Gemeinschaft – Dankbarkeit – Einsamkeit

6. April 2012

Ich glaube, viele Menschen sind sehr einsam. Das finde ich ziemlich schlimm. Ist es nicht tragisch, den ganzen Tag immer nur in der Wohnung zu verbringen. Keine Menschen? Niemand, der mal nach einem fragt? Niemand, den man zu einem Kaffee treffen könnte? Sicherlich. Ich mag auch Phasen der Einsamkeit. Wenn ich mal wieder ein gutes Buch lesen will. Oder Musik hören? Aber diese Phasen der Einsamkeit, der Konzentration, des Gebetes, sollen sich ablösen mit Phasen der Geselligkeit. Sonst wird aus Einsamkeit Verbitterung. Das ist ziemlich schlimm. Ich habe das Glück, Menschen zu haben, die mich lieben und auf die ich mich verlassen kann. Das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Alleine sein kann man auch in der Gemeinschaft, in der Masse. Es kommt nicht auf die Menge der Freunde an. Selbst ein oder zwei Freunde reichen. Es kommt nicht darauf an, sich täglich zu sehen. Das Wissen um die Existenz der Nicht-Einsamkeit reich aus. Reicht mir völlig aus. Heute freute ich mich über eine gut gefüllte Kirche und ein liebevolles Kirchencafé. Da gab es gute Gespräche. Da ist man nicht alleine. Es muss keine Kirchengemeinde sein, die einem Halt gibt. Genau so gut ist ein Wanderverein oder ein Fussballclub. Es ist wichtig, das eine Gemeinschaft vorhanden ist. Damit der Mensch nicht alleine ist. Damit der Mensch nicht in Verbitterung versinkt.


Christen und Juden – Gegensatz oder Ergänzung ?

3. März 2012

Ich werde oft gefragt, wie ich „Die Sache zwischen Christen und Juden“ sehe. Ehrlich gesagt finde ich schon die Frage falsch formuliert. Warum ein „zwischen“? Das hört sich für mich wie ein Gegensatz an. Genau das ist aber der Punkt. Ich glaube nicht das Christentum und Judentum ein Gegensatz sind. Ich glaube nicht, dass die Beschäftigung mit dem Alten und dem Neuen Testament ein Gegensatz ist. Ich denke, das Alte und das Neue Testament, stehen gleichberechtigt nebeneinander. Ich denke, dass es möglich ist, in einer christlichen und in einer jüdischen Gemeinde aktiv zu sein. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Urchristentum. Jesus war Jude. Seine Jünger waren Juden. Ist es nicht so das der Gegensatz zwischen den Religionen von Menschen kommt? Ist es nicht so das wir alle an den einen Gott, Abba, Vater, glauben? Ich jedenfalls weigere mich die Gegensätze von Menschenhand, das Diktum der Unvereinbarkeit von Christentum und Judentum, zu akzeptieren. Der Gegensatz zwischen Christen und Juden ist von Menschen erdacht worden. Dieses Denken hat viel Blut gekostet. Ist es nicht an uns einen neuen Anfang zu wagen?


Bin ich denn meines Bruders Richter ?

3. Januar 2012

Wir kennen die Geschichte. Kain und Abel. „Bin ich denn meines Bruders Hüter?“ Diese Frage kommt mir, in etwas anderer Fragestellung, oft in den Sinn. Wenn ich mich, wieder mal, aufgeregt habe, stellt sich mir die Frage „Bin ich denn meines Bruders Richter?“ Warum stört mich das Benehmen, manchmal das Äussere, oft die Lautstärke meines Gegenübers? Warum urteile ich so schnell? Warum sind die Urteile so oft an Nebensächlichkeiten ausgelegt? Wie oft nehme ich mir nicht die Zeit, den anderen erst einmal kennenzulernen? Mit seinen Macken und Kanten zu erforschen? An dieser Unfähigkeit sind (nicht nur) Beziehungen zerbrochen. Was mich viel mehr ärgert, ist das mein Richter im Kopf immer wieder, völlig unbewusst, anfängt zu urteilen. Zu verurteilen. Menschen in Schubladen zu stecken. Es fällt mir so schwer, gegen den Richter in meinem Kopf anzukommen.

