Neues von den Disraelis
22 April 2008 at 6:05 | In Disraelis | No CommentsPessach, 2008
„Denn siehe, Tage kommen, spricht der Herr, DA wird man nicht mehr sagen: So wahr der Herr lebt, der die Söhne Israels aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! – sondern: So wahr der Herr lebt, der die Söhne aus dem Land Des Nordens heraufgeführt hat und aus all den Ländern, wohin ER sie vertrieben hatte.
Und ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe.“ (Jeremia 16, 14 – 15)Liebe DISRAELIS Freunde,
Wir sind mitten drin in dem, was Jeremia prophezeit hat. Wer will es bezweifeln?
Was vor unseren Augen geschieht, ist noch viel gewaltiger, als es die Heimkehr aus Ägypten war!
Jahrtausende hat Israel entsprechend dem Auftrag Des Herrn das Pessach gefeiert, in guten Zeiten – und in furchtbaren Jahren.
Damals beim Auszug aus Ägypten ging der Todesengel an den Wohnungen der Israeliten vorüber, schlug die Erstgeburt der Ägypter und verschonte sein Volk. – Auszug und Heimkehr haben sich mehrmals wiederholt, aber nicht immer blieb sein Volk bewahrt, besonders nicht bei den furchtbaren Verbrechen im 2. Weltkrieg. Dennoch, Er sprach, und der Norden und all die Länder und Inseln, wohin Israel vertrieben war, mussten sie herausgeben. – Ein neues, ein gewaltiges Pessach!
Nach dem Willen Des Herrn geht Israel jetzt zu seiner Ruhe, in seine ihm versprochene Heimat: Eretz Israel!
Wie bei einer Geburt geht das nicht ohne Schmerzen. Auch das haben die Propheten vor tausenden von Jahren vorausgesagt. Kriege und Terror sind unvermeidlich, denn das Ereignis der Geburt Des neuen Israel ist zu gewaltig!
Die Opfer, die das fordert, sind schmerzlich, und sie hinterlassen tiefe Spuren im Gesicht unseres wiedergeborenen Volkes. Eltern weinen um ihre Kinder, Frauen um ihre Männer und Männer um ihre Frauen …
Die Überlebenden tragen Wunden davon, körperliche und seelische Wunden. Letztere sind besonders schmerzhaft, man sieht sie nicht, und sie heilen nur sehr langsam. Das Erfahren von Liebe und Geborgenheit ist die einzige Arzenei, die wirklich hilft. Das Erleben, dass es noch Plätze gibt, wo man nicht bedroht ist, dass es noch Menschen gibt, die unser Volk lieben, dass wir noch Freunde haben, die den Mut haben, das auch zu zeigen!„Was ihr getan habt einem von diesen meinen ärmsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ (Matthaeus 25,40b)
Dem Herrn sei Dank, es gibt noch Menschen, die dieses Wort eines der bekanntesten Israeliten ernst nehmen. Denen sei Dank und der Segen Des Allmächtigen! Euch, die ihr bereits verwundete, traumatisierte und dadurch behinderte Israelis (Disabled Israelis = DisraeliS) aufgenommen habt, und all denen, die das noch tun werden, vielleicht durch diesen Brief ermutigt.
Glaubt mir, es ist gerade für die jungen Menschen in unserem Land, die nichts weiter wollen, als dass man sie hier leben lässt, und denen selbst das nicht gegönnt wird, Balsam für ihre Seele, einmal unbewaffnet und ohne Angst ein Kino, eine Disco oder etwa ein Fußballstadion besuchen zu können.
Sie waren bereit, zu tun, was jeder tun würde, der sein Land liebt, nämlich ihre Mitmenschen zu schützen, und mussten das mit schweren Verwundungen an Leib und Seele bezahlen, viele von ihren Kameraden sogar mit dem Leben!
Ihr, die ihr Israel liebt, könnt so vieles tun. Bitte setzt eure Hilfe fort, wo sie schon begonnen hat. Betet für das DisraeliS-Projekt und für die betroffenen Menschen, die sich unserer Hilfe anvertrauen. Gebet ist schon viel, aber ihr könnt noch mehr tun, wenn es euch möglich ist.
Wir haben keine staatliche Unterstützung. Israels Verteidigungslasten sind so groß, dass dafür keine Mittel mehr zur Verfügung stehen. – Und die Zahl derer, die unsere Hilfe brauchen, steigt leider noch weiter an, weil unser Land mehrheitlich von Feinden umgeben ist, die sich absolut nicht damit abfinden wollen, dass wir dieses kleine Stückchen Erde als unsere Heimat betrachten und verteidigen.
So ist „nach dem Krieg“ fast immer „vor dem Krieg“, nicht weil wir das so wollen, ganz und gar nicht. Es ist nicht etwa unsere Kampfeslust, sondern die Uneinsichtigkeit der uns umgebenden Staaten und die vollkommene Rücksichtslosigkeit derer, die bereit sind, sich selber umzubringen, wenn sie damit möglichst viele Israelis töten können.Unsere „Kinder“ – unsere SABRAS
Mir ist es ein wichtiges Anliegen ueber einen der DISRAELIS, der gerade von seiner zweiwoechigen Reise von Familie Lanz aus der Schweiz zurueckgekehrt ist, zu berichten.
Evyatar Turjeman 21, wurde werend der 2 Libanonkrieg bei einem Kampf in dem Dorf Bint Jebail verwundet.
Als Einheitkommandant und zusammen mit den Verstaerkungstruppen die ihnen zu Hilfe geschickt wurden, wurde er von ca. 60 Hizbollah Terroristen mit Moerser und Panzerabwehrraketen angegriffen. In dem sich entwickelden Kampf wurden Acht der Israeli Soldaten getoetet und mehr als Fuenfundzwanzig verletzt.
Der Oberkommandant der israelischen Truppen, Major Roy Klein, sah eine Handgranate geworfen von der Hizbollah zwischen seine Truppen fallen, und mit dem Ruf „Schma Israel“ (Hoere, Israel, der Ewige,) stuerzte er sich mit seinem Koerper auf die Granate.
Roy selbst wurde von der Explosion sofort getoetet aber die Leben der umstehenden Soldaten hatte er gerettet.
Waehrend die anderen Offiziere bereits tot oder verwundet waren uebernahm Evyatar das Kommando und attakierte mit die gebliebende Soldaten das Haus von dem aus die Hizbollah sie angegriffen hatte und toetete alle der Hizbollah Terroristen.
Evyatar wurde an Arm und Beinen verletzt aber trotz seiner Verletzungen pflegte er die anderen schwerer verwundeten Soldaten und wartete bis alle und schliesslich er selbst ins Krankenhaus evakuiert wurden.
Vom Anfang des Kampfes um 4 Uhr frueh bis zur Helikopterankunft im Rambam Krankenhaus in Haifa dauerte es ca. 10 Stunden.
Heute arbeitet Evyatar, von seinen koerperlichen Wunden geheilt, als Sicherheitsoffizier am Erez Grenzuebergang zum Gazastreifen.
Obwohl er sich von seinen koerperlichen Verletzungen des zweiten Libanonkrieges erholt hat, leidet er noch immer unter Albtraeumen und den traumatischen Erfahrungen aus dieser Periode seines Lebens. Der Besuch in der Schweiz hat ihm sehr geholfen seine Probleme zu ueberwinden.
Evyatar ist noch ein junger Israeli, den ich sehr stolz in unsere DISRAELIS Familie aufnehmen durfte.
Seine Geschichte ist einer die Geschichten von Menschen in diesem Land, Erfahrungen die auch viele der anderen DISRAELIS gemacht haben.Gerade ein Aufenthalt in Deutschland, Schweiz oder in Österreich lässt nicht nur die den DisraeliS durch Krieg und Terror zugefügten Wunden heilen, sondern hilft auch mit, die alten Wunden unserer Völker zu heilen. Für viele der jungen Israelis ist die Einladung ins Ausland fahren zu können, anfangs oft recht zwiespältig. Das könnt ihr sicher verstehen. Aber dann erleben sie, was sie noch nie vorher erlebt haben.
