Es dreht sich im Kopf

6 September 2007 at 18:20 | In Gedanken, Hospiz | 2 Comments

immer wieder einmal habe ich so schlechte tage. tage an denen sich im kopf und im magen alles dreht. tage die mit koerperlichen problemen anfangen und dann irgendwann boese erinnerungen hervorrufen. erinnerungen an krankenhaus, operationen, aerzten, ausgeliefert sein, traurig sein. das alles spielte sich auf der krebsstation ab, vor mehr als 25 jahren. und trotzdem ist es nur verdraengt, nicht verarbeitet. nicht die diagnose war das schlimme, sondern die therapie. und das wissen nie wieder wirklich gesund zu werden, die gewissheit immer wieder zu untersuchungen zu muessen, die letztendlich auch nicht helfen. wenn es wieder so weit ist. ja: was dann ? vieles wird man mit mir nicht mehr machen, keine therapien die menschen unwuerdig sind. das gegenteil von “gut” ist nicht “schlecht”, sondern “gut gemeint”. heute gibt es patientenverfuegungen und ich weiss mit bestimmtheit das meine aerztin sich daran halten wird. auch weil jemand da ist sich darum kuemmert das die verfuegung eingehalten wird (wenn ich mich nicht darum kuemmern kann). es ist ein schwieriges thema: was soll, kann, darf gemacht werden um menschliches leben zu retten. und wann ist es keine hilfe mehr, sondern ein spiel namens “versuchskaninchen” ?. es ist eine schlimme entscheidung fuer die aerzte, ich moechte nicht in deren haut stecken. aber ein wenig von der schwere der verantwortung kann man den aerzten abnehmen. mit der patientenverfuegung eben.

(fortsetzung folgt)

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