Wochenabschnitt Beschalach

2. Februar 2012

An diesem Schabbes lernen wir den Wochenabschnitt Beschalach.

Das jüdische Volk sieht sich auf der Flucht dem Meer und der ägyptischen Heeresmacht gegenüber. Es bricht Panik aus. Was wird sein? Werden wir alle im Meer sterben? Werden die Ägypter uns abschlachten? Warum sind wir nicht in Ägypten geblieben?

Angst. Ein starkes Gefühl. Ein Gefühl das beflügeln, aber auch lähmen, kann. Es braucht einen Anführer. Den Anführer hat G“tt seinem Volk längst gegeben. Es ist Mosche. Er macht sich zum Sprecher seines Volkes bei G“tt. Auch weil das jüdische Volk G“tt nicht mehr vertraut? Braucht das Volk ein Medium, um mit G“tt zu kommunizieren?

G“tt steht zu seinem Volk. Die ägyptischen Verfolger gehen unter. Am anderen Ufer stehen die siegreichen Israeliten. G“tt hat sein Volk gerettet.

Der Schabbat wird dem Volk Israel gegeben. Eine Belehrung zunächst. Noch keine Quelle der Freude. Zunächst braucht es die Belehrung.

Dass Man fällt vom Himmel. Es reicht für zwei Tage. Damit der Schabbes gehalten werden kann. Aber es reicht eben für zwei (!) Tage. Nicht für drei oder mehr. Alles, was in den zwei Tagen nicht verzehrt wird, kommt um in Maden, wird schlecht.

Warum? Weil wir G“tt vertrauen sollen. G“tt wird uns mit der notwendigen Nahrung versorgen. Nicht mehr und nicht weniger. Vorratshaltung, gerade in dieser Phase der Geschichte, bedeutet G“tt nicht zu vertrauen. Man hält einen Vorrat, wenn G“tt seine Versprechen nicht einhält. Oder? Das aber ist Unglauben. Warum glauben wir nicht an G“tt ? Warum vertrauen wir G“tt nicht alleine? Warum meinen wir, einen grösseren Vorrat anlegen zu müssen? Hat G“tt uns nicht, in so vielen Fällen, gezeigt das ER uns beschützt? Immer wieder neu beschützt?

Der Schabbes ist ein Anfang. Eine neue gesellschaftliche Ordnung. Back to the Roots. Die Menschen, wir alle, werden zurückgeführt auf den Ursprung unseres Seins. Zurückgeführt durch die Heiligung von Körper und Seele. Zurückgeführt durch die Entfaltung des Individuums. G“ttesfürchtigkeit bedeutet nicht in kollektiven Wahn zu verfallen. Jeder von uns soll G“tt fürchten. Weil G“tt uns liebt. Wir brauchen keine Nebenbefriedigungen. Auch keinen leeren Konsum.

G“tt wird für unsere Erhaltung sorgen. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Volk G“ttes wird von Amalek verfolgt. Es geht um zwei Prinzipien des Lebens. Bei Amalek geht es um Unterwerfung. Beim Volk Israel geht es um die Freiheit. Zwei Prinzipien. Nicht miteinander zu verbinden. Es gibt keinem Kompromiss. Unterwerfung oder Freiheit. Amalek oder Israel?

Ich habe Israel gewählt. Ich werde mich nicht unterwerfen. Nicht unter Menschen.

Ich unterwerfe mich alleine G“tt. Früher führte das zu Disziplinarverfahren. Heute führt das zu Kommentaren hinter meinem Rücken. Aber das alles ist nicht wichtig. Ich habe keine Angst und ich verstehe die Kommentierer. Woher sollen sie die Liebe G“ttes, die Freiheit seines Volkes, kennen?

Wir sollen die Thora immer persönlich denken. Die Thora ist kein Geschichtsbuch. Die Thora stellt uns Fragen. Die Thora stellt mir Fragen. Ganz konkret. Wie denke ich? Wie ist mein Handeln? Vertraue ich G“tt, auch wenn es mühsam ist? Oder schwimme ich nicht doch mit im Strom der Verächter? Bin ich stark? Oder bin ich zu schwach, um zu glauben, um den Weg G“ttes ohne Angst zu gehen?

Fühle ich mich nicht, oft genug, von Amalek verfolgt?

Stehe ich nicht oft genug am Ufer und zittere, weil mein G“ttvertrauen dahin ist?

Ich glaube wir haben den Kampf jeden Tag zu bestehen.

Als Mensch bin ich fehlbar. Als Mensch gehe ich, immer wieder, falsche Wege. Als Mensch fehlt mir oft die Kraft und das Vertrauen.

