Nachtrag zu “Fussball und Gewalt”

16. Mai 2012

Dieses Stück Rasen stammt aus Düsseldorf. Es ist ein ganz besonderes Stück Rasen. Dieses Stück Rasen wurde gestern von einmal „Fan“ aus dem Rasen gestochen, während die Tumulte im Hintergrund noch gelaufen sind. Freunde haben mir erzählt, dass genau diese Szene im TV zu sehen war.

Damit nicht genug. Derselbe „Fan“ hat das Rasenstück bei eBay eingestellt und auch verkauft.

Wie idiotisch können Menschen eigentlich sein?


Lesenswert. Blogistan.

4. April 2012

Die Internetkultur des Iran blieb bis ins Jahr 2009 weitgehend unbemerkt. Erst infolge der umstrittenen Präsidentschaftswahl erwachte das Interesse für dieses bemerkenswerte Thema, gehört die iranische Blogger-Szene doch zu den aktivsten weltweit. Annabelle Sreberny und Gholam Khiabany stellen nun die Blogosphäre der Islamischen Republik Iran vor. Das Wissen über dieses Land beschränkt sich im Allgemeinen auf medial vermittelte, oberflächliche Stereotype. Deshalb führ t eine Darstellung der historischen Entwicklungen, kulturellen Gegebenheiten und technischen Grundlagen des Internets im Iran in das Thema ein. Darauf aufbauend folgt ein Überblick über die Möglichkeiten und Wirkung staatlicher Repression zum Zwecke der Zensur. Vor diesem Hintergrund wird die politische Dimension iranischer Internet-Blogs erläutert. Kern des Buches ist die differenzierte Darstellung der Möglichkeiten und Leistungen dieser Blogs sowie der Diskurse, zu denen sie beitragen. Mit diesen Eindrücken aus Blogistan eröffnen Sreberny und Khiabany eine Perspektive auf die iranische Gesellschaft, die über die Schablone vom “Schurkenstaat” hinausgeht.


Aufräumen

28. März 2012

An manchen Tagen packt den Grenzgänger die Aufräum-Wut. So wie heute. Eigentlich ist die Wohnung nicht sonderlich unordentlich. Aber ein paar Schränke können das Aufräumen gebrauchen. Und so Räume ich also durch die Gegend. Eigentlich bräuchte ich gar keinen Möbelwagen wenn Umziehen einmal angesagt ist. Gerade durch die Digitalisierung spart man eine Menge Platz. Es gibt weder CDs noch Kassetten bei mir (alles digitalisiert), auch Ringbücher sind Mangelware (fast alles eingescannt), es gibt keinen Kalender (Google hat einen schönen virtuellen Kalender), E-Mails werden kaum ausgedruckt (dank Archivfunktion bei Google Mail), auch ein Anrufbeantworter ist unnötig (es gibt eine Mailbox in meinem Telekompaket). Alte Fotos und Filme sind digitalisiert und hinterlegt (flickr). Bücher gibt es dafür in Fülle. Aber ich habe meinen Widerwillen überwunden und warte auf meinen elektronischen Bücherleser (Kindle). Ich warte noch auf virtuelle Kleidung und ein virtuelles Badezimmer. Auch ein virtuelles Bett wäre schön. Ebenso eine virtuelle Hängematte. Eifrige Wissenschaftler arbeiten bestimmt schon daran. Bedarf gibt es sicherlich genug.


Verpasst !

7. März 2012

Facebook war heute Morgen wohl nicht erreichbar. Das ist völlig an mir vorbeigegangen. Ich habe zwar einen Account. Aber dieser Account wird, von mir, höchstens einmal täglich besucht. So fürchterlich spannend finde ich Facebook gar nicht. Das Weblog ist, für mich, viel interessanter. Ich bin kein wirklicher Freund von Kurznachrichten. Und richtige Freunde sind auf Facebook eher selten. Wie soll man die virtuellen Freundschaften auch pflegen? Wirkliche, reale, Freunde hat der Mensch nur eine Handvoll (oder weniger). Da sollte man sich von Facebook nicht täuschen lassen.


Ebay Auktion

6. März 2012

Der Grenzgänger gehört nicht zu den regelmässigen Käufern bei eBay. Aber manchmal gibt es bei eBay ganz tolle Sachen zu kaufen. Ich war auf der Suche nach einem Flugzeugmodell. Es sollte eine EL-AL-Maschine vom Typ Boeing 777-200 sein. Siehe da: eBay hatte genau dieses Flugzeugmodell im Sortiment. Es war eine Auktion und ich war bei der Auktion der Höchstbietende. Irgendwie hat der Einkauf richtig Spass gemacht. Nun warte ich sehnsüchtig auf das Päckchen. Bald wird das Flugzeugmodell meinen Schreibtisch zieren. Wenn ich schon nicht fliegen darf, will ich wenigstens ein schönes Modell auf meinem Schreibtisch haben.

