Ich kann nicht schreiben, dass diese Diagnose überraschend kam. Seit einigen Wochen fühlte ich mich müde und erschöpft. Trotzdem hat mich die Diagnose „Chronischer Erschöpfungszustand“ ein Stück runtergezogen. Es ist nicht schön eine Befürchtung „schwarz auf weiss“ zu sehen. Wobei es schwierig ist, das chronische Erschöpfungssyndrom gegen Depressionen abzugrenzen. Es gibt die Meinung das Depression und CFS sich ausschliessen. Es gibt auch die Meinung das Depression und CFS verschiedene Spielarten einer Erkrankung sind. Ich selbst bin da ziemlich ratlos. Ich werde tun, was ich immer in neuen Situationen mache: Mir jeden Informationsfetzen aus Zeitungen, Büchern, Internet heraussuchen. Ich hoffe, so viel wie möglich, über CFS zu erfahren. Das ist meine Art dieser Diagnose das Bedrohliche zu nehmen. Die medizinische Behandlung ist Sache meiner Ärztin. Aber ich habe eine Ärztin, die grossen Wert auf selbstbestimmte und gut informierte Patienten legt. Meine Ärztin und ich sehen uns als gleichberechtigte Partner. Auf gleicher Augenhöhe. So kann man auch aus schwierigen Situationen lernen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.
Verfasst von grenzgaenge 