Wenn der Moschiach kommt, (Wann, Wann?) wird der Kampf ein Ende haben.

Dann sind wir erlöste Kinder G“ttes.

SCHABBAT SCHALOM !


Wochenabschnitt Bo

26. Januar 2012

An diesem Schabbat lernen wir den Wochenabschnitt Bo.

Die Mazza kommt ins Blickfeld der Geschichte. Pessach. Die Eile des Auszuges. Das ungesäuerte Brot. Auch ein Symbol für die Entbehrungen Israels. Das ungesäuerte Brot ist ein besonderes Brot. Pessach ist ein besonderes Fest. Pessach ist das Fest der Freiheit. Der Auszug aus der Sklaverei. Die Mazza ist ein Symbol für die Anstrengung der Freiheit. Freiheit ist nicht ohne Gegenleistung zu haben. Das Volk Israel hat eine schwere Wanderung vor sich. 40 Jahre. Es gibt Revolten. Es gibt Undankbarkeit. Es gibt ein Vergessen der Freiheit.

Geht es uns nicht auch so ? Bedenken wir den Wert unserer Freiheit ? Oder klagen wir nicht, viel zu oft, über den hohen Preis der Freiheit ? Freiheit bedeutet Entscheidungen treffen zu müssen. Freiheit bedeutet auch Diskussionen zu verlieren. Oder Diskussionen zu gewinnen. Beides ist möglich. Freiheit bedeutet auch die Anstrengung einer demokratischen Lebensform.

Ist mir die Freiheit nicht oft genug zu anstrengend ? Wie ist das mit meinem Auszug aus dem Land meiner Zwänge ? Habe ich die Kraft das gewohnte Land der Unfreiheit zu verlassen und mich ins ungewohnte und ungewisse Land der Freiheit zu begeben ? Ich meine damit die innere Freiheit des Menschenkindes.

Und wie ist das an Pessach ? Sind wir uns, in der Diaspora, wirklich bewusst was es bedeutet in die Freiheit aufzubrechen ? Oder ist Freiheit nur ein bedeutungsloses Wort ? Lernen wir aus dem Wochenabschnitt oder legen wir den Abschnitt beiseite ? Freiheit ist beides. Es liegt an uns eine Entscheidung zu treffen. Das ist gelebte Freiheit.


Wochenabschnitt Schmot – Das Buch Exodus

11. Januar 2012

An diesem Schabbat beginnen wir mit der Lesung des zweiten Buches der Thora. Das Buch heisst Schmot (Exodus).

In diesem Buch beginnt Israel, ein Volk zu werden. Sicherlich: Es ist ein Volk, das vor einer grossen Aufgabe steht. Dem Auszug aus Ägypten. Die Sklaverei lässt das Volk hinter sich. Aber mit der Sklaverei werden auch lieb gewonnene Gewohnheiten und die Sicherheit der Unfreiheit hinter sich gelassen.

Die Sicherheit der Unfreiheit? Man musste nicht selbst entscheiden weil entschieden wurde. Man ordnete sich unter und machte, was die Herrscher sagten. Sind wir heute so weit davon entfernt? Wünschen wir uns nicht auch das es jemanden gibt der uns Entscheidungen abnimmt? Gerade auch Entscheidungen, die ein ganzes Volk betreffen? Fühlen wir uns manchmal nicht kompetent genug, um zu entscheiden? Haben wir nicht Angst vor falschen Entscheidungen?

Dem Volk Israel entsteht ein „Entscheider“. Mosche wird in dieser Zeit geboren und er wird Israel durch die lange Wüstenwanderung führen. 40 Jahre lang. Er wird das heilige Land Israel nicht betreten. Letztlich fehlte ihm in einem Moment das Gottvertrauen. Die Strafe ist hart. Ist das für uns verständlich? Vermutlich nicht, wenn wir mit unseren Erfahrungen an diese Tatsache herangehen. Meine Erfahrung ist jedenfalls das Fehler, in den meisten Fällen, wieder ausgebügelt werden können. Meistens hilft da schon ein Gespräch. Ich habe allerdings auch kein Volk zu führen. Kleinere Kreise sind da schon anstrengend genug.

Aber noch ist es nicht so weit. Der Exodus besteht als Idee in den Köpfen. Der Exodus ist G“ttes Wille. Die Idee des Exodus muss reifen. Mosche muss (er) wachsen (werden). Die wenigsten Menschen haben mit ihrer Geburt die Kraft Menschen zu faszinieren. Reicht eine Idee um Menschen zu faszinieren? Was wäre aus dem Zionismus ohne Theodor Herzl  geworden ? Es braucht immer Menschen mit der Ausstrahlung und der Kraft Entscheidungen zu treffen. Auch für Gruppen. Auch für Völker.