Da sind Menschen, die lieben sie und nehmen sie auf wie ein eigenes Kind.
Es gibt ein deutsches Sprichwort, das sagt: „Da geht dir das Herz auf wie eine Gartentür!“ Gerade das ist es, was passiert. Sie öffnen ihr Herz, oder anders gesagt, die Aufnahme in eine Familie und die Erfahrung, geliebt zu werden, knackt die harte Schale, die unsere „Kinder“ als eine Art Schutzschild um sich herum gebildet haben. Das ist wie bei den Kaktuspflanzen, den Sabras, die außen hart und stachelig sind, deren Früchte aber sehr süß schmecken, wenn man es schafft, sie zu öffnen. So sind meine Kinder, außen stachelig, innen süß, und so nennen wir sie auch: „SABRAS“.
Auch dieses Jahr sind wieder viele von euch, die in der Vergangenheit DisraeliS zu Gast hatten, zu einem Gegenbesuch eingeladen, um gemeinsam mit ihren „Sabras“ die kommenden Pessach-Feiertage zu erleben.
Mitten in den Vorbereitungen, die jede israelische Familie für das mehrtägige Pessachfest trifft, laufen meine Vorbereitungen für Besuche verschiedener neuer Disraelis-Gruppen und individueller Besuche im Ausland. Einzel - und Gruppenbesuche in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Kanada und England werden vorbereitet.
Seid auch ihr dabei?Ein herzliches Schalom aus Israel und gesegnete Pessachfest
Wünscht euch allen euer
Ilan
Disraelis fuer Sderot
10 March 2008 at 15:36 | In Aktionen, Disraelis | 4 CommentsLiebe Disraelis Freunde,
im Folgenden moechte ich euch Neuheiten meines Disraelis Projekts beschreiben.
Ich kann nicht ueber alle Geschehnisse, die uns hier in Israel taeglich wiedefaehrt und ueber alle Gefuehle und Stimmungen der israelischen Bevoelkerung berichten. Ich moechte euch bitten, den folgenden Bericht mit Verstaendnis und Mitgefuehl fuer die Menschen, die in Sderot und den umliegenden Siedlungen leben, zu lesen. Ich hoffe ihr werdet es interessant und informativ finden.
Letzte Woche Donnerstag bin ich nach Sderot gefahren um dort einige Schulkinder zu interviewen, die ich im Rahmen des Disraelis Projektes im Juni mit einer Gruppe nach Deutschland senden möchte.
Nachdem die Interviews beendet waren und die Schüler nach Hause gegangen, entschied ich mich noch etwas in Sderot zu bleiben.
Ich wollte von Nahem sehen und lernen, wie die Menschen dort mit dem täglichen Beschuss durch Kassams leben. Es sollte der Tag mit dem schlimmsten Beschuss seid je her auf Sderot werden.
Ich erlebte wie über 30 Raketen innerhalb der wenigen Stunden, die ich in Sderot verbrachte, auf die Stadt nieder prasselten.
Eine Person wurde getötet, Andere verwundet und eine Menge Sachschaden angerichtet. Insgesamt sind an diesem Tag 50 Raketen auf Sderot gefallen.
Die Frustration und Verzweiflung der Menschen war überall spürbar und die meisten mit denen ich auf den Strassen und in Geschäften sprach, waren in Sorge und voll von Angst um Angehörige und Freunde.
10 Sekunden nachdem der “Rot Farbe” Alarm durch die Lautsprecheranlage ertönte war eine Explosion zu hören.
Einige Explosionen waren weit entfernt andere sehr, sehr nah. Während alle getrieben von Neugier und Sorge zu den durch die von den Raketen getroffenen Regionen rannten , telefonierte jeder mit dem Handy, fragend und erzählend was passiert ist oder einfach nur um mitzuteilen, dass mit ihnen selbst alles in Ordnung sei.
Dieses ganze Szenario wiederholte sich nach jeder einzelnen Explosion.
Nach einigen Jahren andauerndem Dienst mit Disraelis, habe ich mich entschieden den Rahmen meines Projektes auszudehnen. Auch einige der Schüler von Sderot sollen daran teilhaben und einen kurzen Urlaub in christlichen Familien und Organisationen im Ausland genießen können.
Die Menschen von Sderot und den umliegenden Siedlungen am Rande des Gazastreifens, leben unter einer nervlichen Zerreisprobe und muessen dem andauerndem Beschuss von Kassam Raketen standhalten.
Die Interviews boten mir die Möglichkeit einigen der reizvollsten Schüler Israels zu begegnen. Während unserer Begegnung löste jedes laute Geräusch in der Umgebung in ihnen eine offensichtlich spürbare Spannung aus. Ein Trauma, dass durch die jahrelange Notwenigkeit sich selbst in Sicherheit zu bringen verursacht wurde.
Jeder der Schüler äußerte seine eigenen, individuelle Lösungsansätze zu dem Palästinenserkonflikt aber das Hauptanliegen eines jeden ist es zu jeder Zeit während eines Bombardements durch Kassamracketen einen sicheren Unterschlupf zu finden und zu überleben. Trotz dieser Umstände waren alle felsenfest überzeugt ihre Heimat und damit ihre Familien und Freunde nicht zu verlassen um irgendwo Anders in Israel ein neues Leben zu beginnen.
Wie viele andere Schulkinder in Israel oder in der Welt sind noch mit solchen Fragen Konfrontiert, fragte ich mich?
Die Schüler mit denen ich gesprochen habe waren sehr begeistert und in Aufregung über den Gedanken und die Möglichkeit ins Ausland gehen zu können.
Für Einige wird es die erste Auslandsreise in ihrem Leben sein aber auch abgesehen davon haben alle vehement ihren Wunsch kundgetan weg zukommen von ihren täglich schrecklichen Lebensumständen, wenn auch nur für einige Tage.
Das Disraelis Projekt ruft alle meine guten Freunde dazu auf diesen jungen Israelis zu ermöglichen euch in euren eigenen sicheren Heimaten zu treffen und ihnen die Liebe und Zuneigung zu schenken, die ihr für sie empfindet.
In dem Fall, dass sie selbst nicht die Möglichkeit haben einige der Jugendlichen bei ihnen Zuhause aufzunehmen, möchte ich sie bitten mit einer Spende zu helfen die Reise für diese Jugendlichen zu finanzieren.
Mit herzlichsten Grüssen, vielen Segenswünschen und Schalom,
Euer ilan
Bitte überweisen sie ihre Hilfe an:
Dr. Reinhard Schwarzer
Verwendungszweck: Disraelis
Stadt- und Saalkreissparkasse Halle
Kontonummer: 49 000 700 47 Bankleitzahl: 800 537 62
INTERNATIONALE KONTONUMMER (IBAN): DE 02 8005 3762 49 000 700 47
——————————-die bilder findet ihr in meiner photospace !
Bilderbeschreibungen:
Afiki Talker 17, Kibbuz Kfar Gaza (Nahe zum Gazastreifen): Sie war noch nie zuvor im Ausland. Viele Raketen sind bereits auf ihr Kibbuz gefallen. Sie lebt daher unter konstanter Angst aber will ihr Kibbuz und Freunde nicht verlassen.
Chen Azrad 17, Kibbuz Nachal Oz, weil es Nahe zum Gazastreifen liegt bleibt keine Zeit um in Schutzraeume zu fliehen. Das Kibbuz steht 24 Stunden unter Beschuss, deswegen kann sie sich nicht auf ihren Abschluss konzentrieren. Sie will ihr Kibbuz und Freunde nicht verlassen, obwohl sie unter andauernder Angst lebt.
