einmal abgesehen. schmerzen fuer den koerper und die seele … wie oft habe ich gehofft das spiel haette ein ende … ein fuer allemal … haschem hatte andere plaene … der geruch auf der station (undefinierbar) bewirkt schon das mir schlecht wird … *SEUFZ*

HURRA !

28 April 2008 at 18:10 | In Alltaegliches | No Comments

die sonne scheint !! unglaublich nach den regenmassen die hier heute heruntergekommen sind !! sonne !! mehr davon, bitte !!

Leben ohne Auto

27 April 2008 at 15:54 | In Alltaegliches | No Comments

also ich vermisse mein auto nicht. ich hatte noch nie eines. ich habe mir auch nie die muehe gemacht eine fahrerlaubnis zu erwerben.

es ist nicht so das ich staendig an einem ort waere. ganz im gegenteil: ich bin eigentlich dauernd unterwegs. als pendler zur arbeit und zurueck, als besucher von vortraegen, ich gehe in die oper, besuche die schul. alles ausserhalb meines wohnortes.

mobil zu sein setze ich nicht mit automobil sein gleich. mobil sein bedeutet fuer mich mit dem oeffentlichen personennahverkehr mobil zu sein. meine erfahrungen damit sind gut (ich habe auch nicht den vergleich mit dem auto).

wo es geht benutze ich die schiene. klar bin ich manchmal etwas entnervt wenn bahnen ausfallen oder viel zu spaet kommen. aber das passiert nicht so oft wie das klischee behauptet. ausserdem bin ich nicht auf der flucht und plane meine zeit so grosszuegig ein das hektik unnoetig ist. ich waelze keine fahrplaene, die virtuellen persoenlichen fahrplaene sind da viel bequemer. meistens bin ich mit der bahn schneller am ziel als die vielen pendelnden kolleginnen und koellegen die das auto benutzen und damit jedenm morgen im stau stehen. ich komme erholt an der arbeitstelle an, die autofahrer nicht unbedingt. das unternehmen in dem ich taetig bin bietet die moeglichkeit des firmentickets an weil es ein interesse daran hat das die leute ausgeruht und puenktlich bei der arbeit erscheinen. ausserdem laesst sich das firmenticket gut in der umweltbilanz praesentieren.

mit der schul ist das so eine sache. eigentlich soll man am schabbes nicht fahren und auch keinen (halte)knopf druecken. auf der anderen seite umfasst meine gemeinde drei staedte und viel laendliches gebiet. wenn nur die leute aus der zu fuss erreichbaren umgebung zur schul kaemen koennte man die g”ttesdienste im buero des rabbiners abhalten. deshalb passt man sich an die realitaet an und ist froh das die menschen zur schul kommen - die meisten mit der bahn und/oder dem bus. wie ich auch.

ich gebe zu das die bedingungen auf ein auto zu verzichten bei mir ziemlich ideal sind: die haltestellen zu den umgebenden staedten sind nur wenige minuten entfernt, ich wohne in einem ballungsraum mit gut ausgebauten oeffentlichen verkehrsverbindungen. so komme ich auch morgens um zwei (z.b. vom sederabend) noch bequem und sicher mit bus und bahn nach hause.

die kuerzungen der streckenkilometer betreffen ja leider vor allem das laendliche gebiet. mit dem ergebnis das einige orte nicht mehr mit der bahn erreichbar sind. das ist im sinne der klimabilanz natuerlich eine katastrophe. wie kann man von menschen verlangen umweltfreundlich zu sein und auf das auto zu verzichten wenn es keine alternative gibt ? diese leute haben jetzt wirklich ein problem mit steigenden spritpreisen - weil sie keine alternative haben.

ich sehe das mit dem teuren benzin aus zwei sichten: einerseits ein problem auf diese weise gewinne an den boersen (mit) zu finanzieren. auf der anderen seite bieten die hohen benzinpreise eine chance und einen anreiz umzusteigen, car sharing initiativen beizutreten, sich mit der idee von bus und bahn anzufreunden. menschen die lange zeit auto gefahren sind und in letzter zeit darauf verzichtet haben berichten das es am anfang schwer war. inzwischen sehen sie aber auch eine zunahme an lebensqualitaet. vom eingesparten laerm und den nicht erzeugten abgasen ganz zu schweigen. es muss auch kein parkplatz mehr gesucht werden, es wird zeit gespart. der wert der bewegung wird wieder erkannt. der verzicht auf ein auto kann also - wie jeder verzicht - auch eine chance sein. es kommt auf die sichtweise an.

alles in allem ein schwieriges thema das auch mit sozialer gerechtigkeit und gruppenzwang, mit chancen und selbstverstaendnis zu tun hat.

es hat auch mit nationaler unabhaengigkeit zu tun. die abhaengigkeit von oel beeinflusst auch politische entscheidungen in diesem land. nicht nur was die deutsch-israelischen beziehungen angeht.

“weg vom oel” ist das gebot der stunde. das heisst auch: “weg vom herkoemmlichen autoverkehr - wo immer es geht”.  

noch besteht die chance diesen weg freiwillig zu gehen. in anbetracht aller chancen die darin liegen. wenn der entscheidungsprozess zu lange dauert wird es keine entscheidungsfreiheit mehr geben. wir wissen schon heute das oel ein rohstoff ist der sich dem ende zuneigt. das ist nicht neu. etwas neues waere es konsequenzen aus dieser erkenntnis zu ziehen.

Busse und Bahnen

24 April 2008 at 18:04 | In Alltaegliches | No Comments

ich stelle fest das busse und bahnen immer voller werden, nicht nur im berufsverkehr. vielleicht weil menschen zur einsicht gekommen sind. autofahren ist nun mal eine der hauptquellen der klimaerwaermung. vielleicht tun aber auch hohe spritpreise ihr gutes. menschen denken um. einige. aber immer noch zu wenige. das maerchen der mobilitaet durch das eigene auto glaubt immerhin keiner mehr. die staus vor und in den ballungsraeumen sprechen nicht fuer irgendeine art von freiheit. diese staus sind eher aergerlich und umweltschaedlich. frueher glaubte man ja durch immer mehr strassen den verkehr kanalisieren zu koennen und so weniger staus zu bekommen. die erfahrung zeigt das immer mehr strassen immer mehr verkehr bedeuten. das gegenteil des gewollten wurde erreicht. auch andere antriebsmethoden als benzin zu finden ist vielleicht eine gut gemeinte sache. aber auch andere antriebsmethoden loesen das problem nicht. die einzige loesung fuer den schon vorhandenen verkehrskollaps ist ein umsteigen vom individualverkehr auch den oeffentlichen personennahverkehr. dazu gehoert auch den oeffentlichen personennahverkehr und den individualverkehr gleichzustellen. das heisst: strassenbau darf nicht weiter bevorzugt werden. natuerlich hat autofahren auch etwas mit gruppendruck zu tun. kein auto zu haben gilt in deutschland als schlecht. bis ein umdenken in dieser frage erfolgt muss wohl noch etwas mehr klimawandel geschehen.

Next Page »

Blog at WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.