Sicherlich brauchen wir G“ttes Hilfe auf unserem Weg. G“tt nimmt uns die Angst und gibt uns Zuversicht. Darum beten wir.

Mit dem Buch Schmot beginnt eine Erzählung, die bis heute andauert. Hier liegt die Wurzel für den Anspruch des jüdischen Volkes auf das Heilige Land. Auf Israel.

Wie so oft sind Texte aus der Thora aktuell bis in unsere Zeit. Gerade das macht die Thora aus. Es handelt sich nicht um ein altes, verstaubtes, Buch, sondern die Thora stellt Fragen an uns. Aktuelle Fragen. Oft auch unbequeme Fragen. Gerade das macht die Lektüre und die Auslegung der Thora so spannend. Deshalb wage ich, über meine Gedanken zu den Wochenabschnitten zu schreiben.


Wochenabschnitt Schemot

5. Januar 2010

An diesem Schabbat lesen wir den Wochenabschnitt Schemot. das zweite Buch der Thora beginnt. Eine neue Welt. Rabbiner Samson Rafael Hirsch schreibt in seiner Auslegung zu unserem Wochenabschnitt unter anderem:

Mit dem zweiten Buche beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes. Aus der Einzel- und Familiengeschichte wird in die Volksgeschichte hinübergeleitet, durch erinnernde Nennung der einzelnen Männer, die uns bereits als “Grundstöcke” der jüdischen Volksgemeinschaft bekannt sind.

Auch Chabad Lubavitsch hebt diesen Aspekt der “Volkswerdung” hervor:

Mit dem Buch (Sefer) Schemot beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte von Jakobs Familie: Aus einer Familie wird ein Volk. Die Thora erwähnt noch einmal kurz die Namen der Söhne Jakobs, die mit ihm nach Ägypten gezogen waren und erzählt, wie diese Generation starb und eine Neue heranwuchs.

“Grundstöcke”:

Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen; mit Jaakow kam jeder und sein Haus. Re’uwen, Schimon, Levi und Jehuda, Jissachar, Sewulin und Binjamin, Dan und Naftali, Gad und Asher.

Die Stämme Israels. Aber auch Namen. Namen sind wichtig. Was ist ein Mensch ohne Namen? Aber niemand lebt alleine. Er ist Teil eines Ganzen. Auch wenn wir das in unserer  technisierten und “vereinzelten” Welt nicht akzeptieren wollen.

Israel wurde ein Volk. Trotz aller Bedrohung und trotz aller Unterdrückung. Israel ist ein Volk geblieben und wird immer ein Volk bleiben. Mit oder ohne Tempel. Mit oder ohne eigenes Land. Im Heiligen Land und in der Diaspora. Warum? Weil Israel G”ttes Volk ist. G”tt, nicht ein Mensch, lenkt die Wege Israels.

Das grösste Zeichen von G”ttes Bund mit seinem Volk ist der Schabbes. Wie klares Wasser und Honig ist der Schabbes für die Menschen, welche ihn halten. Freude ist der Schabbes. Freude an G”ttes Herrlichkeit. Freude an der Schrift. Freude am Bund. Die Seele jubelt vor Freude. Ich könnte mir ein Leben ohne Schabbes nicht mehr vorstellen. Zu dunkel und traurig wäre das Leben.


Kurzer Gedanke aus dem Schiur

5. Dezember 2009

Ein interessanter Schiur (Unterricht beim Rabbiner) am Freitag. Ein kleiner Schnipsel aus dem Schiur: Starke Menschen diskutieren mit Argumenten. Nicht mit Gewalt. Menschen, die nicht mit Argumenten diskutieren können, sondern zu körperlicher Gewalt greifen, sind schwach. Es ist die immer neue Diskussion, das Streitgespräch, welches zählt. Darum ging es im Wochenabschnitt der vergangenen Woche. Wajischlach.


Wochenabschnitt Lech Lecha

29. Oktober 2009

An diesem Schabbat lernen wir den Wochenabschnitt Lech Lecha. Für den Grenzgänger ist dieser Text der “Favorit” unter den Wochenabschnitten.

Lech Lecha ->  Worum geht es?

Zu Abraham aber sprach G“tt: Gehe für dich alleine von deinem Land. Deinem Geburtsort und dem Haus deines Vaters, zu dem Land Kenzan hin, das ich dir zeigen werde.

