Pflegepraktikum

4. November 2010

Im Rahmen, der Hospiz Qualifizierung hat, der Grenzgänger das Vergnügen (?) ein Pflegepraktikum zu absolvieren. Dieses Praktikum scheint mir sehr wichtig zu sein um eine verbesserte Praxis im Umgang mit Patienten, speziell auch mit Sterbenden, zu entwickeln. Nicht zuletzt ist mir aber auch wichtig den Ablauf der Arbeit auf einer Palliativstation aufzunehmen und die Sichtweise der Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte kennenzulernen und auch, ein Stück weit, zu vermitteln. Ich arbeite mich zurzeit ein bisschen in die Literatur über Palliativmedizin und das besondere Konzept dieser Stationen ein. Dabei stellt sich auch immer die Frage nach dem eigenen Umgang mit Schmerzen und Vergänglichkeit. Ich glaube es ist nicht möglich die Arbeit eines Hospizbegleiters und/oder Seelsorgers zu leisten, ohne sich selbst zu reflektieren. Deshalb geht es in der Ausbildung für diese Arbeit ja auch um therapeutische Konzepte und deren Wirkungen auf den Lernenden. Erst wenn man für sich selbst, z. B. die Frage der Wahrnehmung geklärt hat, ist ein Arbeiten in den beschriebenen Bereichen erfüllend – für beide Seiten. Ich habe durch die intensive Ausbildung, die auch nach dem Ende des Kurses weitergeht, viel über mich selbst gelernt. Über mich selbst lernen. Deshalb ist für mich die Supervision eine so wichtige Sache. Supervision ist für mich nicht nur „von der Seele reden“, sondern auch Spiegeln durch die Supervisorin. Lebenslanges Lernen ist, gerade in der ehrenamtlichen Arbeit im Krankenhaus, keine leere Phrase. Das finde ich gut und wichtig. Natürlich sind wie Ehrenamtlichen auf den Stationen vor allem für die Kranken und Angehörigen da. Das schliesst aber nicht aus, für sich selbst etwas zu lernen, und mitzunehmen. Um eine gute Arbeit zu leisten, bedingt sich beides. Das ist meine feste Überzeugung.


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