Bin ich denn meines Bruders Richter?


Ein guter Abend

21. November 2011

Eine Evangelische Kirchengemeinde mitten in Deutschland. Ein Vortrag und eine Diskussion. Thema „Warum trenn(t)en sich Juden und Christen?“ Urchristentum als Schnur des Abends. Natürlich kam die Diskussion auf Israel. Das gegenwärtige Israel. Die Politik Israels. Die Lage der Christen im Nahen Osten. Was mich tief berührt hat: Hier war eine Diskussion, ganz ohne Emotionen, ganz ohne Schuldzuweisungen, ohne „platte Sprüche“ möglich. Und das, obwohl ich die Position Israels ziemlich deutlich vertreten habe. Nie habe ich den Anspruch vertreten, neutral zu sein. Kann man in diesem Konflikt neutral sein? Kann man, als Deutscher, neutral sein, wenn es um Juden und den jüdischen Staat geht? „Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein“ um Ralph Giordano zu zitieren. Aber wie gehen wir mit dieser Schuld um? Welche Verdrängungsmechanismen hindern uns daran, diese Schuld wahrzunehmen und aus dieser Schuld zu lernen? Eine Projektion der „deutschen Schuld“ auf Israel ist jedenfalls kein guter Weg. Es ist auch kein Weg, der uns dazu bringt, aus den Fehlern der eigenen Geschichte und auch aus den eigenen Unzulänglichkeiten, zu lernen. Schaue ich nicht auch, viel zu oft, weg? Mische ich mich ein, wenn schwächere Menschen unter die Räder zu kommen drohen? Jeder soll die Frage für sich selbst beantworten. Alle diese Fragen, den ganzen Kontext einer Geschichte, konnten wir an jenem Abend diskutieren. In Achtung voreinander. Ohne Schuldzuweisungen. Ohne Konfrontation. Das nenne ich eine gute Diskussion. Wie schön wäre es, wenn dieser Ton auch in den Tiefen des virtuellen Netzes herrschen würde. Ich habe, bei der Frage warum sich Christen und Juden getrennt haben, bewusst eine Schilderung der Gegenwart vorgenommen. Über den historischen Kontext gibt es, aus meiner Sicht, Literatur genug. Gerade die Werke von Klaus BergerDie Urchristen“ und die Jesus Biografie kann ich nur ausdrücklich empfehlen. Ich denke es ist durchaus wichtig sich, aus heutiger Sicht, die Frage zu stellen, warum Christen und Juden sich getrennt haben. Der Trennung ist eine gewisse Fremdheit gewichen. Diese Fremdheit lässt sich gerade angesichts der Realität in Israel (und Deutschland) sehr gut diskutieren. Deswegen habe ich Israel ins Spiel gebracht. Sicherlich: Es war kein neutraler Vortrag. Aber es ging nicht darum, dass ich es mir leicht mache. Die Realität in Israel ist eine andere Realität. Eine Realität der Bedrohung. Das klar zu machen, diese Fremdheit und deren Folgen, zu diskutieren ist mir wichtig. Aus dieser Fremdheit kann Neugierde entstehen. Durch diese Fremdheit kann kritisches Denken angeregt werden. Gerade in unserer medialen Spassgesellschaft ist kritisches Denken, aber auch das Einnehmen und Vertreten einer Position, wichtiger als jemals zuvor. Kritisches Denken und das Wahrnehmen von Freiheit müssen eingeübt werden. Jeden Tag neu. Auch und gerade weil es unbequem ist. Das gilt für Israel. Das gilt für Deutschland. Das gilt für Christen und Juden. Da gibt es, abseits der Fremdheit, eine Gemeinsamkeit. Was werden wir mit dieser Gemeinsamkeit anfangen?


