Ein realer Friedhof, ein virtueller Friedhof

Ich glaube so etwas gibt es nur in Jerusalem. Ein Friedhof. Ein sehr grosser Friedhof. Ein jüdischer Friedhof. Der Ölberg. Wer schon mal dort war kann sich vielleicht an das grosse Gräberfeld erinnern. Dort ein Grab zu finden dürfte ziemlich unmöglich sein. Deshalb geht der jüdische Friedhof am Ölberg jetzt online. Ort der Aktion ist das soziale Netzwerk „Facebook“. Ich finde diese Aktion gewöhnungsbedürftig. Aber absolut gut und wichtig.

Vermutlich geht es letztlich auch um Politik. Der jüdische Anspruch auf ganz Jerusalem umfasst auch Friedhöfe. Friedhöfe als politische Orte. Auf allen Seiten. Die Muslime haben die Gnadentore von Jerusalem zugemauert und davor einen muslimischen Friedhof errichtet.  So soll der (juedische) Messias daran gehindert werden in Jerusalem einzuziehen. Ruhe finden die Toten in Jerusalem nicht. Selbst die Toten finden keine Ruhe. Das ist die andere Seite der Sache. Sterben als Politikum.