Ido Abergil 17, Sderot: 5 Raketen sind in der Naehe seines Hauses gelandet, er findet, dass es sehr gefaehrlich ist in Sderot zu leben. Sie haben in ihrem Haus keinen Schutzraum und er weiss nicht wie er unter diesen Umstaenden sein Abitur bestehen soll.
Maayan Golan 17, Kibbuz Erez (Nahe zum Gazastreifen): Es ist grausam fuer sie den “rot farbenen” Alarm dauernt zu hoeren und nicht zu wissen wo man Schutz suchen kann.
Nafar Abergil 17, Sderot: Angagiert sich in ihrer Freizeit sozial, macht einen Vorbereitungsseminar fuer den Militaerdienst und ist Mitglied in der Tanzgruppe von Sderot, mit der sie bereits einmal in Deutschland war. Einige Gebaeude in der Naehe ihrers Zuhauses wurden von Raketen zerstoert, totz der beaengstigenden Situation will sie Sderot und ihre Familie nicht verlassen.
Ofer Pima 17, Sderot: 2 Hauser in seiner Nachbarschaft wurden von Kassams zerstoert, darum ist er in Sorge um seine Familie und Freunde. Bekannte, die ausserhalb von Sderot leben haben Angst zu Besuch zu ihm zu kommen.
Ron Kaner 17, Kfar Gaza: Spielt in ihrer Freizeit Theater. Ihr Kibbuz liegt 200 Meter vom Grenzzaun entfernt. In der Naehe ist eine israelischer Militaerstuetzpunkt. Die Geraeusche, die von dort ausgehen sind gleichermasen schrecklich wie die der landenen Kassams. Der Boden vibriert von Kanonenschuessen, Pansern, Helikoptern und Maschinengewaehrschuessen. Sie geben ihr das Gefuehl andauernt mitten in einem Krieg zu sein. Sie meint, dass ein Fremder das Gefuehl nie verstehen koenne, wenn der “rot farbende” Alarm ertoent und man in der Naehe keinen Schutz finden kann.
Sderotbericht01: Eine Mutter haelt ihr Kind auf dem Arm, aengstlich wartent auf die naechste Kassamexplosion.
Sderotbericht02: Roni Yechia 41 Student auf dem Sapir College Sderot wurde durch eine Kassam verwundet und mit Ambulanz in ein Krankenhaus gebracht, indem er spaeter verstorben ist.
Sderotbericht03/04/05: Schueler aus Sderot helfen dem Rettungsdienst die Verwundeten zu versorgen.
Sderotbericht06: Ein zerstoertes Haus in der Nachbarschaft von Ofer Pimas Familie.
Sderotbericht07: Osher Twito wurde bei einem Kassambeschuss auf Sderot schwer verletzt. Eins seiner Beine musste amputiert werden, waehrend die Aerzte noch versuchten sein zweites Bein zu retten.
Neues von den Disraelis
1 July 2007 at 12:03 | In Aktionen, Disraelis | 1 CommentLiebe DISRAELIS-Freunde,
ich moechte Euch ueber unseren letzten Besuch einer DISRAELIS-Gruppe in Schoenebeck, Naehe Magdeburg berichten.
Eine Gruppe von 20 jungen Maennern zwischen 20 - 24 Jahren, die alle waehrend Des letzten Libanonkrieges verwundet wurden, waren Gaeste von Herrn Manfred Sandersfeld aus Oldenburg, den Gastfamilien und den Gemeinden in Schoenebeck.
Der Besuch mitte Juni dauerte zwei Wochen, wobei die Gruppe die letzten drei Tage im Entdecken der Hauptstadt Berlin verbrachte, - nach der “Kleinstadt” Schoenebeck.
Berlin war ein “Augen-Oeffner” und die jungen Maenner waren so beeindruckt, dass Vier von ihnen entschieden, eine weitere Woche auf eigene “Regie” zu bleiben.
Es war keine leichte Aufgabe, die Kanditaten fuer den Besuch auszuwaehlen, Da die meisten von ihnen noch, ein Jahr nach dem Krieg noch, unter medizinischer Behandlung stehen, einige bekommen taeglich physikalische Rehabilitation, andere warten auf zusaetzliche Operationen, viele leiden an Schuss-Schock und Trauma und bekommen noch physiotherapie und psychiatrische Hilfe.Ueber zwei Monate war ich engagiert, meine Liste komplett zurechtzubringen, mit einigen “Last-minute” Stornierungen, durch die ich mich beeilen musste, alternativ DISRAELIS zu finden, fuer die die Daten unseres Aufenthaltes passten. Die jungen Maenner das erste Mal zu treffen war eine zerschmetternde Begebenheit in Anbetracht meiner eigenen Erfahrungen und all die Details ihrer Verwundungen hoerend. Es verwundert mich einmal mehr von wo her sie ihre Kraft und innere Staerke bekommen, um ihre persoenlichen Tragoedien zu bewaeltigen.
Einige der DISRAELIS in unserer Gruppe:
So traf ich Ehud, einen jungen Mann, welchen man umarmen und nahe bei sich halten moechte. Obwohl aeusserlich physikalisch unverletzt, leidet er an einem tiefen Post-Trauma, nachdem er waehrend Des Krieges mitansehen musste wie seine Kameraden in naechster Naehe von ihm in die Luft gejagt wurden. Er vergisst viel, allgemein und persoenliche Dinge und Namen.
Alex, welcher vor vier Jahren aus Russland einwanderte, wurde gefaehrlich am Auge verwundet als ein Rakete in seiner Naehe explodierte und Splitter in seinen Kopf und Koerper eindrangen. Er traegt dunkle Brillenglaeser, sogar in der Nacht und es war ein kleines Unglueck fuer alle, als er sie verlor. Die Schoenebeckers halfen ihm, Alternativglaeser zu finden. Alex file durch seine Kleidung auf, er trug einen modernen Anzug mit Krawatte fuer die “Kabbalat-Shabbat-Zeremonie” und in der Kirche.
Er leidet an einigen Gedaechtnisverlusten seit er verwundet wurde und verlegte einige andere persoenliche Dinge waehrend Des Besuches.Roeei Ziv´s Gesicht wurde ernstlich verbrannt durch eine Hizballah-Rakete waehrend Des Krieges. Er traegt eine Gesichtsmaske um Infektionen zu vermeiden. Viele Leute waren wirklich argwoehnisch als sie ihn das erste Mal sahen. Aber bald gewoehnten sie sich durch seinen freundlichen Charakter an sein Erscheinen.
Er wird im Juli nach Boston fliegen um sich einer Operation, durchgefuehrt von einem der weltbesten Spezialisten auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie, zu unterziehen.Unter unseren vielen Gastfamilien und Freunden moechte ich Manfred Sandersfeld aus Oldenburg erwaehnen, welcher persoenlich den Grossteil der Gesamtkosten trug und diesen Besuch moeglich machte.
Ilona Buelow, welche die ganzen Details organisierte und ohne ihre Hilfe unser Besuch nicht so ein Erfolg gewesen waere.
Dann waren die vielen Gastfamilien in Schoenebeck, wo die DISRAELIS einige Naechte verbrachten und Ihre Gasteltern in ihren Familien kennenlernten und viele weitere, die auf tausend verschiedenen Wegen halfen. Ich getraue mich nicht all die Namen aufzufuehren um nicht einen zu vergessen, da ich keinen kraenken moechte.
Mein tiefster Dank auch ihnen!Da einige der DISRAELIS strikt ihre Kosherdiaet einhalten mussten, lernten die deutschen Gasteltern die Bedeutung der koscheren Speisenzubereitung.
