Ein neuer Chumasch
22 July 2008 at 21:42 | In Literatur | 3 Commentswelche freude. ein neuer chumasch hat den weg zu mir gefunden. die post brachte ihn heute mittag.
ich bin ja ein ausgesprochener freund der reihe schma kolenu. mein siddur und die machsorim stammen aus dieser reihe. der schma kolenu ist wohl das am haeufigsten gebrauchte (gebet)buch in den meisten synagogen.
nun also der chumasch. was ist das besondere an gerade diesem chumasch ? es ist die einleitung von mark breuer, dem enkel des grossen rabbiners samson rafael hirsch. es gibt also eine einleitung zu jeder parascha, dann die parascha selbst und die haftara zu lesen. das ist eine gute lernarbeit vor der thoralesung am schabbes. das buch stammt wie alle ausgaben von schma kolenu aus dem morascha verlag, basel.
einen kleinen nachteil hat der chumasch: er ist schwer. leider habe ich keine waage die weit genug reicht. aber der chumasch dient ohnehin der vorbereitung. in der schul selbst gibt es handlichere ausgaben.
hier sind zwei seiten des chumasch. die parascha matot wird an diesem schabbes gelesen.
ich erinnere mich gerne an denise rein in har nof (jerusalem) die am siddur schma kolenu und auch an den maschsorim mitgewirkt hat. ich freue mich schon jetzt riesig darauf denise im november wieder zu treffen.
das lernen der auslegungen zur parascha ist mit der lektuere des chumasch schma kolenu fuer mich noch nicht beendet. es gibt da noch die hamantaschen und den newsletter von chabad. auf beiden seiten finden sich auch auslegungen neben vielen anderen interessanten beitraegen.
Literatur zum Kaddisch
21 July 2008 at 21:32 | In Literatur | No Commentsein leser fragt welche literatur zum kaddisch ich fuer gut halte. ich muss gestehen das ich erst ein buch ueber das kaddisch der trauernden gelesen habe. die rede ist von leon wieseltier. sein buch heisst “kaddisch“. es ist die geschichte eines mannes der durch den tod seines vaters wieder zur religion zurueckfindet. das buch gibt einen einblick in responsenliteratur aber auch in das juedische leben in den usa. das buch ist undramatisch geschrieben. aber nicht langatmig. ich habe unendlich viel von diesem buch gelernt. ich werde in den naechsten tagen schauen was es sonst noch an literatur zum thema gibt. wenn meine leserInnen hinweise haben waere ich dafuer sehr dankbar.
Maulkorb
13 July 2008 at 0:12 | In Literatur | No CommentsWarum ein Dichter aus Israel in Berlin nicht lesen darf
Seit fast einem Jahr bemühe ich mich, eine gemeinsame Lesung mit dem Schriftsteller Asher Reich, meinem geschätzten israelischen Kollegen, zu organisieren. Als radikaler Gegner der Islamischen Republik im Iran wollte ich ein Zeichen der Versöhnung setzen. Ein Zeichen gegen einen Präsidenten in Teheran, der Hasstiraden gegen Israel sendet, um sich bei den arabischen Nachbarn beliebt zu machen.
Dabei weiß in Wahrheit selbst Herr Ahmadinejad, dass die große Mehrzahl der Iraner für seine Hassfantasien kein Verständnis hat. Gemeinsam mit Asher Reich wollte ich Haltung zeigen. Denn unsere Aufgabe, jenseits aller Politik, ist, dass die Menschen das sie miteinander Verbindende zu suchen. Auch das will die Poesie. Die Poesie Asher Reichs. Meine. Die Poesie überhaupt.
(…)
Hinweis
8 July 2008 at 16:27 | In Hagalil, Literatur | No Commentswo wir gerade bei buechern sind. eine interessante informationsquelle ueber neuerscheinungen und standardliteratur zu israel und zum judentum ist der hagalil blogg “buecher zum judentum“. schaut rein, es lohnt sich !
Buchbesprechung
8 July 2008 at 16:23 | In Literatur | No CommentsEine moderne Tragödie
Von Jakob Hessing
Besprochene Bücher / Literaturhinweise
Das Leo Baeck Institut, nach dem letzten großen Rabbiner des deutschen Judentums in den Jahren seiner Vernichtung genannt, wurde bald nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. An drei Zweigstellen - in New York, London und Jerusalem - erforscht es die Diaspora, die von der Französischen Revolution bis ins frühe 20. Jahrhundert den hoffnungsvollen Beginn einer modernen jüdischen Existenz zu bezeichnen schien. Im Auftrag des Instituts legt ein internationales Autorenteam jetzt vier umfangreiche Bände vor, in denen Juden und Nichtjuden aus Israel und der Bundesrepublik, aus Amerika und England der deutsch-jüdischen Begegnung in ihrer Komplexität und Dialektik, ihrer Zweideutigkeit und Tragik gerecht zu werden versuchen.