So sieht die Maschine in “echt” aus.


Bedenken bei Facebook

26. Februar 2012

Laut diesem Bericht haben viele Menschen,  in Deutschland, Bedenken bei Facebook. Ich kann diese Bedenken gut verstehen. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum so viele Deutsche auf Facebook angemeldet sind. Das ist eine ähnliche Debatte wie bei Google. Viele Deutsche haben, absolut nachvollziehbare, Bedenken gegen Google. Stichwort: „Datenkrake“. Was ich mich frage ist: „Warum nutzen, trotz aller Bedenken, so viele Menschen in Deutschland Facebook und Google?“ Es gibt schliesslich genug Alternativen. Bedenken sind gut und wichtig. Allerdings sollten Bedenken auch zu Kosequenzen im alltäglichen Handeln führen. Ich selbst habe übrigens keine Bedenken bei Facebook und Google. Darum nutze ich beides auch mehrmals täglich.


Immer mehr Bücher auf Kindle

25. Februar 2012

Immer mehr Bücher erscheinen im Kindle Format. Ich befürchte irgendwann kommt man gar nicht mehr ohne Kindle. So wie man jetzt kaum noch ohne Internet auskommt. Ich sehe die positiven Seiten des virtuellen Lesens ein. Die Bücher sind in Sekundenschnelle auf dem Kindle. Der Kindle hat Platz für Tausende von Büchern. Der Kindle ist ein absolutes Fliegengewicht. Gerade für Menschen, die viel unterwegs sind, ist der Kindle absolut ideal. Aber ich liebe Bibliotheken. Den Geruch von Büchern. Das Vergnügen in Büchern nach Informationen zu suchen. Das Umschlagen der Seiten. Das alles kann der Kindle nicht bieten. Aber vielleicht ist das alles auch gar nicht mehr erwünscht. Wo wird die virtuelle Welt ihre Grenzen finden ?


“Der Tod des Cyberflanueurs”

12. Februar 2012

Als ich neulich in einem Stapel älterer Artikel über die Zukunft des Internets stöberte, stieß ich auf einen obskuren kleinen Aufsatz aus dem Jahr 1998 – erschienen war er ausgerechnet auf einer Website namens “Keramik heute”. Er pries die Ankunft des “Cyberflaneurs” und malte in leuchtenden Farben die digitale Zukunft, die diesen geheimnisvollen neuen Online-Typus erwarte, eine spielerische Zukunft voller Faszination und zufälligen Entdeckungen. Diese Zukunftsvision schien nahezu unvermeidlich in dieser Zeit, in der “das Internet und der Superhighway für den Cyberflaneur zu dem geworden sind, was die Stadt und die Straße für den Flaneur waren”.

(…)


Macht Facebook süchtig ?

8. Februar 2012

In diesem Artikel wird die Meinung vertreten das Facebook süchtig macht. Sogar noch süchtiger als Alkohol und Tabak.

Ich nutze Facebook täglich. Aber bin ich deshalb süchtig? Ich schaue jeden Tag ein paar Minuten auf die Facebook Seite, um zu sehen, was Freunde machen. Aber bei diesem begrenzten Facebook Konsum bleibt es auch.

Ich glaube nicht das Facebook süchtig macht. Das Problem ist der Nutzer. So wie Menschen auf die verschiedensten Dinge süchtig reagieren können Menschen vielleicht auch von Facebook süchtig werden.

Online/Internetsucht ist gerade in Selbsthilfe ein intensives Thema. Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, gehen nicht unbedingt selbstbestimmter und verantwortlicher mit diesem Medium um.

Da hilft nur viel Aufklärungsarbeit.


Ein Internetfreak für die Freiheit

26. Januar 2012

Der Kampf für die Freiheit in Ägypten wird auch über das Internet geführt. Ein gutes Beispiel dafür ist Whael Ghonim. Im Tagesspiegel findet sich ein spannendes Porträt des unscheinbaren Kämpfers für die Freiheit.

Introvertiert, ungesellig und leicht einzuschüchtern – eigentlich kein Stoff, aus dem Helden sind. Doch der ägyptische Computerfreak Wael Ghonim, der sich selbst so beschreibt, ist zu einem der Helden der ägyptischen Revolution aufgestiegen. Denn mit der von ihm gegründeten Facebook-Seite „Kullena Khaled Said“(Wir sind alle Khaled Said) organisierte er den Widerstand gegen die Praktiken des Regimes von Hosni Mubarak mit und brachte schließlich am 25. Januar 2011 die Menschen erstmals massenhaft auf die Straße.

(…)


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