Wir waren in Schoenebeck gerade in der Mitte der Kirschen-Saison waren, ueberhaeuften uns die Gasteltern mit taeglichen Koerben von reifen Kirschen und Erdbeeren welche von Allen genossen wurden.Das Programm war voll von Spass-Veranstaltungen und jeden Tag fuhren wir in eine andere Richtung um zu entdecken was Sachsen-Anhalt den gespannten DISRAELIS zu bieten hat.
Einige der vielen grossartigen Erlebnisse, die wir genossen:
Ein Besuch in den Harz zur Kaiserstadt Gosslar Thale mit Seilbahnfahrt. Wir verbrachten einen Tag dort auf den Liften und mit Rodelbahnfahrten.
An einem anderen Tag besuchten wir das Hundertwasser-Haus in Magdeburg.
Kanufahren durch die wunderschoenen Kanaele Des Spreewaldes waren eine herausragende Erfahrung.
Ein Besuch in Deutschland ohne die Autostadt Wolfsburg zu sehen, wuerde nicht komplett sein.
Ein ganzer Tag im Vergnuegungspark in Soltau.
Gaeste der Bundeswehr in Burg.
Bierverkostung im der Hasseroeder Brauerei in Wernigerode war eine der waren “Highlights”.Die DISRAELIS fuehlten sich wohl zusammen in der Gruppe und nach einiger Zeit fuehlten sie sich frei sich mit der deutschen Jugend zu unterhalten, welche unseren Besuch begleiteten und Freundschaft entwickelte sich.
Mit die meist bewegende Veranstaltung war die Gedenkzeremonie, welche wir in Sachsenhausen organisierten, im frueheren KZ-Lager in der Naehe von Berlin.
Einige vom Personal der Israelischen Botschaft Berlin waren neben der ca. 70 Teilnehmer anwesend. Viele Freunde und DISRAELIS wohlwollende Menschen aus ganz Deutschland.
Da war kaum ein trockenes Auge bei den Zuhoerern, als sie den Gedenkgebeten und Liedern lauschten, vorgetragen von den DISRAELIS, welche sich auch an die deutschen Teilnehmer wandten.
Sich vom taeglichen harten Alltag in Israel distanzierend warfen die DISRAELIS all ihre Sorgen waehrend des Besuches beiseite und genossen das immens. Es war grossartig zu beobachten wie freundlich sie als Gruppe miteinander und untereinander wurden, zusammensitzend, sprechend, spassmachend, auf der Gitarre spielend und singend. All das im Hinblick auf die Liebe und Freundlichkeit der Gasteltern, welche uns staendig umgaben. Aber als die Zeit unserer Rueckreise nach Israel naeherrueckte, fuehlte ich, dass einige von ihnen mit Bangen darandachten, was sie zu Hause erwartete.
All die Befuerchtungen und Unsicherheiten die sie erwarteten zogen sie zurueck und es tat ihnen leid, dass dieser Traumbesuch bald zuende war und sie sich ihrem Alltag wieder stellen mussten.
Itai, einer der schwer verwundeten DISRAELIS, erzaehlte mir, dass er vom Flughafen in Israel aus direkt ins Krankenhaus faehrt, da er sich einer weiteren Operation am Arm unterziehen muss.Diese Gedanken begleiteten mich in unserer Gruppenmission im Ausland, da mir bewusst wurde, dass die Hoehen ihrer Utopie, die die einzelnen waehrend ihres Besuches erreichten, zerbroeseln, wenn sie wieder in ihr gewoehnliches, regulaeres Leben zu Hause zurueckkehren.
Mein einziger Wunsch fuer “meine Kinder” ist, dass die Erinnerung an diesen
“Einmal-im-Leben-Besuch” ihnen Staerke und Vision gibt, eine neue Seite im Leben aufzuschlagen und es ihnen moeglich macht, die Hindernisse, die vor ihnen liegen, zu bewaeltigen.
Moege der Allmaechtigste all die wunderbaren Menschen segnen, beide, Christen und Juden, welche faehig waren, planten, beherbergten und am Besuch teilnahmen um meinen DISRAELIS-Helden eine neue Chance zu geben. Kraft wiederzuerlangen und den Willen ihr Leben mit einem Laecheln auf dem Gesicht fortzusetzen.
Einmal mehr moechte ich all die vielen DISRAELIS-Freunden erinnern, dass obwohl dies ein einmaliger Besuch fuer diese DISRAELIS war, viele, viele mehr warten, die auch gerne kommen und Euch besuchen moechten.Einladungen fuer DISRAELIS koennen fuer eine ganze Gruppe ab 10 Personen und mehr organisiert werden oder fuer einzelne Paare (zwei fuer jede Familie) das ganze Jahr ueber.
Spenden werden auch gerne aufgenommen um fuer die Familien die persoenlich nicht einladen koennen Disraelis zu unterstuetzend.Fuer mehr Informationen besucht meine Homepage
und kontaktiert mich persoenlich.
In Freudschaft und Shalom, Eure
Ilan
Neues von den Disraelis
31 May 2007 at 23:35 | In Aktionen, Disraelis | No CommentsKeine Männer für einen Minyan
Sderot im Mai 2007
gemäß jüdischer Tradition müssen mindestens 10 Männer in der örtlichen Synagoge anwesend sein, damit der Gottesdienst stattfinden kann.
Yossef Adri, 82 Jahre alt, erzählte mir das, als ich Sderot zum Shawuotfest in der vergangenen Woche besuchte. 45 Jahre lebt ER nun in Sderot. Er konnte sich nicht an so einen traurigen Zustand erinnern, in den die Stadt verfallen ist und dass es je in seinem ganzen Leben nicht möglich war, das Shawuotfest, das Fest der Gesetzgebung und Überreichung der Thora an die Israelis in biblischen Zeiten, zu feiern. Er war gerade von seiner Synagoge zurückgekehrt, um noch einmal zu sehen, ob mehr Männer zusammengekommen sind, um zusammen zu beten. Er hat 10 Kinder mit vielen Enkelkindern und schon erwachsene Enkel. Sie alle haben die Stadt verlassen, um an sichereren Orten zu leben. Er allein und seine Frau sind übriggeblieben. Sie fühlen sich total verlassen von Familie und Regierung. Auf meine Frage, wie ER sich fühlt in so einer menschenleeren Stadt und ob ER sich fürchtet dort zu bleiben, antwortete ER in philosophischer Weise „Gott hat gegeben, Gott wird nehmen“.
Nach den täglichen, Angst einflößenden Nachrichten über die Situation in Sderot entschloss ich mich, die Stadt zu besuchen und an bedürftige Einwohner finanzielle Hilfe zu verteilen, die im vergangenen Jahr von Spenden in den Disraelis Hilfsfonds zusammengekommen war. In der letzten Monat allein sind über 300 Kassam Raketen auf die Stadt gefallen, 2 Menschen sind um lebens gekommen viele wewundeten and grosse Schaden verursachtet.
In Sderot war es ziemlich hektisch und etwas unheimlich für mich, als der Kassam Alarm begann! Es gibt dort keine öffentlichen Bunker und tatsächlich sind die meisten Häuser ungeschützt. Ich entschied mich, an einer Mauer in der Straße stehen zu bleiben und hoffte das Beste! Einige Sekunden später war eine dumpfe Explosion zu hören… eine Kassam Rakete war eingeschlagen! Polizei und Ambulanzen mit auf Hochtouren laufenden Sirenen eilten zum Ort Des Geschehens, um den Opfern zu helfen. Glücklicherweise war die Rakete in einem Feld außerhalb von Sderot eingeschlagen! Niemand war verletzt
Aber alles in allem war es eine erfreuliche Erfahrung für mich - das Verteilen von Geschenkgutscheinen an diese bedürftigen und geplagten Einwohner von Sderot, welche noch nicht die Stadt verlassen haben.
Gewöhnlich strömen in Israel an Feiertagen wie Shawuot die Familien mit den Kindern auf die Straßen und in die Parks, um das Fest der Thoragesetzgebung an die Israelis in biblischen Zeiten zu genießen und zu feiern.
