GrenzOrte: Herzl Berg (Jerusalem)
24. April 2012Noch eine Vertreibung
2. April 2012Soll Hebron, aus Sorge um die „öffentliche Sicherheit“ wieder von Juden gesäubert werden? Dieser Gedanke kam mir, als ich die Meldung zur Kenntnis nehmen musste, dass die Bewohner des Machpela Hauses in Hebron die Räumungsbefehle bekommen haben. Wie heuchlerisch kann man sein, diesen Räumungsbefehl mit der „öffentlichen Sicherheit“ zu begründen? Warum sagt Ehud Barak nicht die Wahrheit? Die Wahrheit ist, dass Ehud Barak und andere linke Kräfte in Israel, die Anwesenheit von Juden in Hebron stört. Da kann der Kauf des Hauses noch so koscher sein. Für Ehud Barak und seine Anhänger ist die Anwesenheit von Juden in Hebron nicht erwünscht. Ich erinnere mich an die ethnische Säuberung Hebrons im Jahre 1929. Da wurde Juden ermordet, verletzt, vertrieben vergewaltigt. Eine Probe für den deutschen Holocaust. Hat Ehud Barak an 1929 auch nur einen Gedanken verschwendet?
Die Bewohner des Machpela Hauses werden dem Räumungsbefehl folgen. Israel ist ein Rechtsstaat und Räumungsbefehl ist Räumungsbefehl. Aber ein Räumungsbefehl wird die Anwesenheit von Juden in Hebron nicht beenden. Der Kampf wird auf der nächsten Stufe weitergehen. Auch wenn Ehud Barak es noch so gerne möchte: Hebron wird nie wieder „Judenrein“ werden.
GrenzOrte: Coffee Anan, Israel
26. Februar 2012Dies Bild stammt von den Golanhöhen. Coffee Anan heisst der Ort. Also Kaffee Wolke. Der Name passt. Bei schönem Wetter hat man einen grossartigen Blick bis nach Syrien. Ob der Blick nach Syrien heute noch grossartig ist ? Oder sorgenvoll ?
Besonders fasziniert haben mich an diesem Ort die Schilder mit den Entfernungsangaben. Wie eng alles zusammenliegt. Was für ein kleines Land. Was für eine winzige Region der Erde. Aber eine Region mit unendlich vielen Facetten.
Lila hat einen wunderbaren Plan für die Gegend um das Coffee Anan. Ich stimme diesem Plan zu. Das ist ernst gemeint, Lila. Wann wird der Plan den Vereinten Nationen vorgelegt ? Ist der Traum nicht schön ?
GrenzOrte: Marktkunde – Teil 4
13. Januar 2012Ein letzter Stand, auf den ich hinweisen will. Auf dem Mahane Yehuda Markt gibt es einen Stand, der ausschliesslich Kippot anbietet. Nie habe ich so viele unterschiedliche Kippot in einer solchen Menge gesehen. Wenn ich in Jerusalem bin, bringe ich immer ein paar Kippot für die heimatliche Synagoge mit. Dort werden die Kippot, vor allem bei Bar Mitzwa’s, als Geschenk verteilt. Das gefällt mir sehr gut. Kippot aus Jerusalem. Wenn ihr den Stand nicht finden solltet, fragt Euch einfach durch. Ohne Probleme wird man Euch den Weg weisen.
GrenzOrte: Marktkunde – Teil 3
13. Januar 2012Ein anderer Stand, an dem ich einfach nicht vorbei gehen kann, bietet eine fast unübersehbare Anzahl von Nüssen an. In fast allen Sorten und Geschmacksrichtungen. Ich habe eine Vorliebe für salzige Nüsse aller Ort. Salzige Nüsse animieren auch zum Trinken. Gerade in Israel sehr wichtig. Aber Nüsse machen auch satt. Ich habe immer eine Tüte in meinem Rucksack und esse ein paar Nüsse, wenn sich der Hunger meldet. Brot und Nüsse sind eine gute Mischung. Auf dem Mahane Yehuda Markt sind grosse Mengen Nüsse preiswert und in sehr guter Qualität zu erwerben.
