Ruth Eytan zur Lage in Sderot

25 July 2007 at 19:15 | In Freunde | 2 Comments

danke fuer den link, eran :-)

und danke an ruthie fuer ihren vortrag.

Nachricht von Zwi

20 July 2007 at 16:52 | In Freunde | No Comments

Lieber XXXX ,

vielen Dank fuer Deine Nachricht. Jetzt bin ich daran, Dir Shabbat Shalom zu wuenschen. Hoffentlich klappt Alles mit Deiner Novemberreise.

Wir lesen ueber die grosse Hitzewelle in Europa und ich hoffe, dass Du nicht darunter zu leiden hast. Bei uns ist ja die Hitze meistens nicht geringer, aber wir hier sind dafuer ausgeruestet: Klimaanlagen fast ueberall und auch in allen Fahrzeugen, sonnenschuetzende Arkaden, passende Arbeitsstunden u.s.w.

Vor 2 Wochen kehrten wir von einem einwoechigen Besuch in Wien zurueck. Dieser Besuch kam ziemlich ploetzlich. Wir haben in Wien einen guten Freund, der 89 Jahre alt ist aber bis vor Kurzem noch sehr agil war. Er ueberlebte Auschwitz und Mauthausen, organizierte sein Leben in Wien sehr erfolgreich und war mit Marina Sacher verheiratet, einer Enkelin der beruehmten Frau Sacher, Erfinderin der Sachertorte, Besitzerin der beruehmten Hotels in Wien und Baden bei Wien und Freundin Kaiser Franz Joseph. Wir hatten beide sehr gern, denn trotz ihrer Beruehmtheit und Rreichtum war Marina eine wirkliche “Lady” und gar nicht snobbisch. Beide waren oefters in Israel. Sie starb vor 2 Jahren und das war ein schwerer Schlag fuer meinen Freund Heinz. und nun, vor einigen Wochen, erlitt er einen Gehirnschlag und  liegt, weitgehend  gelaehmt und unfaehig zu sprechen im Krankenhaus. Ich wollte ihn noch sehen! Das erste Mal als wir an seinem Bett standen, erkannte er uns nicht, aber bei den beiden folgenden Malen erkannte er uns und gab seiner Freude Ausdruck. Das allein machte schon unsere Reise lohnend. Eigentlich wollte ich nur 3 Tage bleiben, aber ich bekam keinen frueheren Rueckflug.

In Wien hatte ich noch ein bemerkenswertes Treffen. Vor einigen Wochen bekam ich eine E-mail von einem Herrn, der sich als Bewohner des Hauses vorstellte, in dem ich bis zu meinem 15. Jahr aufwuchs und aus dem meine Eltern und ich im Dezember 1938 vertrieben wurden. Eine Initiative der jetztigen Hausbewohner (so um 50 Familien) hat beschlossen eine Gedenktafel fuer die 16 juedischen Familien, die in der Nazizeit aus diesem Haus vertrieben und teilweise ermordet wurden, anzubringen. Zu diesem Zweck erforscht er, ein Historiker im Ruhestand, und seine Frau (Bibliothekarin) was mit den Vertriebenen geschah und so fand er mich, wahrscheinlich der einzige noch ueberlebende Hausbewohner von damals (allerdings glaubte er ich waere ein Enkel und nicht der Sohn). Er erzehlte mir viel vom Schicksal unserer ehemaligen Nachbarn. Die Einweihung der Tafel soll im November (im Zusammenhang mit dem Kristallnachtgedenken) stattfinden und die Hausbewohner bestehen darauf, mich auf ihre Kosten einzuladen. Die Einladung nehme ich gerne an, aber nicht auf deren Kosten. Bei der Gelegenheit  meines Besuchs trafen wir den Herrn und seine Frau. Sie sind juenger als ich dachte. Sie kauften die Wohnung vor 16 Jahren. Er ist aus Vorarlberg, sie aus Suedtirol. Beide sind sehr engagiert .