Zu früh gefreut II

2. August 2011

Es soll Menschen gegeben haben, die sich (gerade in Deutschland) darüber gefreut haben, dass die USA „den Bach runtergehen“ oder besser: Zahlungsunfähig werden. So ein Pech aber auch. Es ist anders gekommen. Obwohl ich da zwei Seelen in meiner Brust habe. Meine Frage lautet einfach welchen Preis man für den Rücktritt von Obama Barack zu zahlen bereit ist. Auch wenn sich die Israelpolitik des amerikanischen Präsidenten spürbar den Realitäten angenähert hat, würde mir ein Republikaner im Amt besser gefallen. Obama mit den Mitteln einer Finanzkrise zu Fall zu bringen hätte mir sehr gefallen. Aber wenn der Preis wäre, das die Vereinigten Staaten nicht mehr handlungsfähig wären (und damit die Hoffnung deutscher Antisemiten und Antizionisten erfüllt) ist selbst ein Obama Barack die bessere Alternative. Gerade auch für Israel. Nun geht der Konflikt um die amerikanischen Finanzen in die nächste Runde. Wir werden sehen. Und die Präsidentschaftswahlen in den USA klopfen an die Türe. Danach könnte vieles besser und einfacher werden.

Interessant finde ich, im deutschsprachigen Diskurs der Stammtische, immer wieder, wie sich die Gegnerschaft zu den USA mit der Gegnerschaft zu Israel verbindet. Die Gegnerschaften sind, in ihrem Kern, schlicht antisemitisch. Eine Hand wäscht eben die andere. Es ist ja nicht erstaunlich das es, im deutschsprachigen Raum, Leute gibt die den USA immer noch nicht die Tatsache vergeben können über Hitler gesiegt zu haben. Das diese Leute von einer endgültigen Lösung der „Judenfrage“, im ersten Schritt mit der Vernichtung Israels, träumen ist ebenfalls nicht erstaunlich. Feindschaft gegen die USA geht eben immer mit Antisemitismus einher. Nicht nur das Hitler verloren hat. Die Siegermacht USA unterstützt nun auch noch „die Juden“, insbesondere den Staat Israel. Das geht doch nun wirklich nicht. Da wünscht man, ganz in Stürmer Manier, den USA und Israel lieber die kollektive Vernichtung an den Hals. Das Pech für diese Leute ist nur, dass weder die USA noch Israel untergehen werden. Um den Frust darüber loszuwerden, schreibt man dann eben dumme Kommentare (die von mir sofort gelöscht werden). Wenn es speziell einem Schreiber gefällt, der hier immer wieder seinen antisemitischen Dreck abladen muss, kann das gerne so weitergehen. Es wird den Lauf der Dinge nicht ändern und mein Spamfilter hat noch viel Platz.


Japan

11. März 2011

Die Bilder aus Japan machen mich fassungslos und traurig. Was für eine Tragödie. Ein Tsunami, ein alter Bekannter. Trotzdem (oder gerade deshalb?) sind die Folgen entsetzlich. Wie viel Leid, welche Zerstörung. Und noch wissen wir rein gar nichts. Es ist zu befürchten das die Nachrichten aus Japan und den Nachbarstaaten, im Laufe des Tages, noch schrecklicher werden. Ich frage mich ob die vielen Berichte und Bilder nicht hilflos machen oder abstumpfen. Es ist wie mit den Bildern aus Afrika. Hungersnöte, Bürgerkrieg. Gut, das unser Gehirn eine „Selbstschutzfunktion“ hat, die Bilder und andere Nachrichten irgendwann aussortiert. Ich schalte die Nachrichten gleich einfach ab und werde ein bisschen in die Sonne gehen.


Vergleich: Zwei Rücktritte

1. März 2011

Ein kleines bisschen erinnert mich der Rücktritt des Herrn Guttenberg an einen anderen Rücktritt. Ich weiss nicht, ob der Vergleich angemessen ist. Frau Kässmann ist jedenfalls, nach ihrem Rücktritt, nicht untergetaucht, sondern eher noch beliebter geworden. Ob das im Falle Guttenberg auch so sein wird? Die Zeit ist der Richter.


Ein paar Überlegungen zu Isabelle Caro

31. Dezember 2010

Es gibt Bilder, die erschüttern. Warum tut sich ein Mensch so etwas, freiwillig, an? Isabelle Caro, das zur traurigen Berühmtheit gekommene Magermodel, ist tot. Der Blick auf ihr Bild ist erschütternd. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Bild online stellen soll. Aber es nützt ja nichts, die Realität, auszublenden. Ich bitte gleich an dieser Stelle um Entschuldigung, falls ich Gefühle verletzen sollte.

