Juedischer Almanach 2008

4 July 2008 at 14:04 | In Literatur | No Comments

der juedische almanach 2008 ist erschienen.

herausgeberin ist - wie immer - gisela dachs.

das spricht fuer qualitaet und spannende texte. eine besprechung des buches findet sich hier.

ich habe mir den almanach jedenfalls direkt bestellt :-)

Was ich gerade lese

22 June 2008 at 13:16 | In Literatur | No Comments

leider aktuell. die strategien der verdummung.

Vorsicht, Sammelband! Wer Grundlegendes zur Infantilisierung in der Fun-Gesellschaft zu erfahren wünscht, wird möglicherweise enttäuscht sein. Aber wer keine umfassende Darstellung des Phänomens erwartet, sondern mit, wie man früher gesagt hätte, “Aspekten” oder “Vorläufigen Bemerkungen” zufrieden ist, den erwarten erhellende, stellenweise amüsante Lektüren.

Zehn Autoren, zehn Beiträge. Am dichtesten am Thema Strategien der Verdummung die drei Eingangsaufsätze: Peter V. Zima: “Wie man gedacht wird” (’Freilich wird es die Sprache noch eine Weile geben, obwohl sie im Supermarkt kaum noch gebraucht wird’), Martin Doehlemann: “Dumme Sinnsysteme” (’sich vorzustellen, Martin Luther hätte gesagt: Hier stehe ich! Ich kann auch anders. Walte Fortuna. Abracadrabra’) und Uwe Wirth: “Diskursive Dummheit” (’Selbst die Nichtinformation tritt mit der Geste der Wichtigkeit auf’).

(…)

Glueckwunsch an Amos Oz

22 June 2008 at 13:13 | In Literatur | No Comments

Der israelische Schriftsteller Amos Oz wird mit dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet. Die Jury des bedeutenden Literaturpreises lobte Oz’ Bemühen um die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern. Oz erinnere mit seiner Kreativität und seinem Engagement an Heine, hieß es in der Begründung.

(…)

“Halbmond und Hakenkreuz”

27 May 2008 at 16:08 | In Literatur | No Comments

ich lese gerade das buch “halbmond und hakenkreuz“. dieses schmale buch (274 seiten) erzaehlt die geschichte eines buendnisses. ein buendnis zwischen den nationalsozialisten und den arabern, die geschichte des buendnisses zwischen dem grossmufti von jerusalem und eines gewissen herrn hitler.

das buch erhellt auch die ideologischen gemeinsamkeiten zwischen der arabischen fuehrung und den nazis. der feind war der gleiche: die juden.

halbmond und hakenkreuz” erzaehlt die geschichte der planes die juden in palaestina zu vernichten.

das werk ist aber nicht nur ein historisches. es zeigt fakten auf die den nahost konflikt und dessen wurzeln besser verstehen lassen.

vieles von den geschilderten tatsachen - vor allem auf dem felde der ideologie - passt in die heutige wirklichkeit vor allem des arabischen antisemitismus.

gemeinsamkeiten zwischen der ideologie die in “halbmond und hakenkreuz dargestellt wird passt auch ins heutige deutschland”. die formulierungen moegen andere sein. das gewuenschte ergebnis ist das gleiche wie zur zeit des nationalsozialismus.

der hass auf die juden laesst sich auch im hinblick auf die palaestinenser in klarer linie belegen. ueber den grossmufti zu arafat bis zu abbas. das ist eine negative kontinuitaet im denken nicht nur der palaestinenser sondern auch der arabischen “nachbar”staaten. diese kontinuitaet wird weiterhin bestehen und nicht verschwinden.

israel hat 60 jahre in einer solchen umgebung aus judenhass ueberlebt. es wird weiterhin ueberleben. nur an “frieden” oder auch nur verhandlungen ist bei solchen “nachbarn” und bei einem solchen ideologischen hintergrund nicht zu denken.

die saat der antisemitischen ideologie welche in “halbmond und hakenkreuz” beschrieben wird ist auch in deutschland aufgegangen. es gibt neben dem festgefuegten antisemitismus in der deutschen bevoelkerung nun auch den zugewanderten antisemitismus von migranten aus arabischen laendern.

so kommt jede ideologie wieder zu ihren urhebern zurueck. geschichte wiederholt sich nicht in der gleichen form. das sollte allerdings nicht zu einer entwarnung fuehren. die zeichen stehen an der wand. klar und deutlich.