Vor einigen Tagen trafen wir hier Frau Mag. Barbara Brammer, die Praesidenten des oesterreichischen Nationalrats, die auch die Kuratoriumsvorsitzende des Entschaedigungsfonds fuer Opfer der Nazis ist. Sie bedaure, dass Oesterreich erst fast 30 Jahre nach (West)Deutschland sich relativ ernstlich mit der sogenannten “Wiedergutmachung” befasste und, verbunden mit der bekannten oesterreichischen Buerokratie, nur mehr wenige Opfer teilweise kompensiert werden koennen (wenn sie es noch erleben). Von den oesterreichischen Juden wurden, nach heutiger Waehrung  Milliarden von Dollar geraubt und heute stehen fue Entschaedigungen nur ungefaehr 230 Millionen zur Verfuegung. Und leider gibt es noch alte,kranke Menschen, die die Lager ueberlebt haben und jetzt nur mit Muehe ihr Leben fristen! Bei dieser Gelegenheit uebergab der Ausschuss der Vereinigung der Juden aus Oesterreich  (dem auch ich angehoere)  Frau Mag. Brammer  ein Memorandum an den Nationalrat in dem es u.a. heisst: “…Muss es gerade Oeserreich sein, das  den Iran nicht nur wirtschaftlich sondern auch moralisch unterstuetz.? Nur die Gruenen sind dagegen und sprechen von Verletzung der Menschenrechte, Minderheiten und Frauen. Achimedinejads Drohungen Israel auszuloeschen erwaehnen sie aber nicht. Vielleicht zaehlt diese Drohung nicht als Verletzung der Menschenrechte, oder vielleicht nimmt man in Oesterreich diese Drohung nicht ernst?…. Wir Holocaustueberlebende aus Oesterreich wissen leider aus eigener Erfahrung, dass Vernichtungsdrohungen ernsthaft sind……Daher appellieren wir an den Nationalrat sich den internationalen Sanktionen anzuschliessen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.”

Aber sprechen wir ueber Schoeneres. Uns geht es gut. Unsere zweite Enkelin, die vor einigen Monaten ihren Dienst in der Marine beendet hat (sie ist 21) ist seit 1. Juni in den den U.S.A. als Sportlehrerin (Kanu, Segeln, Tauchen) in einem Jugendlager. Anschliessend will sie in Suedamerika wandern (wie voriges Jahr ihr Bruder und vor 30 Jahren ihr Vater).

Viele, viele Gruesse, auch Deiner Mutter, Shabbat Shalom

 

 

 

Zwi

Ein buntes Leben

25 April 2007 at 12:29 | In Fremde Federn, Freunde | No Comments

danke fuer den text ueber zwi nigal, liebe kathrin :-)

on this way: alles in ordnung bei dir ?

Brief eines Freundes

25 April 2007 at 12:06 | In Freunde | No Comments

Lieber XXXX,

danke fuer Deine Nachricht. Gott sei dank geht es uns gut.

Heute ist der Gedenktag an die Gefallenen. Die Gedenkfeier bei dem Denkmal fuer die Gefallenen unserer Stadt, gestern Abend, war schlicht aber sehr eindrucksvoll, unter Anderem wegen der Anwesenheit praktisch der gesamten  Jugend und auch vieler Aelteren, die hier aufgewachsen sind und zu diesem Anlass jedes Jahr herkommen. Schliesslich haben ja fast alle um gefallene Jugendfreunde und Klassenkameraden zu trauern. In zwei Stunden beginnt unser Selbststaendigkeitstag. Wir feiern ihn mit einem Barbecue Picknick im Kreise unserer Freunde.

Das Wetter ist gut und auch vom Gesichtspunkt Niederschlaege war dieses Jahr gar nicht so arg wie wir befuerchtet haben. Zum Beweis das beiliegende Foto von unserem Mangobaum in voller Bluete. Hoffentlich haben wir auch Fruechte. 

Vergangene Woche machten wir einen sehr schoenen und interessanten Ausflug ins Siedlungsgebiet “Gush Etzion”. Dieses liegt suedlich von Bethlechem und noerdlich von Hebron. Bei Ausbruch des Selbststaendigkeitskrieges im Dezember 1947 waren dort 4 kleine Siedlungen. Diese konnten der Belagerung bis Mitte Mai trotzen, als eine der Siedlungen von den Arabern ueberrannt wurde und ueber 200 Einwohner, auch Frauen (die Kinder waren evakuiert worden) niedergemetzelt wurden, auch diese, die sich ergeben hatten.