Was treibt Menschen dazu, sich selbst, zu vernichten? Rein körperlich. Aber sicherlich auch seelisch. Ist es der Hunger nach vermeintlicher Anerkennung? Der Druck einer Clique? Das Sehnen nach materiellem Reichtum? Oder einfach ein Überdruss an unserer Vielfalt von Lebensmitteln, die bestimmt auch nicht immer gut ist?

Ich selbst habe auch ein durchaus gespaltenes Verhältnis zum Essen. Fleisch erzeugt bei mir Ekelgefühle. Fisch esse ich streng dosiert. Dafür aber mag ich jede Art von Gemüse und Obst, auch Süssigkeiten gehören zu meinem Speiseplan. Ich habe eine Vorliebe für leckeren Kuchen und auch für schöne (vegetarische) Sandwiches. Nein. Ich hungere nicht. Auch wenn ich manche Dinge nicht essen mag, habe ich das Gefühl ganz gut damit zu leben. Wenn ich nicht essen mag, dann liegt es daran das mir, angesichts meiner Erkrankung, einfach schlecht ist und ohnehin alles wieder „rauskommt“. Das muss sich ein Mensch nicht antun. Dafür gibt es medizinische Lösungen, die ich sehr gerne annehme.

Wenn aber die Krankheitsphase vorbei ist, freue ich mich immer wieder neu an den schönen Köstlichkeiten, die G“tt uns geschenkt hat.

Es ist ein (für mich) neuer Umgang mit Nahrung G“tt zu danken, dass ich satt geworden bin. Jeden Tag danke ich G“tt dafür. Ich weiss das Es nicht selbstverständlich ist satt zu werden und auch noch eine gute Auswahl an leckeren Nahrungsmitteln zu haben. Es gibt so viele Menschen, auch in Deutschland, die sich über diese grosse Auswahl sehr freuen würde. Ich.

Ich gehöre seit einiger Zeit zu einem Förderverein für die Tafel. Da spende ich regelmässig. Es ist mir einfach wichtig das Menschen, die in Armut leben, eine Tafel haben von der sie satt werden. Erzählt mir jetzt bitte nicht diese Menschen, haben ihre Armut, selbst verschuldet. Sicherlich gibt es das auch. Aber es gibt eben auch Menschen, die völlig unverschuldet, in diese Situation geraten sind. Diesen Menschen muss geholfen werden. Das „von Amts wegen“ so wenig Hilfe kommt ist schlimm genug.

Das waren jetzt verschiedene Überlegungen zum Tod von Isabelle Caro. Ich glaube für Isabelle ist der Tod eine Erlösung. Ich glaube nicht dass, Isabelle aus dem Gefängnis ihrer Magersucht, hätte ausbrechen können. Es ist schlimm das ein so junger Mensch so grausame Qualen hat leiden müssen. Wir wissen nicht genau, was in Isabelle vorging. Aber ich bete, auch für Isabelle, das sie Frieden findet in G“ttes Reich.


Zwei Mauern

16. August 2010

Im Nahen Osten wird eine Mauer abgebaut. Die Mauer zwischen Gilo und Beit Jala. Eine Bekannte von mir wohnt im Jerusalemer Stadtteil Gilo. Immer wenn ich sie besuchte haben ein paar mehr Einschlaglöcher aus Beit Jala ihren Weg in die Wände der Wohnung gefunden. Besonders nachts war es in Gilo besonders gefährlich. Die Scharfschützen aus Beit Jala machten regelrecht Jagd auf die Bewohner von Gilo. Nach Einbruch der Dunkelheit war es besser im Haus zu bleiben. Mit spärlicher Beleuchtung und bestmöglicher Verdunkelung. Seitdem die Schutzmauer um Gilo gebaut wurde hat der Terror durch Scharfschützen praktisch aufgehört.

Traurig ist das die Mauerschützen, zum grössten Teil, nicht aus Beit Jala kamen. Damals war Beit Jala noch eine christliche Stadt. 80% Christen standen 20% Moslems gegenüber. Heute ist der Anteil umgekehrt. Mindestens 80% Moslems wohnen in Beit Jala und die muslimische Vertreibung der Christen geht weiter. Warum gibt es eigentlich keine Proteste der christlichen Kirchen gegen diese Vertreibung ? Warum  wird immer nur gegen die angebliche Unterdrückung der Christen durch den jüdischen Staat protestiert ? Wer Israel kennt weiss das Christen dort unbehelligt leben können. So viel Religionsfreiheit würde ich mir in Beit Jala auch wünschen.