Literatur II

25 May 2008 at 11:41 | In Jerusalem, Literatur | No Comments

ein weiteres buch in meiner post ist das neue werk von gil yaron. es traegt den titel “jerusalem”.

das buch hat den anspruch “ein historisch-politischer stadtfuehrer” zu sein.

angesichts der unendlichen literatur ueber diese stadt fragt man sich ob es noch irgend etwas neues zu publizieren gibt oder ob nicht auch dieses buch eine weitere sammlung von laengst bekannten tatsachen enthaelt. ich werde nach der lektuere schlauer sein. meine leserInnen auch :-)

wenn ich an die bundeszentrale fuer politische bildung denke faellt mir zuerst “ludwig watzal” ein und dann das diese institution nicht gerade als neutral oder gar israel freundlich zu betrachten ist. um so erstaunlicher finde ich das die bzp auch einen band von yaacov lozowick und das buch die israelis von donna rosenthal publiziert. beide buecher sind nach meiner bescheidenen meinung sehr zur lektuere zu empfehlen. natuerlich darf auch das gegengewicht in form von tom segev und seinem werk “1967 - israels zweite geburt” nicht fehlen. auch wenn ich den thesen von tom segev nicht zustimme ist dieses buch lesenswert.

was die bundezentrale fuer politische bildung angeht kann ich nur meine verwunderung ueber die auf einmal zu tage tretenden bemuehungen zum ausdruck bringen das thema “israel” von moeglichst vielen winkeln zu beleuchten und deshalb verschiedene meinungen zu publizieren. ich hoffe dieses bemuehen bleibt kein einzelfall.

 

Literatur I

25 May 2008 at 11:40 | In Literatur, Schul, Tel Aviv | No Comments

gestern war ein wundervolles buch in meiner post. autor des buches ist mario botta.  

thema des buches ist die geschichte meiner  geliebten cymbalista synagogue auf dem gelaende der universitaet tel aviv.

es werden die bauplaene vorgestellt und die geschichte der errichtung dieser schul erzaehlt. der bau dauerte genau ein jahr von mai 1997 bis mai 1998.

die cymbalista schul ist meine absolute lieblingsschul in tel aviv. nicht nur angesichts der bewegenden architektur.

diese schul ist die einzige in israel welche von den drei grossen richtungen des judentums orthodox, konserativ und reform gemeinsam genutzt wird.

oft bin ich in dieser schul um das mincha zu beten.

ein paar bilder dieser wunderbaren schul gibt es hier !

(Wieder) ein Jahrestag

10 May 2008 at 23:21 | In Literatur | No Comments

10. mai 2008. 75 jahre buecherverbrennung. nach den buechern brannten die menschen. ich freue mich ueber die vielen lesungen zu diesem jahrestag. die buecher moegen verbrannt sein, vergessen sind sie nicht. das verbrennen von menschen kann die erinnerung nicht rueckgaengig machen.

Psalmen

7 May 2008 at 17:48 | In Beten, Literatur | 1 Comment

in israel sieht man es sehr oft: da holt mitten im bus jemand ein kleines buechlein aus der tasche und beginnt zu beten. was ist dieses buechlein ? es sind psalmen. lobgesaenge zu ehren haschems.

psalmen zu beten kann gerade in schweren stunden sehr entlastend sein. dann wenn ein mensch traurig, belastet, ohne hoffnung ist. ich kenne es aus eigener erfahrung.

mein kleines psalmenbuechlein begleitet mich ueberall hin. entgegen dem siddur hat das psalmenbuechlein den vorteil auch in die kleinste tasche zu passen. im notfall auch in die hosentasche.

 

Geniza oder Buchbinder ?

7 May 2008 at 17:31 | In Beten, Literatur | No Comments

mein alter siddur (gebetbuch) ist auseinandergefallen. gestern nacht als ich ihn zum nachtgebet benutzen wollte. was tun ?

das praktische “problem” des nachtgebetes loeste sich schnell: ich habe mehr siddurim im buecherschrank. siddurim sammeln ist eine meiner leidenschaften.

was nun weiter ? der alte siddur wird nicht einfach ins altpapier gegeben. einmal weil es streng verboten ist druckerzeugnisse wegzuwerfen die den namen g”ttes enthalten. das gilt natuerlich auch fuer einen siddur in dem nicht “nur” der name g”ttes steht. der alte siddur fuehrt auch durch die liturgie. er beinhaltet das kaddisch. abgesehen davon: der siddur ist fuer mich mit vielen erinnerungen verbunden. ich mag mich nicht von ihm trennen.

also hat sich die frage erledigt ob der siddur in die naechste geniza gegeben wird. ich werde mich nicht von dem guten stueck trennen koennen.

ich werde mich auf die suche nach einem buchbinder machen. der rabbiner weiss bestimmt einen guten rat.

geht es euch auch so ? es gibt dinge von denen man sich einfach nicht trennen kann. diese geliebten teile werden immer wieder repariert. selbst wenn eine reperatur nicht moeglich ist werden diese sachen nicht weggeworfen. oder ?

 

Buecher und Religion

14 April 2008 at 21:28 | In Literatur, Schiur | No Comments

eine mitschuelerin im schiur und ich packen die ruecksaecke aus. da sagt sie: “was haben religioese im rucksack ? im zweifelsfall buecher. religioese menschen sind wie buecher, sie leben aus buechern.” sie hat wohl recht. ich habe ein buch das ich jeden tag mehrmals benutze: den siddur (das gebetbuch). mein siddur ist klein und handlich und begleitet mich ueberall hin.

Next Page »

Blog at WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.