GrenzOrte: Marktkunde – Teil 2
13. Januar 2012Ich bin ein begeisterter Brotesser. Fast jede Brotsorte ist mir recht. Für mich ist das „tägliche Brot“ mehr als ein Satz eines Gebetes. Ich geniesse das tägliche Brot. Ich esse das tägliche Brot mit Bedacht. Wenn ich über den Mahane Yehuda Markt in Jerusalem spaziere steigt mir regelmässig der Gerich von frischem Brot in die Nase. Da kann ich nicht wiederstehen. Ich liebe die verschiedenen Brotsorten. Wenn ich den Markt verlasse trage ich mindestens eine Tasche Brot in der Hand. Das reicht für den Tag.
Nicht vergessen sollten wir den Segensspruch (Brachot) über das Brot:
Baruch ata Ado-naj, Elohenu Melech Ha’Olam, ascher kideschanu bemizwotaw, weziwanu al netilat jadajim.
Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-tt, König des Universums, der uns mit Seinen Geboten geheiligt und uns befohlen hat, die Hände zu waschen.
Nach dem Abtrocknen der Hände sprechen wir nicht mehr bis zum Segensspruch über dem Brot.
Der Segen über das Brot:
Baruch ata Ado-naj, Elohenu Melech Ha’Olam, Hamozi lechem min haarez.
Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-tt, König des Universums, der das Brot aus der Erde hervorbringt.
GrenzOrte: Marktkunde – Teil 1
13. Januar 2012Der Mahane Jehuda Markt in Jerusalem. Es ist Freitagmorgen. An einem Freitag ist auf dem Markt noch mehr Betrieb als sonst. Religiöse Familien erledigen die letzten Einkäufe vor Beginn des Schabbes. Der Markt gleicht in diesen Stunden einem Bienennest. Bevor die Schabbesruhe beginnt, gibt es noch einmal Hektik. Ich stehe staunend mittendrin. Der Mahane Jehuda Markt ist der „jüdische Markt“ mitten in der Innenstadt Jerusalems. Die zentrale Busstation ist nur wenige Meter entfernt. Leider muss auch dieser Markt bewacht werden. Zu viele Anschläge hat es hier gegeben. Die Bedrohung durch den palästinensischen Terrorismus ist immer noch da. Dem Sicherheitszaun ist es zu danken, dass die Zahl der Anschläge drastisch zurückgegangen ist. Die Drohung aber bleibt. Auf der anderen Seite gewöhnt man sich auch an diese Drohung. Man gewöhnt sich und hofft das nichts passiert. Ich hatte noch nie Angst vor Anschlägen in Israel. Wenn man diese Angst verspürt, wird es sehr schwierig, sich in Israel wohlzufühlen. Nein, ich „vergrabe“ mich in den Markt. Stück für Stück. Es ist Freitag. Der goldene Glanz des Schabbes erscheint am Horizont.
Klein, aber fein …
8. Januar 2012ist diese kleine Synagoge im Kibbuz Lavi. Der Kibbuz liegt im Norden Israels und ist, als einer der wenigen, religiös.
Ein wunderbarer Ort um Ruhe zu finden und gleichzeitig eine religiöse Umgebung zu geniessen.
Ich erinnere mich noch gut an den Schabbes in Lavi. Die kleine Synagoge, gefüllt mit Menschen, Fröhlichkeit und Religiosität.
Es kommt auch bei Synagogen nicht auf Prachtbauten an. Es kommt auf die Menschen in den Synagogen an. Das hat mich der Besuch im Kibbuz Lavi wieder einmal gelehrt.
GrenzOrte: New Opera Tower (Tel Aviv)
25. Dezember 2011Das Gebäude der neuen Oper in Tel Aviv. Von aussen imposant. Eine interessante Formgebung. Im Innern ist das Gebäude nicht so spannend. Die üblichen Fresstempel wie überall auf der Welt. Einige Geschäfte stehen auch leer. Vielleicht gibt es zu viele Einkaufszentren dieser Art in Tel Aviv. Vom Angebot scheinen mir alle diese Konsumtempel langweilig. Ich mag die Architektur und gehe nur selten hinein.



Verfasst von grenzgaenge 