Es geht um einen Unbekannten Weg. Es geht um die Unsicherheit und es geht um G”vertrauen.

GOTT SPRACH. ABRAHAM FOLGTE. Ist das nicht ein Vertrauensbeweis?

Abraham hatte kein Pfand, keinen Vertrag in der Hand. Er hatte auch kein Navigationssystem dabei. Er wusste schlicht nicht, wohin der Weg führt. Er wusste nicht ob der Weg angenehm leicht oder vielleicht doch schwierig werden würde. Aber Abraham folgte G”tt. Er folgte G”tt, weil er Vertrauen zu G“tt hatte.

Nun ist das mit dem vertrauen so eine Sache. Ich denke, wir sollten unterscheiden, ob wir von Vertrauen zu Menschen oder von Vertrauen zu G”tt sprechen. Haben wir nicht alle schon Enttäuschungen erlebt, wenn wir unseren Mitmenschen zu sehr vertraut haben? Haben wir vielleicht erlebt das Vertrauen missbraucht wurde ? Dass alles gilt für Vertrauen zu den Mitmenschen. Trotzdem dürfen wir nicht aufhören vertrauen in G”tt zu haben.

G”tt hat ein anderes, moralisches, Koordinatensystem. Was für Menschen wichtig ist das ist für G”tt unwichtig. G”tt weiß um die wesentlichen Dinge des Lebens – in unserer Welt und in der zukünftigen Welt. Das hat G”tt den Menschen voraus. Auch G”tt hat Enttäuschungen mit den Menschen erlebt. G”tt ist zwar auch ein strafender G”tt. Das Mitleid und die Empathie mit seinem Volk hat er aber nie aufgegeben.

Es gibt den Bund des Schabbat. Mit diesem Bund zeigt G”tt die Verbundenheit mit seinem Volk. In unserem Wochenabschnitt lernen wir noch über einen zweiten Bund: die Beschneidung. Alle männlichen Mitglieder des jüdischen Volkes sollen im Säuglingsalter beschnitten werden. Auch für männliche Konvertiten im Erwachsenenalter ist die Beschneidung vorgeschrieben. Das ist dann die endgültige Aufnahme ins jüdische Volk. Ein Bund wird geschlossen.

Ein Mensch, der zum Judentum übertritt, ist in gewisser Weise, in einer ähnlichen Situation wie Abraham. Auch ein Konvertit weiß nicht wirklich, wohin der Weg geht. Er weiß nicht um die Hindernisse, die im Wege stehen. Ein Konvertit ist aber (hoffentlich) so g”ttesfuerchtig, das ihn diese Unsicherheit nicht belastet. Es geht beim Übertritt nicht um Zeit. Es geht um Vertrauen in G”tt. G”ttesfuerchtigkeit ist ein positiver Lernprozess.


Wochenabschnitt Noach (Teil 5)

22. Oktober 2009

Noach 8,21:

Da nahm G”tt den Ausdruck der Willfahrung wahr, und es sprach G”tt zu Seinem Herzen: Ich will nicht der Menschenerde um des Menschen willen, wenn das Herzensgebilde des Menschen von seiner Jugend an schlecht ist, wieder Unsegen geben, und will nicht wieder alles Lebendige schlagen, wie Ich getan …

g”tt ist pessimistisch. er denkt ueber seine schoepfung, die menschen, nach. die menschen als krone der schoepfung ? wohl kaum.

aber ist das herz des menschen boese ? ist das sozusagen ein naturgesetz ? ich will daran nicht glauben. natuerlich gibt es boese menschen. zynische menschen. menschen die ihr herz verhaertet haben.

es gibt aber auch menschen die zuversicht und respekt und liebe vermitteln. es gibt menschen die andere auffangen bevor sie zu boden geben. es gibt menschen die in krisen troesten. im hospiz, aber auch in meiner eigenen medizinischen behandlung, treffe ich immer wieder auf solche menschen. ich freue mich ueber eine handvoll von freunden die einfach da sind wenn es abwaerts geht. das beruht auf gegenseitigkeit.

nein. ich denke das herz des menschen ist nicht boese. schliesslich wird ein mensch auch nicht mit boesem herzen geboren. wenn das herz des menschen böse wird so haben wir es mit einer (negativen) entwicklung zu tun.

unsere aufgabe, gerade als religioese menschen, ist schlicht und einfach: wir sollen freude und respekt in die welt bringen. wir sollen unseren glauben leben. in gewisser weise (auch wenn das vermessen klingt) sollen wir lichter unter den voelkern sein. nicht im sinne von missionieren (nichts liegt dem judentum ferner). sondern im sinne positiver eigenschaften und eines gelebten glaubens.