Das war heute nicht der Fall ! Ich war beinahe geschockt durch die gähnende Leere in der Stadt. Alles war wie ausgestorben und wie in einer Geisterstadt ! Kein Auto war unterwegs. Nur einige wenige Einwohner hasteten von einem Haus zum anderen, um Zuflucht im Falle eines neuen Raketeneinschlags zu suchen !
“Wir sind Flüchtlinge in unserm eigenen Land Israel!“ sagte mir Zelig Blumkin, 74 Jahre alt, als ich ihm seinen Shawuot Geschenkgutschein gab. „Das ist das zweite Mal, dass Israelis innerhalb eines Jahres wegen Terror und Raketenangriffen aus ihren Häusern evakuiert wurden“. Und ER fügte hinzu: „Das wird nicht das letzte Mal sein und auch andere Städte in Israel werden unter Feuer kommen!“ Zelig kommt aus Weißrussland. Er ist Künstler und lebt seit 16 Jahren mit seiner Frau und seiner Tochter und 2 Enkelkindern in Sderot. Diese haben bereits die Stadt verlassen.
Als die Empfänger entdeckten, dass ihre Shawuot Geschenkgutscheine von Christen aus dem Ausland gespendet wurden, waren sie überwältigt! Alle baten mich in ihrem Namen ihren tiefsten Dank für diese besondere Hilfe zu übermitteln.
“Wo die Regierung Israels versagt, uns direkte Hilfe zu geben, haben freundliche und großzügige Christen uns mit ihren Spenden geholfen, über diese schwierige Zeit unseres Lebens hinwegzukommen !“ Das war die Botschaft, die mir Juliet Cohen, 66 Jahre alt, gab, als sie ihren Umschlag entgegennahm. Zusammen mit ihrer Enkeltochter Ruth, 20 Jahre alt, entschied sie sich in Sderot zu bleiben. Sie sind in großer Sorge, dass in ihr Haus eingebrochen wird, wenn es unbeaufsichtigt bleibt. Nach dem Tod ihres Mannes lebt sie dort allein.
Beim Schreiben dieses Newsletters werden noch einmal die unmittelbaren Nöte der angsterfüllten Einwohner von Sderot in mir lebendig ! Es ist nicht in meiner Stellung und in der Tat auch nicht meine Absicht, die politischen Auswirkungen von fehlender Hilfe, die die Einwohner von Sderot brauchen, zu diskutieren. Das wird in den israelischen Medien und öffentlichen Foren getan wie im Streiten zwischen den Autoritäten wer sollte was tun.
Ich glaube, inzwischen ist Einsatz und direkte Hilfe für die Bevölkerung in Sderot und für die anderen Dörfern und Kibbutzim rund um den Gazastreifen das Gebot der Stunde !
Deshalb wende ich mich noch einmal an Euch, liebe Disraelis Unterstützer und Freunde !
Helft diesen Israelis, die in ihrem eigenen Land zu Flüchtlingen geworden sind! Öffnet Eure Portemonnaies und Eure Herzen und ermöglicht es uns, das Leben dieser Menschen etwas zu erleichtern !
Bitte beachtet für alle Spenden das neue Disraelis-Spendenkonto in Deutschland !
Euer Ilan
Neues von den Disraelis
18 March 2007 at 18:42 | In Disraelis | 9 CommentsDER HERR WIRD DICH SEGNEN AUS ZION, DASS DU SIEHST DAS GLÜCK JERUSALEMS DEIN LEBEN LANG UND SIEHST KINDER DEINER KINDER.
FRIEDE SEI ÜBER ISRAEL - SHALOM AL ISRAEL
Psalm 128: 5,6
In Israel ist der Winter vorüber und unsere Blicke sind auf die Pessach-Feiertage und den beginnenden Frühling gerichtet.
Für die 610 Disraelis Soldaten, welche im Zweiten Libanonkrieg im vergangenen Sommer verwundet wurden und die zu der niemals endenden Liste leidender Männer und Frauen hinzugefügt wurden, ist Pessach nur eine kurze Unterbrechung ihrer ständigen Bemühungen, ihre Behinderungen zu überwinden, zu versuchen ihr Leben in den Griff zu bekommen sowie ihre Studien und ihre Arbeit fortzusetzen.
Alle beruflichen Dinge laufen parallel zu medizinischer Behandlung und Rehabilitation. Die meisten von ihnen sind 19 bis 22 Jahre alt, in der Tat eine besondere Gruppe junger Menschen. Die Einstellung zu ihren Verletzungen, ihr Wille, sie zu überwinden und ihre Bereitschaft, zu ihren Einheiten bei der israelischen Armee zurückzukehren und Kontakt zu halten mit den Kameraden von der Front, zeigen die hohe Motivation dieser jungen Leute. Und das alles mit dem alleinigen Ziel, ihre Heimat Israel zu verteidigen, denn die Bedrohungen sind groß !
Verschiedene der über den DHF (Disraelis Nothilfs Fond) bedachten Verwundeten sind auf den Listen Des Militärs aufgeführt und für Medaillen und Auszeichnungen für besondere Tapferkeit und Verdienste im letzten Krieg vorgesehen. Diese Medaillen werden bald verliehen.Wir alle sind sehr stolz auf diese neue Gruppe von Disraelis.
Doch unsere Herzen und Gefühle begleiten ganz besonders die Eltern und Familien, deren Kinder nicht aus dem Krieg zurückkehrten !
Nun wende ich mich wieder an Euch, liebe Unterstützer und Förderer des Disraelis-Projektes !
Bitte setzt Eure Hilfe und finanzielle Unterstützung für diese jungen Menschen kontinuierlich fort! So wie Ihr Euren kommenden Sommerurlaub plant so möchte ich Euch fragen und bitten, ob Ihr nicht in Euer Programm auch eine Einladung für zwei solche junge Disraelis in Euer Haus und Eure Familie aufnehmen könntet !
Viele von Euch, die in der Vergangenheit Disraelis zu Gast hatten, werden sich an die beeindruckenden gemeinsamen Tage gern erinnern! Die entstandenen Bande und familiären Beziehungen wurden sehr oft weiterentwickelt und viele christliche Gasteltern besuchen ihre ehemaligen Gäste während des Jahres hier in Israel.
Während der kommenden Pessach-Feiertage sind verschiedene Gastgeberfamilien zur Teilnahme an der traditionellen Sederabend-Zeremonie in Disraelisfamilien nach Israel eingeladen.
Inmitten dieser Aktivitäten laufen meine Vorbereitungen für Besuche verschiedener neuer Disraelis-Gruppen und individueller Besuche ins Ausland.
Die erste Gruppe von über 20 Disraelis wird Schönebeck nahe Magdeburg im Bundesland Sachsen-Anhalt Anfang Mai besuchen. Im Juli reist eine Gruppe von hinterbliebenen Eltern in das „Haus der Stille“ nahe Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.
Außerdem haben Familien aus der Schweiz, aus Österreich, Deutschland, Kanada und England Disraelis zu Besuchen eingeladen, damit sie sich von ihren täglichen Sorgen und Nöten etwas entspannen können.
Die Spenden für den DHFdie für die Überreichung von Geschenkgutscheinen verwendet werden, laufen kontinuierlich weiter.
Ich möchte Euch gern teilnehmen lassen an den nachfolgenden Geschichten von jungen Disraelis, die ich während und kurz nach Ende Des Krieges auf den Stationen der Krankenhäuser und in Rehabilitationszentren in Israel traf.