( … )
80 Seiten
6 July 2008 at 18:16 | In Literatur | No Commentsdie ersten 80 seiten der lektuere waren spannend, informativ, sehr undramatisch geschrieben. ich liebe solche texte.
neues habe ich noch nicht gelernt.
der autor diskutiert das es eine ungeheure vielfalt von meinungen und richtungen im judentum gibt.
das ist positiv und negativ.
der autor stellt klar das es fuer ihn zwei dinge gibt an denen der “juedische mensch” glauben sollte.
1) die thora wurde moses (dem juedischen volk) am berg sinai uebergeben.
2) die halacha ist in allen ihren vorschriften verbindlich.
so aehnlich habe ich das auch beim schiur gelernt.
aus diesen beiden einfachen saetzen kommen viele fragen auf den betrachter zu.
auch das habe ich im schiur gelernt: einfachen saetzen mit misstrauen zu begegnen.
wenn (1) die thora moses (dem juedischen volk) auf dem berg sinai uebergeben wurde: welche rolle spielen die prosyleten ? sind es verwandte seelen des judentums ? sind es seelen von juden die einfach abwesend waren ? kommt den prosyleten eine vermittelnde rolle zwischen juden und nichtjuden zu ? ist der weg zum gijur vorbestimmt ?
wenn (2) die halacha verbindlich ist: warum gibt es verschiedene auslegungen zur halacha ? warum hat g”tt zugelassen das der zweite tempel zerstoert wurde und so einige gebote der halacha nicht erfuellt werden koennen ? welche botschaft steckt dahinter ?
ich glaube nicht das der autor im verlaufe des textes antworten auf diese fragen gibt. es ist aber eigentlich auch nicht wichtig. wenn barth antworten gibt ist es eine meinung unter vielen.
schliesslich besteht juedisches leben auch darin taeglich thora zu lernen.
vielleicht auch auslegungen zur thora zu studieren.
ich finde es schoen das sich in der schul eine lerngruppe gegruendet hat die genau diesen zweck hat: abschnitte aus der thora zu lernen, auslegungen zu diskutieren.
ich werde darueber berichten
Juedischer Almanach 2008
4 July 2008 at 14:04 | In Literatur | No Commentsder juedische almanach 2008 ist erschienen.
herausgeberin ist - wie immer - gisela dachs.
das spricht fuer qualitaet und spannende texte. eine besprechung des buches findet sich hier.
ich habe mir den almanach jedenfalls direkt bestellt
Was ich gerade lese
22 June 2008 at 13:16 | In Literatur | No Commentsleider aktuell. die strategien der verdummung.
Vorsicht, Sammelband! Wer Grundlegendes zur Infantilisierung in der Fun-Gesellschaft zu erfahren wünscht, wird möglicherweise enttäuscht sein. Aber wer keine umfassende Darstellung des Phänomens erwartet, sondern mit, wie man früher gesagt hätte, “Aspekten” oder “Vorläufigen Bemerkungen” zufrieden ist, den erwarten erhellende, stellenweise amüsante Lektüren.
Zehn Autoren, zehn Beiträge. Am dichtesten am Thema Strategien der Verdummung die drei Eingangsaufsätze: Peter V. Zima: “Wie man gedacht wird” (’Freilich wird es die Sprache noch eine Weile geben, obwohl sie im Supermarkt kaum noch gebraucht wird’), Martin Doehlemann: “Dumme Sinnsysteme” (’sich vorzustellen, Martin Luther hätte gesagt: Hier stehe ich! Ich kann auch anders. Walte Fortuna. Abracadrabra’) und Uwe Wirth: “Diskursive Dummheit” (’Selbst die Nichtinformation tritt mit der Geste der Wichtigkeit auf’).
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Glueckwunsch an Amos Oz
22 June 2008 at 13:13 | In Literatur | No CommentsDer israelische Schriftsteller Amos Oz wird mit dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet. Die Jury des bedeutenden Literaturpreises lobte Oz’ Bemühen um die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern. Oz erinnere mit seiner Kreativität und seinem Engagement an Heine, hieß es in der Begründung.
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