Wochenabschnitt Noach (Teil 4)

22. Oktober 2009

in der thora geht es immer wieder um namen. geburtenfolgen. kein mensch soll ohne namen sein. namen haben im juedischen glauben eine starke bedeutung. leider wurden millionen von juden namenlos, in massengraebern, “begraben”. ihnen kann kein “denkmal fuer die ermordeten juden europas” mehr errichtet werden. vielleicht hofften die moerder das mit den namen auch das andenken an diese menschen verschwindet. es ist den taetern nicht gelungen. wir haben im juedischen glauben das instrument des jiskor. auch wenn wir im totengebet, dem kaddisch, nicht die namen einfuegen koennen, auch wenn wir in vielen faellen nicht sagen koennen wo die moerder ihre opfer “begraben” haben. es ist keiner vergessen. solange wir fuer das seelenheil dieser menschen, ohne grab und ohne namen, beten.

in unserem wochenabschnitt wird abraham geboren. abraham ist der stammvater des juedischen volkes. uebrigens ist abraham auch der erste konvertit und auch der stammvater aller konvertiten. als konvertit wird man mit dem namen “xy ben abraham” zur thora gerufen. sohn von abraham. sohn des stammvaters.

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Wochenabschnitt Noach (Teil 3)

22. Oktober 2009

ein regenbogen ist ein regenbogen ist ein regenbogen. oder doch nicht ? wir lernen in unserem wochenabschnitt das der regenbogen eine starke religioese bedeutung hat. der regenbogen ist ein zeichen g”ttes. der regenbogen ist ein zeichen der versoehnung. g”tt versoehnt sich mit seinem volk. mit einem volk das seine existenz nicht erkennen will. mit seinem volk das erinnerungsschwach ist. mit einem volk das schall und rauch hinterher laeuft. g”tt versoehnt sich immer wieder mit seinem volk.

ob das zeichen erkannt wird ?

regenbogen1


Wochenabschnitt Noach (Teil 2)

22. Oktober 2009

die menschen bauen einen turm. den turm von bawel. es ist ein maechtiger turm. ein turm der in den himmel reichen soll. ein turm der alles bisher dagewesene uebertrumpfen soll. mit anderen worten: menschen wollen sich an die stelle g”ttes setzen.

kennen wir dieses verlangen nicht auch ? haben wir, in unserer heutigen zeit, nicht auch tuerme von bawel errichtet ? haben wir nicht unsere eigenen goetzen errichtet ? ich nenne nur einige: geld. ein moeglichst schnelles auto. elektrogeraete. ein grosses haus.

welchen wert haben materielle gueter im vergleich zur thora ? machen materielle gueter gluecklich oder werden wir durch materielle gueter nicht eher zu sklaven der materie ? des ent-g”ettlichten ? entfernen wir uns mit der materie nicht vom wort g”ttes ?

ich war selbst wie die menschen von bawel. ich errichtete meinen eigenen turm aus materie. bis g”tt mir klarmachte das materie keine positive, nachhaltige, wirkung auf mich hat. bis g”tt mir klarmachte das materie nicht gluecklich macht. dazu brauchte es eine schwere krankheit. diese krankheit war der wink mit dem zaunpfahl. ich hatte so viele warnungen ueberhoert. zu sehr war ich ein sklave der materie. ein sklave, in meinem selbst erbauten, turm von bawel.

auch die menschen, welche den turm von bawel bauten, waren sklaven. sklaven ihrer eigenen vorstellungen. sklaven von prioritaeten die eben nicht g”ettlich waren. sklaven einer lebensweise die eben nicht g”ettlich ist. das alles haben die menschen zur zeit des turmbaus von bawel mit vielen menschen heute gemeinsam. auch ich habe mich noch nicht vollstaendig von meinem privaten turm von bawel befreit. aber ich habe vertrauen darauf das g”tt mir den weg zeigt. in kleinen schritten. von stunde zu stunde gehe ich weiter auf dem weg der befreiung.

ein wichtiger schritt auf diesem weg war die angst vor dem eigenen tod zu verlieren. heute kann ich sagen das ich jede angst verloren habe. ich weiss mich in g”ttes haenden. im leben und im tod. ich weiss mich im band der generationen. la dor va dor. ich weiss mich im band einer langen geschichte. ich weiss das g”tt meine seele zurueck in sein reich berufen wird. auf das irdische, begrenzte, leben wird ein besseres leben folgen. warum sollte ich angst vor dem tod haben ?

TurmBabel1


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