Or Bar-On, 20 Jahre alt, beide Beine mussten bei ihm nach seiner Verwundung im Krieg amputiert werden. Er verblüffte das medizinische Personal im Rambam-Hospital in Haifa, als er 5 Tage nach seiner Amputation seine Gitarre verlangte und für seine Familie und seine vielen Freunde spielte, die ihn am Krankenbett besuchten. Seitdem verlief seine Rehabilitation fast unglaublich schnell und jetzt, 8 Monate nach seiner Verwundung, ist er mit seinem Vater in Europa unterwegs zu einer wohlverdienten Reise. Or hat eine Rockgruppe genannt „Vendetta“ gefunden. Mit 5 anderen Musikern sind sie dabei ihr erstes CD-Album aufzunehmen. Die Gruppe übt für ein Lifekonzert in einer der größten Hallen von Haifa, das Ende März stattfinden. Zuschauer des israelischen Fernsehens haben Or’s Rehabilitationsfortschritte verfolgt und mit Ehrfurcht seine gute Einstellung zu seiner körperlichen Behinderung beobachtet. Alle wünschen ihm und seinen Kameraden das Beste Or wird an einer der kommenden Disraelis-Gruppenreisen nach Europa teilnehmen.
Avi Peer, 29 Jahre alt, wurde verwundet an seinem Arm und Bein im Libanon, als eine Hisbollah-Rakete in den ersten Kriegstagen in seinem Panzer explodierte. Da es längere Zeit dauerte, bis man ihn evakuieren und ins Krankenhaus bringen konnte, verschlechterte sich sein Zustand beträchtlich. Er wurde in kritischem Zustand eingeliefert. Nach vielen Operationen – die letzte fand in dieser Woche statt – sieht er optimistisch in die Zukunft. Seine Verletzungen konnten nicht seine Lebenspläne zerstören und er heiratete seine Freundin Sigalit. Er setzt seine Arbeit bei der Intel company trotz großer Schmerzen fort, die er besonders bei längerem Sitzen bekommt.
Eine Gruppe vom OJC (Offensive Junger Christen) hat gerade einen gegenseitigen Besuch in Israel beendet. Nachdem sie mehr als 40 Disraelis in den vergangenen Jahren in ihr Internationales Jugendzentrum nach Reichelsheim/Odenwald in Deutschland eingeladen hatten, konnten sie nun Disraelis in Israel treffen. Ein feierliches Wiedersehen dieser zwei Gruppen mit etwa 35 Teilnehmern war ein wichtiges Hohepunkt ihres Besuches. Auf ihrer Reise durch Israel wurden sie von Disraelis begleitet, welche ihre Gäste in Deutschland waren. Außerdem besuchten sie wichtige Touristenattraktionen, Jerusalem, Yad Vashem, Tel Aviv, den See Genezareth, Eilat und viel mehr. Sie waren Gäste der israelischen Armee in einer Artillerieeinheit auf den Golanhöhen und besuchten auch das einmalige Beth Halochem, das verwundeten Soldaten bei ihrer Rehabilitation beispielhafte Unterstützung gibt.
Das Disraelis-Projekt war teilweise für den Ablauf des Reiseprogramms verantwortlich. Der OJC-Besuch wurde ein großer Erfolg
Ein gesegnetes Schalom aus Israel an Alle wünscht euch
Ilan
Neues von den Disraelis
21 January 2007 at 18:40 | In Aktionen, Disraelis | No CommentsSiehe, nicht schläft noch schlummert der Hüter Israels (Psalm 121,4)
Die vergessenen Helden von Kiryat-Shmona
Diese Bibel Abschnitt kam mir sehr klar heraus, als ich mich vergangenen Monat nach Kiryat-Shmona aufmachte, um die Geschenkgutscheine Des DEF (DisraeliS-Notfall-Fond) zu verteilen.
Während Des 2. Libanonkrieges zwischen dem 12. Juli und dem 14. August 2006 trafen 748 Katyusha-Raketen direkt Kiryat-Shmona und 300 die nahe Umgebung. Ca. 600 Zivilisten und Soldaten wurden vor Ort wegen physischer Wunden und Kriegsneurosen behandelt.
So unglaubwürdig es klingen mag, nicht eine Person wurde von diesen Raketenangriffen getötet.
Das ist nicht Glück oder Schicksal sondern offensichtlicher Beweis, dass derAllmächtigste hier mit uns ist, um uns zu schützen und zu stärken in unserer grossen Not.
6 Monate sind vergangen seit der 2. Libanonkrieg ausgebrochen ist.
Dies war die Zeit wo ich entschied, die Bürger Israel’s nördlichster Stadt, Kiryat-Shmona, zu besuchen um herauszufinden, wie es ihnen geht und gleichzeitig einige DEF-Geschenkbons für das Hanukkah-Fest zu verteilen.
Ca. 60 Personen wurden durch diese Bons unterstützt, welche ausgehändigt wurden, um diese speziellen Festtage etwas strahlender für sie zu machen.
Es soll ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie nicht vergessen wurden und dass es DA noch einige Menschen gibt, die sich sorgen und an sie denken, obwohl keine Katyusha-Raketen mehr auf sie nieder regnen.
Während des Krieges lebten die Einwohner konstant in und ausserhalb der Luftschutzbunkern und Schutzräume.
Durch die Angst und Sorge, die jeder Katyusha-Explosion folgte, leiden viele von ihnen bis heute an schweren, traumatischen Depressionen.
Diese Raketen verursachten enorm hohe Kosten durch Beschädigungen an Häusern und Eigentum. Das meiste davon wurde, veranlasst durch die Behörden, repariert.
Jedoch stehen viele der Personen immer noch unter der Einwirkung der tiefen, traumatischen Erlebnisse, durch die sie gingen.
Es ist eindeutig für alle Zuschauer, dass die beschirmende Hand G´ttes von oben die Helden von Kiryat-Shmona beschützte – und weitere Israelis woanders. Keine andere Erklärung ist möglich oder logisch.
Diese Tatsache wurde mir überaus deutlich durch die Menschen, die ich in Kiryat-Shmona besuchte.
Alle Empfänger gaben ihrem Wunsch Ausdruck, ihren Dank an all jene zu übermitteln, die so großzügig zu ihnen waren.
Sehr berührt war ich über den persönlichen Brief von Rivka Affon (siehe unten). Sie dankte mir für meine Mühe nach Kiryat-Shmona zu kommen, um die Gutscheine zu verteilen.
Weiter schrieb sie, dass sie entschieden hätte, ihr Geschenk mit eine andere notleidende Bürgerin zu teilen.
Obwohl der Krieg beendet ist und die Wiedererstattung für Eigentumsbeschädigungen geleistet wurde, gibt es heute immens grosse Arbeitslosigkeit in Kiryat-Shmona.Dadurch entstehen Schwierigkeiten der Einwohner.
Die offiziellen Stellen haben offensichtlich andere, vorrangigere Aufgaben, als sich um diese vergessenen Helden von Kiryat-Shmona zu kümmern.
Euch Allen einmal mehr ein glückliches und gesundes neues Jahr. Ich bin sicher, dass Ihr fortfahren werdet, das DisraeliS-Projekt im Jahr 2007 weiter zu unterstützen, wie bereits in der Vergangenheit.
Mit Gottes segen, Shalom
Ilan
Disraelis News
23 December 2006 at 21:09 | In Aktionen, Disraelis | No CommentsLiebe Disraelis Freunde !
Mit dem nahenden Jahresende und dem zu Ende gehenden Chanukahfest beginnt die Christenheit in den nächsten Tagen die Geburt Jesu in Bethlehem zu feiern!
Wir beten alle, dass der Allmächtige uns Frieden und Gesundheit im neuen Jahr schenken möge !
In Israel geschah so viel während des letzten Jahres, dass wir mit stockendem Atem fragen, was kann denn noch passieren und wie werden sich die Dinge im neuen Jahr entwickeln !
Das dramatischste Ereignis war der Zweite Libanonkrieg im Juli, welcher beiderseits Tote und Verwundete zurückließ und aktuell sehr wenig löste.
Krieg entscheidet niemals wer hat Recht, es zeigt nur wer übrig bleibt!