Die anderen 3 Siedlungen mussten sich der regulaeren Arabischen Legion (Britische Offiziere )ergeben und blieben bis zum Waffenstillstand 1949 in Gefangenschaft. Nach 1967 wurden die zerstoerten Siedlungen, hauptsaechlich von den Kindern der Gefallenen, wieder aufgebaut. Heute sind dort 2 staedtische und 15 doerfliche Siedlungen mit ueber 50,000 (fast nur religioesen) Einwohnern.

Es sind bluehende Siedlungen in der typischen Landschaft der Judeaberge, ueber 900 m hoch gelegen. Ich war einige Jahre nicht  dort und der Fortschritt ist kaum glaublich.

Wenn es zu Friedensverhandlungen kommt, wird das eine harte Nuss sein: Historisch ist das das Kernland des alten juedischen Reiches.

Juristisch wurden alle Boeden legal noch in den zwanziger und dreissiger Jahren gekauft, nostalgisch gesehen sind ja die Siedlungen auf ehemaligen zerstoerten und durch die Kinder der Gefallenen aufgebaut, wirtschaftlich war dort vor der Erschliessung durch die Siedler absolute Oede, strategisch sichert es Jerusalem vom Sueden.

Gewaltsame Raeumung wie die von kaum 8,000 Siedler im ferngelegenen Gazastreifen kommt bei dieser Einwohnerzahl und in der Nachbarchaft Jerusalems kaum in Betracht.  

Viele Gruesse Dir und Deiner lieben Mutter,

Viele Gruesse auch von Shifra,

Schalom,

Zwi

Mail einer Freundin aus Israel

3 August 2006 at 18:39 | In Freunde | No Comments

hi XXX!

danke fuer deine worte. es hilft wirklich nur noch beten und es ist nicht zu religioes. es hilft.

so stark bin ich wirklich nicht, aber ich kann meine familie und freunde hier nicht verlassen. es hat mich durch diese geschehnisse jetzt endlich zu einem teil von am israel gemacht, auch wenn ich dies nicht schriftlich vom rabbinat habe. meine religioese freundin hat mir das gesagt, dass ich jetzt eine von ihnen bin und dass ich dazu kein beit din brauche.

unsere alle maenner sind bei der army. ich bin jetzt bei meinen schwaegerinnen.

einen blogg hab ich schon angefangen. genau am ersten tag von diesem theater. danach hatte ich kein internet mehr und hab jeden tag tagebuch gefuehrt. das werde ich spaeter vielleicht mal aufschreiben. vielleicht auch nicht. mal sehen.

fernsehschauen faellt mir immer schwerer, aber wir muessen informiert bleiben.

lieber dirk, betet alle fuer uns, dass das bald ein ende hat. ich habe grosse angst vor morgen. tisha be av. dies ist immer der schlimmste tag fuer am israel.

ich hab nur internet, wenn ich bei meiner schwaegerin bin. melde mich wieder.

am israel chai!

XXX

Nachrichten aus Israel

19 July 2006 at 15:49 | In BlogNews, Freunde | No Comments

liebe leser,

ich denke eine der ergiebigsten informationsquellen zur lage in israel sind die “letters from rungholt

die “letters” sind aufzeichnungen und beobachtungen einer deutschen die in israel lebt, direkt, ohne filter.

ich lerne und erfahre dort mehr als durch die nachrichtenagenturen mit ihren nicht immer ungefilterten informationen.

gerade in dieser zeit sind die “letters from rungholt” fuer mich eine unverzichtbare informationsquelle.

euer grenzgaenger

Freunde

18 July 2006 at 17:33 | In Freunde | No Comments

in der kategorie “freunde” werde ich im laufe der zeit viele meiner freunde vorstellen - und es sind eine menge freunde, freudig verteilt ueber unseren schoenen, blauen globus !

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