Nun also wird die Schutzmauer abgebaut. Ist das ein gutes Zeichen ? Ein Zeichen der Hoffnung ? Leider bin ich skeptisch. Zu oft haben einseitige Gesten Israels nicht den erwünschten Erfolg gebraucht. Eher das Gegenteil. Nach dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen ging der Terror auf Südisrael, aber auch innerhalb der Autonomen Gebiete, erst richtig los. Es gibt zahllose weitere Beispiele. Ich hoffe sehr dass wenigstens dieses eine, kleine, Beispiel gelingt. Wenn der Abbau der Schutzmauer zwischen dem Jerusalemer Stadtteil Gilo und Beit Jala zu neuen Anschlägen und Schiessereien, wie zur Zeit der zweiten Intifada, führt wäre auch dieser kleine Versuch von vertrauensbildenden Massnahmen gescheitert. Das wäre nichts was die Bewohner Israels umwerfen würde. Nur verstärkt jeder Misserfolg in Sachen „friedliches Nebeneinanderleben“ die Mauern in den Köpfen weiter. Das wäre die eigentliche Tragödie.


Wer solche Freunde hat …

6. Juli 2010

Also ich bilde mir ein das ich solidarisch mit dem Staat Israel bin. Aber wenn ich so sehe was in „Israel-Solidaritäts-Kreisen“ passiert habe ich doch ein bisschen Bauchschmerzen.

Jede auch nur annähernd kritische Meinung wird sofort „plattgewalzt“. Auf der einen Seite verstehe ich das ja. Wer immer nur Widerspruch erntet (und wo stösst man schon auf Gegenliebe ?) wird empfindlich. Aber auch wer empfindlich ist sollte schon wissen auf wessen Kritik er oder sie anspringen soll. Sonst kann der Schuss auch nach hinten losgehen und die Solidarität mit Israel wird fragwürdig.

Was ich besonders nett finde ist das Kritik, sei es vom Zentralrat der Juden oder auch von der Tel Aviver Radaktion von hagalil, sofort in eine bestimmte Ecke geschoben wird. Da werden dann Leute, die ich sehr schätze und als wirkliche Freunde bezeichnen darf, in die Ecke der Hamas gedrängt. Das ist natürlich völliger Blödsinn und lässt gewisse Rückschlüsse auf die innere Gruppendynamik von „Israel Solidaritätskreisen“ zu. Psychologisch würde man von Gruppendruck und verschobener Wahrnehmung, vielleicht auch von einer Psychose, sprechen. Das wären alles Fälle für einen guten Nervenarzt und eine anschliessende Therapie.

Ich selbst habe ja auch schon einiges aus diesen „ehrenwerten Kreisen“ abbekommen. Das Gute daran: Ich stelle fest dass mich diese armen, gestörten, Menschen gar nicht mehr interessieren. Sollen sie doch schreiben und denken was sie wollen. Ich bin in einem Stadium meines Lebens angelangt  indem ich nichts mehr fürchten muss. Auch keine Diffamierungen.

Ich werde weiterhin Solidarität mit Israel üben. Mit dem Israel was ich erlebe. Das ist kein Kadavergehorsam. Das ist Solidarität. Aber ich nehme mir das Recht auch kritische Anfragen zu stellen. Die kritischen Anfragen stelle ich nicht unbedingt hier. Dafür aber mit Gesprächspartnern die ich kenne und schätze. Es ist nur eine Handvoll. Aus der angeblich „Israel Solidarischen“ Szene ist niemand unter diesen Gesprächspartnern. Ich verzichte freiwillig und wünsche viel Spass beim internen Schaulaufen in abgeschlossenen Zirkeln. Nur gut das diese Zirkel kaum jemand zur Kenntnis nimmt. Das würde Israel nämlich mehr Schaden zufügen als jede Medienberichterstattung und jedes zu klein geratenes Gehirn.


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