Es ist so schwierig für uns Menschen, Gottes Plan mit seinem auserwähltem Volk zu verstehen. Wir fühlen seine Gegenwart ständig und haben volles Vertrauen, dass sich letztendlich alles zu Israels Bestem erweisen wird, wie es in der Bibel im Worte der Propheten geschrieben steht!
Das Disraelis Projekt setzt seine Bemühungen fort denen zu helfen, die aus dem Krieg verwundet und traumatisiert zurückkehren durften, die geliebte Menschen verloren haben und anderen, deren Häuser zerstört wurden.
All diese heldenhaften Israelis sind Anwärter Des Disraelis Projektes. Nur ein Teil der Infragekommenden konnte einen Geschenkgutschein erhalten, den wir gegenwärtig verteilen. Viele warten noch auf Hilfe und Zuwendung !
Wie ich Euch immer daran erinnere, liebe Freunde, ist das Verteilen von Geschenkgutscheinen nur möglich, weil Ihr so großzügig den Disraelis Hilfsfonds (DHF) mit Euren Spenden unterstützt habt und auch weiterhin unterstützt !
Die verwundeten Disraelis auf den Stationen der Krankenhäuser und andere Empfänger sind immer wieder erstaunt, wenn sie hören, dass diese Geschenke von Christen kommen, die ihnen das Beste wünschen. Sie sind so dankbar für Eure Hilfe und weil sie nicht wissen wie sie Euch persönlich danken können, beauftragen sie mich immer wieder, Euch ihre Dankbarkeit zu übermitteln, was ich hiermit tue.
In dieser Woche feierten wir Chanukah, das Fest der Lichter. Eines der Highlights war die festliche Party für die verwundeten Israelis, welche im Yitzhak-Rabin-Rehabilitation-Zentrums Des Tel Hashomer Krankenhauses nahe Tel Aviv stattfand. Einige Hundert behinderter Veteranen, die durch Terror oder in den zahlreichen Kriegen in Israel verwundet wurden, nahmen an diesem festlichen Ereignis teil. Die Partyatmosphäre war wunderbar und neben dem reichen Kulturprogramm nahmen die Verwundeten teil am Singen und Tanzen zu populären Melodien und Liedern.
Einige der Teilnehmer waren Empfänger Des DHF Gutscheins und andere wurden ins Ausland eingeladen zu Gastfamilien in Deutschland und der Schweiz.
Wir beide, Esti meine Frau und ich, wurden enthusiastisch empfangen bei unseren „Kindern“. Ihre Botschaft, wie sie mit ihrem Leben umgehen und optimistisch in die Zukunft blicken trotz ihrer Verwundung und anderer Probleme, inspiriert mich persönlich zutiefst und gibt mir die Kraft, mein Projekt zu ihren Gunsten fortzusetzen.
Einige Bilder dieser Chanukah-Party sind diesem Newsletter beigefügt.
Könnt Ihr sehen, mit welcher Freude sie dieses Zusammensein genießen?
Die wichtigste Aufgabe Des Disraelis Projektes ist das Einladen von behinderten Israelis in private Häuser und Gemeinden ins Ausland. Im laufenden Jahr 2006 konnten insgesamt 78 verdienstvolle Israelis zu Gastgebern in Deutschland und der Schweiz geschickt werden.
Mögen viel mehr von ihnen noch Eure Großzügigkeit erfahren dürfen !
Einige Gruppenbesuche sind für das Jahr 2007 geplant und in der Vorbereitungsphase. Ich bin immer sehr froh und von Herzen dankbar, wenn Ihr Eure Herzen und Heime öffnet und Disraelis einen Besuch bei Euch ermöglicht. Sie bringen einen Strahl israelischen Sonnenscheins zu Euch !Liebe Disraelis Freunde, ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen und Euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr wünschen !
Mögen wir alle Frieden und Gesundheit in unserm Leben genießen dürfen, was wir so dringend brauchen und darum bitten, dass unser Vater im Himmel uns auf Allen Wegen nahe ist !
Beachtet bitte die neue Adresse der Disraelis Webpage !
diese seite wird zurzeit umgebaut und aktualisiert. Zusätzlich wird eine hebräische Seite beigefügt.
Dir und all unseren Freunden in der ganzen Welt ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2007 möchte Ich wünschen !
Ilan
Neues von den Disraelis
2 December 2006 at 20:02 | In Aktionen, Disraelis | No CommentsLiebe Disraelis Freunde,
in diesem Rundbrief möchte ich euch Anteil geben an der herzzerbrechenden Not einer Mutter, deren Sohn als Offizier im Libanonkrieg schwer verwundet wurde. Auch ER war Empfänger eines Disraelis Gutscheines kurz nach seiner Einlieferung ins Rambam Spital Haifa. Dieser Bericht spricht für sich selbst und bedarf keiner weiteren Worte.
Der nächste Schritt Des Disraelis Projekts wird sein, dass wir weiterfahren, Geschenksgutscheine an die “vergessenen” Bürger von Kirjat Shmonah im Norden Israels zu verteilen. Sie haben unter dem Beschuss von hunderten von Raketen gelitten, die während Des letzten Krieges auf ihre Stadt abgefeuert wurden. Viele dieser Familien haben nicht nur materiell viel verloren, sondern leiden heute noch unter dem Trauma, das durch das zwei Monate Lange Leben im Bunker verursacht wurde.
Ich hoffe, dass ihr weiterhin den Disraelis Notfall Fonds unterstützen werdet, DA noch weitere Initiativen geplant sind. Eine davon ist eine spezielle Hilfeleistung an die notleidende Bevölkerung von Sderot, jener Stadt, die unter täglichem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen leidet.
Nebst dem möchte ich euch auf das laufende Projekt “Weihnukkah” hinweisen, über das ich im letzten Rundbief berichtet habe. Mehrere Familien aus der Schweiz und Deutschland freuen sich schon darauf, während diesen Festtagen Disraelis Gäste in ihr Herz und Haus einzuladen.
Mit herzlichen Segenswünschen und Shalom
Ilan
Neues von den Disraelis
1 October 2006 at 14:42 | In Aktionen, Disraelis | No CommentsLiebe Disraelis Freunde !
Wieder stehen wir vor dem jüdischen Neujahr mit Yom Kippur und den heiligen Festtagen und schauen mit schweren Herzens auf das Jahr 5766 zurück und wundern uns, ob es uns wirklich Gutes gebracht hat.
Ich erinnere mich an die letzten Neujahrswünsche, als Disraelis Freunde aus aller Welt und ich uns gegenseitig ein besseres Jahr wünschten.
Aber leider kam es ganz Anders. Was mit dem schrecklichen Libanon Krieg, was mit dem andauernden Kassam Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen und was mit den täglichen Terrorwarnungen in unseren Städten und Dörfern? Unsere Leben sind dauernd in Gefahr und der Friede, nachdem wir uns so sehnen, scheint immer weiter wegzurücken.
So viele Verwundete und Tote haben im vergangenen Jahr den äussersten Preis bezahlt. . . wofür, fragt man sich !
Die Stimmung in Israel ist geprägt von Enttäuschungen wegen den unerfüllten Versprechungen der Regierung, Unzufriedenheit über die Kriegsführung der Armee und der ständigen Bedrohung, die von Allen Seiten auf uns zukommen.
Nähern wir uns der Zeit die durch die Propheten in der Bibel vorausgesagt wurde ? Kommt der Messias wirklich bald ?
Obwohl wir im Land der Propheten leben, fehlt uns leider die Gabe der Prophetie und so wissen wir nicht, was uns die Zukunft bringen wird.
Deshalb möchte ich euch, liebe Disraelis Freunde aus aller Welt, um eure Meinung in dieser Angelegenheit bitten, damit ich eure Gedanken euren vielen israelischen Freunden weitergeben kann.
Trotz allem sind wir zuversichtlich und vertrauen darauf, dass uns Gottes führende Hand den Weg weisen wird, um dieses Land in Frieden zu bewohnen – das Land Israel – was ER unseren Vorfahren verheissen hat.
Legen wir diese Gedanken für einen Moment beseite.Das Disraelis Projekt zusammen mit eurer fortlaufenden Unterstützung bemüht sich weiterhin die Not der so vielen Bedürftigen zu lindern.
Letzte Woche kurz vor Rosh Hashana, dem jüdischen Neujahrsfest, gingen einige Christen als Disraelis Volontäre in den Norden Israels um dort denen zu helfen, die immer noch unter den Folgen Des Krieges leiden. Was sie erlebt haben, könnt ihr unten in diesem Rundbrief lesen.
Das jüdische Neujahr ist wieder eine wunderbare Gelegenheit um euch Allen für die hilfreichen Reaktionen und die Grosszügigkeit zu danken, die mir die Kraft zum Weiterfahren geben, all jenen zu helfen, deren Lage viel schlimmer ist als unsere eigene.
Mit einem herzlichen „Schana Tova“ an euch alle
Möge euch Gott der Herr reichlich segnen in diesem neuen Jahr. Amen.
Schalom, Ilan
Einsatz im Norden von Christlichen Volontären
Von Kathi Studler, Schweiz
Ich hatte mir schon länger gewünscht, in den Norden zu fahren und dort Menschen, die durch den Krieg Schaden erlitten hatten, zu unterstützen.
In der Woche vor Rosch Ha Schana ging dieser Wunsch in Erfüllung. Im Auftrag von Disraelis fuhr ich mit drei andern, top motivierten Volontären in den Norden. Karen, die von der Stadtverwaltung Akko zuständig ist, die vom Krieg betroffenen Bewohner zu betreuen, hat unseren Einsatz koordiniert. Sie brachte mich und Sophia, eine von unseren Volontärinen aus Deutschland, zu Masal, einer ca. 60jährigen schwer kranken Frau. Als wir bei ihrer Wohnung ankamen, war sie noch beim Arzt, doch Karen gab uns den Auftrag die Wäsche aufzuhängen und die Böden zu putzen.
Als Masal zurück kam, war sie ganz erschöpft von ihrem Arztbesuch und zitterte am ganzen Körper. Sie nahm ihre Medikamente und musste sich sofort hinlegen. Ich setzte mich zu ihr ans Bett und hielt ihre Hand bis sie eingeschlafen war. Ich machte mir echt Sorgen um sie.
Ich war sehr froh, dass es Masal nach dem Schlafen besser ging. Sie erzählte, dass sie während des Krieges im Spital in Haifa war. Sie wollte aber so bald wie möglich nach Hause, weil sie den Anblick der vielen schwer verwundeten Soldaten, die dort täglich eingeliefert wurden, schlecht ertragen konnte. So war sie in ihrer Wohnung auch während den Raketenangriffen, weil sie zu schwach war in den Luftschutzkeller hinunter zu gehen. Nicht weit von ihrem Haus entfernt schlug eine Rakete ein und liess das ganze Haus erzittern. Es sei furchtbar gewesen doch Gott sei Dank passierte ihr nichts.
Als ich Masal fragte, ob wir ihr für das Neujahrsfest einkaufen gehen sollen meinte sie, sie hätte kein Geld. Wie gut dass ich ihr den Geschenkgutschein von Disraelis überreichen durfte. Ihr hättet ihre strahlenden Augen sehen sollen, als sie den Umschlag öffnete und die Gutscheine fand. Sie freute sich von Herzen und konnte nicht genug danken.
hatte eigentlich, typisch schweizerisch erwartet, dass wir bei unserem Einsatz praktisch und körperlich hart arbeiten werden. Doch es kam anders. Unsere Anwesenheit und Bereitschaft, einen Tag mit ihr zu verbringen, ihr zuzuhören und an ihrem Erleben Anteil zu nehmen war viel mehr Wert als ein ganzer Frühlingsputz.
Am späteren Nachmittag brachte Karen uns Volontäre zu einem Treffen mit über zwanzig Menschen, die durch den Krieg in irgend einer Form Schaden erlitten haben. Ich war erschüttert als ich in all die traurigen, von Leid gezeichneten Gesichter blickte und empfand es als ein besonderes Vorrecht, diesen vom Krieg Betroffenen die Disraelis Gutscheine überreichen zu dürfen. Die Geschenke wurden dankbar in Empfang genommen doch ich empfand auch, dass dies nur ein kleiner Lichtblick in dieser schweren Zeit, span menschlichen Not ist.
Der Gedanke beschäftigt mich sehr, wie man einer jungen Frau helfen kann, die durch den Raketenbeschuss Mann und Kind verloren hat?
Wir Volontäre sind überzeugt, dass sich dieser Einsatz gelohnt hat und weiter geführt werden soll. Es war beglückend, wenn auch nur auf ganz einfache Art doch von ganzem Herzen zu helfen, zu ermutigen und zu unterstützen.
(…)
Neues von den Disraelis
17 September 2006 at 14:20 | In Aktionen, Disraelis | No CommentsLiebe Disraelis (versehrte Israelis) Freunde,
Die Zeit vergeht und Israel ist eifrig darum bemüht, in den turbulenten Strömen von Politik und internationalem Druck, seinen Weg zu finden.Der Auslöser des Krieges, die Entführung von zwei jungen Soldaten innerhalb der Nordgrenze Israels durch die Hisbollah ist wegen politischen Angelegenheiten mehr und mehr in den Hintergrund geraten .
Stellt euch den Schmerz und die Frustration der Familienangehörigen vor, die bis heute kein Wort von ihren Geliebten erhalten haben und nicht wissen, ob sie noch am Leben sind geschweige denn, wann und ob überhaupt sie zurück kommen werden.
Das Disraelis Projekt engagiert sich in diesem ganzen Tohuwabohu um eine Weg zu finden, den Druck und die Not der vielen verwundeten Soldaten und Zivilisten wenigstens ein wenig zu lindern, die immer noch im Spital oder in Rehabilitationszentern sind oder jener Menschen, die ihr Eigentum und Haus verloren haben. Etliche von ihnen sind in extremer Notlage und brauchen finanzielle und auch ganz praktische Hilfe, sei es beim Aufräumen oder Instandstellen ihrer Wohnungen, beim Einkaufen und zum Beispiel beim Aufhängen von heruntergefallenen Bildern oder sie brauchen ganz einfach eine weiche Schulter und jemand mit dem sie reden können.
Verschiedene christliche Volontäre aus Israel und dem Ausland haben sich bei mir gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Sie sind bereit, für einige Wochen nach Israel zu kommen und mit diesen armen Seelen zu leben und ihnen zu helfen. Mehr darüber in meinem nächsten Rundbrief.
Das Disraelis Projekt koordiniert diese neue Initiative indem es für die Volontäre Unterkunft organisiert, damit sie ihren Dienst gut versehen können.
Liebe Freunde, dies ist die Gelegnheit, euch daran zu erinnern, dass ende naechste Woche die Rosh Hashana (Juedische Neujahr) Feirtage beginnenen und die Bedürfnisse der Disraelis akut sind und alle Hilfe und Spenden, mit Freuden angenommen werden.
Es besteht die Möglichkeit den deutschen Spender nach Wunsch einen Spendenbeleg für Steuerzwecke zukommen zu lassen. Bitte informiert mich gegebenenfalls.
Unsere letzte Aktion war, versehrte Disraelis zusammen mit ihren Begleitern, die sie aus dem Rehabilitationszentrum brachten, zu einem feinen Essen in das Restaurant Pundak Ayalon in Tel Aviv einzuladen. Im Bild seht ihr einige der geladenen Gäste.
Mit Gottes Segen und Schalom
Ilan
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